Liegt das Problem wirklich immer bei den Mitarbeitenden?
Verbesserungsvorschläge
Als Verbesserungsvorschlag sollte die Unternehmensleitung die Teamleitungen regelmäßiger begleiten und kontrollieren, um unprofessionelles Verhalten, Tratsch sowie eine unfaire Aufgabenverteilung frühzeitig zu erkennen und zu unterbinden.
Gleichzeitig sollten neue und jüngere Mitarbeitende besser vor verbitterten Persönlichkeiten geschützt, respektvoll behandelt und aktiv in bestehende Teams integriert werden.
Arbeitsatmosphäre
Während meiner Zeit im Unternehmen habe ich eine Arbeitskultur erlebt, die von mangelnder Kommunikation und fehlendem Zusammenhalt geprägt war.
Der Eindruck, dass die Teamleitungspositionen hauptsächlich aufgrund der Dauer der Betriebszugehörigkeit vergeben wurden und nicht aufgrund u.a. sozialer Eignung, war enttäuschend.
Karriere/Weiterbildung
Einige Kurse werden finanziell übernommen.
Kollegenzusammenhalt
Die Teamleitung in einer bestimmten Abteilung übernahm keine Verantwortung und war nicht in der Lage, interne Konflikte angemessen zu lösen. Statt Orientierung und Unterstützung zu bieten, wurden Probleme häufig ignoriert oder verschlimmert. Nicht jeder, der fachlich kompetent ist, eignet sich automatisch als Teamleitung oder sogar Abteilungsleitung. (:
Der Fairness halber möchte ich erwähnen, dass nicht alle Teamleitungen unprofessionell waren.
Insbesondere eine Abteilung hat gezeigt, dass menschennahe Führung und professionelle Zusammenarbeit durchaus möglich sind.
Einige Kolleginnen verhielten sich anderen gegenüber überlegen, delegierten ihre EIGENEN Aufgaben an neue oder jüngere Mitarbeitende und stellten gleichzeitig hohe Erwartungen.
Für Lernprozesse oder Einarbeitungszeiten gab es kaum Verständnis! Fehler wurden schnell kritisiert, anstatt konstruktiv begleitet.
Umgang mit älteren Kollegen
Darüber hinaus bildeten sich über Jahre feste Grüppchen, die sich gegenseitig unterstützten, neue Mitarbeitende jedoch häufig ausschlossen. Neue oder jüngere Kolleginnen wurden nur unzureichend integriert und hatten es schwer, sich im Team zu etablieren.
Statt Zusammenhalt zu fördern, entstand der Eindruck, dass manche diese Situation bewusst ausnutzten und neue Mitarbeitende benachteiligten.
Vorgesetztenverhalten
Nennenswerte Benefits oder Anerkennungen gab es praktisch nicht.
Ein weiterer Kritikpunkt war der geringe Kontakt zwischen Mitarbeitenden und der Unternehmensleitung.
Arbeitsbedingungen
Klimaanlagen, große schöne Küche, Obst 1x pro Woche, 2x Kaffeemaschinen (gibt‘s ja auch schon überall :) ), sauber, qualitative Stühle und Tische!
Kommunikation
Anstatt Probleme direkt miteinander anzusprechen, wurde häufig hinter dem Rücken von Kolleginnen und Kollegen gelästert.
Eine offene und respektvolle Konfliktkultur war aus meiner Sicht nicht vorhanden.
Gleichberechtigung
Positiv in Erinnerung geblieben sind mir
lediglich wenige einzelne Kolleginnen, die freundlich, hilfsbereit und respektvoll waren.
Demnach bleibt mir die Reinigungskraft am positivsten in Erinnerung. Sie war authentisch, herzlich und begegnete jedem Menschen auf Augenhöhe ohne zu bewerten, zu beobachten oder sich zu verstellen. Während ich dies bei vielen anderen Mitarbeitenden vermisst habe, hat sie mit ihrer Menschlichkeit gezeigt, was ein respektvoller Umgang im Arbeitsalltag
wirklich bedeutet.
Manche Menschen mit vermeintlich höherem Status könnten sich an ihrer Art des Umgangs durchaus ein Beispiel nehmen.