wer am lautesten schreit, fällt am schnellsten die Karriereleiter nach oben. Kompetenz egal.
Gut am Arbeitgeber finde ich
durch die weltweite Firmenstruktur hat man - theoretisch und mit einem guten und engagierten Chef - auch die Möglichkeit, Standort zu wechseln und firmenintern auch z.B. nach USA zu gehen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
extrem überadministrierte Strukturen, alles muss 10 mal abgesegnet werden, die verwendeten Computerprogramme sind mühsam, fehleranfällig und schwerfällig, schwierig zu bedienen und verzögern Vorgänge mehr als dass sie sie vereinfachen. Fehlende Gesamtstrategie, jedes Projekt ist wichtig, keine Priorisierung für die einzelnen Mitarbeiter, die Strategie ändert sich monatlich, wer am lautesten schreit, dessen Projekt gewinnt. Viele Mitarbeiter-Goodies wurden schon gestrichen. Junge, motivierte Mitarbeiter brennen sich 2-3 Jahre lang voll aus und wollen sich weiterentwickeln, und gerade dann, wenn sie für die Firma zu einem wertvollen Gut geworden sind, gehen sie, da andere Firmen einfach attraktivere Angebote liefern. Baxter versucht nicht, Mitarbeiter zu halten, man ist nur eine Nummer in einem Akt, die echte Wertschöpfung durch den einzelnen Mitarbeiter wird nicht erkannt, jeder ist austauschbar. Die Personalabteilung ist unnahbar, nicht greifbar und hilft nur dem System, niemals dem individuellen Mitarbeiter.
Image
Überraschend gutes Image nach außen hin - was man absolut nicht nachvollziehen kann, wenn man 6 Jahre in dem Betrieb beschäftigt war.
Karriere/Weiterbildung
seit 2011 wurden sämtliche Weiterbildungsmaßnahmen für den "einfachen Mitarbeiter" gestrichen. Was man sich nicht auf Privatkosten und in der Freizeit aneignet, passiert einfach nicht.
Gehalt/Benefits
Baxter prahlt nach außen hin immer mit überdurchschnittlicher Bezahlung, tollen Benefits (Kindergarten, Fitness-Center, etc). Im täglichen Leben kann man dies überhaupt nicht nutzen, da 1) alles nur in der Industriestraße Wien zentriert ist - in der Betriebsstätte Orth/Donau gibt es gar nichts. 2) bleibt nie Zeit, die Angebote wirklich zu nutzen, da man täglich Überstunden macht. Und anstatt die Abteilungen entsprechend aufzubauen, werden laufend Leute entlassen. Die, die nicht rausgeschmissen werden, gehen aufgrund des steigenden Drucks irgendwann freiwillig. 3) Gehalt: war immer recht zufrieden, bis ich Job gewechselt habe und gesehen habe, was anderswo möglich ist. Immer beim Einstieg ein hohes Gehalt anstreben - im laufenden Betrieb finden Gehaltserhöhungen eigentlich nicht statt (zumindest nicht in einem Ausmaß, dass man netto auch noch etwas davon spürt).
Kollegenzusammenhalt
sehr Abteilungsabhängig: von netter Atmosphäre, regem fachlichem Austausch und sich-gegenseitig-unter-die Arme greifen bis zu aggressivem, tiefem Mobbing und Beleidigungen ist alles dabei
Vorgesetztenverhalten
Vorgesetzte abteilungsabhänig von miserabel (keinerlei Unterstützung, kein Zuhören bei Problemen, keine Priorisierung der Aufgaben, kein Gefühl für die Befindlichkeiten der Mitarbeiter, reine Leistungsorientierung ohne Rücksicht auf Leistungsfähigkeit und Motivation der Mitarbeiter) bis zu "mäßig" (es gibt einige engagierte Vorgesetzte, die ihre Mitarbeiter gerne mehr betreuen würden, dies aber zeitlich nicht schaffen, und auch vom "System" erhalten sie nicht die nötige Unterstützung, Motivationen und Ansporn an die Mitarbeiter überhaupt weiterzugeben).