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Schlechtester Job in meinem bisherigen Berufsleben

1,5
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 im Bereich Vertrieb / Verkauf in Wien gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Sehr gute öffentliche Anbindung (Straßenbahn und U3 in unmittelbarer Nähe) und direkt an der Mariahilfer Straße.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die Kommunikation von Seiten der Geschäftsführung muss besser werden. Insgesamt gibt es aus meiner Sicht noch einiges an Verbesserungspotenzial.

Verbesserungsvorschläge

Ein respektvollerer Umgang mit den Mitarbeiter, fairere Gehälter und mehr Weiterbildungsmöglichkeiten wären ein guter Anfang. Außerdem könnten Entscheidungen transparenter kommuniziert und das Arbeitsklima verbessert werden. Auch beim Thema Nachhaltigkeit und Unternehmenswerte wäre es sinnvoll, diese nicht nur nach außen zu zeigen, sondern auch im Arbeitsalltag zu leben.

Arbeitsatmosphäre

An guten Tagen war die Zusammenarbeit in Ordnung, an schlechten Tagen bekamen die Mitarbeiter den Frust der Geschäftsführung zu spüren – auch diejenigen, die gar nichts falsch gemacht hatten. Dadurch entstand bei vielen eine Atmosphäre der Angst und Unsicherheit. Man überlegte sich genau, ob man Fragen stellt oder Probleme anspricht, weil man nie wusste, wie reagiert wird.

In meinem Fall habe ich die ersten zwei Wochen gearbeitet, ohne einen Vertrag unterschrieben zu haben.

Image

Zu der Zeit, als noch die Schuhmarke Vivobarefoot geführt wurde, war das Image des Unternehmens durchweg positiv. Seit der Übernahme im Oktober 2025 häufen sich jedoch die negativen Online-Bewertungen, da diese Marke nicht mehr angeboten wird. Als Mitarbeiter:in hatte ich zudem das Gefühl, der weiterhin bestehenden Nachfrage nach Vivobarefoot-Schuhen nicht gerecht werden zu können.

Work-Life-Balance

Im Verkauf gibt es einen Dienstplan, der wöchentlich von der Geschäftsführung angepasst und vorgegeben wird. In anderen Abteilungen können die Arbeitszeiten grundsätzlich flexibel eingeteilt werden. Teilzeitmodellen steht die Geschäftsführung offen gegenüber.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungsmöglichkeiten wurden weder angeboten noch von der Geschäftsführung thematisiert oder auch nur erwähnt.

Gehalt/Benefits

Beim Gehalt sollte man keine allzu hohen Erwartungen haben. Es werden überwiegend Berufseinsteiger und Studierende eingestellt, entsprechend fällt auch die Bezahlung aus.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Das Thema Umweltbewusstsein scheint im Arbeitsalltag keine große Rolle zu spielen. Es wird vieles ausgedruckt, ohne zu hinterfragen, ob dies wirklich notwendig ist. Zudem entsteht der Eindruck, dass Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Themen eher für Marketingzwecke genutzt werden – beispielsweise durch Aktionen zum Pride Month, die auf mich eher wie Pinkwashing als wie ein authentisches Engagement wirkten. Es wird sehr viel mit ChatGPT gearbeitet, teilweise werden auch umfangreiche Inhalte und Konzepte daraus übernommen.

Kollegenzusammenhalt

Einen Kollegenzusammenhalt spürt man nicht wirklich. Das wird auch daran liegen, dass von Seiten der Geschäftsführung keinerlei Wert auf Teambuilding gelegt wird. Wenn ein neuer Mitarbeiter/Mitarbeiterin anfängt, wird diese den anderen nicht vorgestellt. Bei den eigenen Aufgaben kämpft sich jeder alleine durch. Zusammen gelachten wird selten bis nie.

Umgang mit älteren Kollegen

Abgesehen von der Geschäftsführung waren während meiner Zeit im Unternehmen ausschließlich sehr junge Menschen (unter 30 Jahren) beschäftigt. Möglicherweise liegt das daran, dass diese noch keinen hohen Gehaltsanspruch haben, da man in diesem Unternehmen unabhängig von der Position kein besonders hohes Gehalt erhält. In meiner Zeit dort haben fünf Personen gekündigt.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der Vorgesetzten war stark von der Tagesform abhängig – an manchen Tagen angenehm, an anderen deutlich angespannter. Zwar wurde sich für die geleistete Arbeit bedankt, insgesamt fehlte mir jedoch eine positive und professionelle Art im Umgang mit den Mitarbeiter*innen. Verbesserungsvorschläge wurden nie angenommen. Es entstand der Eindruck, dass die Geschäftsführung überzeugt war, stets bereits die beste Lösung zu kennen.

Arbeitsbedingungen

Im Geschäft ist es in den Sommermonaten extrem heiß, da es keine Klimaanlage gibt und die Türe ständig offen für die Kunden offen muss. In anderen Büroräumen herrscht Chaos und Unordnung, mit welchem man sich als Mitarbeiter abfinden muss. Auch kommt es öfter vor, dass zu wenig Mitarbeiter*innen für einen Tag eingeteilt wurden und deswegen eine Person mehrere Aufgaben gleichzeitig machen muss. Ein Computer wird für die Arbeit zur Verfügung gestellt, das war's dann aber schon wieder.

Kommunikation

Bei Unklarheiten nachzufragen kommt bei der Geschäftsführung generell nicht gut an. Schnell wird man dann als "kompliziert" abgestempelt und so ehe man sich versieht, wird man gekündigt. Laut der Geschäftsführung habe man für so etwas "keine Zeit". Man ist hier absolut austauschbar. Ich hatte in der Zeit Angst vor der Geschäftsführung.

Gleichberechtigung

Alle angestellten Personen werden unabhängig vom Geschlecht gleich (schlecht) behandelt.

Interessante Aufgaben

Es kommt öfter vor, dass man Aufgaben zugeteilt bekommt, für die man nicht zuständig ist. Von der Geschäftsführung wird öfter vorgegeben, wie lange man für eine Tätigkeit brauchen darf.

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Arbeitgeber-Kommentar

Petra GrabherGeschäftsführung

Danke für das Feedback.

Wir legen großen Wert auf Eigeninitiative und Arbeitsqualität als Teil eines fairen und professionellen Arbeitsverhältnisses und wir bedauern die Enttäuschung seitens dieser ehem. Mitarbeiterin
Wir arbeiten laufend daran, unsere Strukturen weiterzuentwickeln und legen großen Wert auf gegenseitigen Respekt und ein faires Geben und Nehmen – allerdings von beiden Seiten.