Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorheben möchte ich zwei Kollegen, die sich tatsächlich Zeit genommen haben, mir etwas zu erklären und mir fachlich weiterzuhelfen. Bei rund 70 Mitarbeitern waren sie für mich leider die Ausnahme. Die wenigen IT-Tätigkeiten, die ich machen durfte, fand ich interessant und hätte mir davon während meiner Ausbildung deutlich mehr gewünscht.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Besonders negativ empfand ich den Umgang mit Problemen innerhalb des Betriebs. Ich habe den Vorgesetzten mehrfach mitgeteilt, was mir passiert ist, unter anderem Beleidigungen und körperliche Übergriffe, bei denen ich auch getreten wurde. Meine Beschwerden wurden aus meiner Sicht jedoch nicht ernst genommen, sondern teilweise ins Lächerliche gezogen. Ich hätte mir erwartet, dass solche Meldungen ernst genommen, geprüft und entsprechende Maßnahmen gesetzt werden.
Zusätzlich wurde ich als IT-Lehrling über längere Zeit für fachfremde Tätigkeiten und Hilfsarbeiten eingesetzt, wodurch meine eigentliche Ausbildung teilweise zu kurz kam.
Verbesserungsvorschläge
Der wichtigste Punkt ist für mich ein respektvoller und gewaltfreier Umgang mit Mitarbeitern und Lehrlingen. Beleidigungen und körperliche Übergriffe dürfen an einem Arbeitsplatz keinen Platz haben. Lehrlinge sollten außerdem entsprechend ihrem Berufsbild eingesetzt und nach einem strukturierten Ausbildungsplan ausgebildet werden. Dazu gehören feste Ansprechpartner, regelmäßige fachliche Weiterbildung, klare Lernziele und ausreichend Zeit für die tatsächliche Ausbildung. Auch Arbeitszeiten und Überstunden sollten transparent und nachvollziehbar dokumentiert werden.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre empfand ich teilweise als sehr belastend. Neben einem unangemessenen Umgangston und Beleidigungen habe ich auch körperliche Übergriffe erlebt. Dadurch habe ich mich am Arbeitsplatz teilweise nicht respektiert und nicht wohlgefühlt.
Karrierechancen
Ich hatte nicht das Gefühl, gezielt gefördert oder auf meine berufliche Zukunft vorbereitet zu werden. Es fehlten mir klare Entwicklungsmöglichkeiten, Weiterbildungen und eine strukturierte Förderung meiner IT-Kenntnisse.
Arbeitszeiten
Die Arbeitszeiten waren teilweise sehr belastend. Es gab lange Arbeitstage und für mich war der Umgang mit Überstunden bzw. deren Erfassung nicht ausreichend transparent. Hier hätte ich mir eine bessere Organisation und nachvollziehbare Dokumentation gewünscht.
Ausbildungsvergütung
Die Lehrlingsentschädigung wurde bezahlt. Im Verhältnis zu den teilweise übernommenen Aufgaben, langen Arbeitstagen und der Verantwortung empfand ich die Vergütung jedoch als niedrig.
Die Ausbilder
Eine gute Ausbildung bedeutet für mich nicht nur fachliche Vermittlung, sondern auch einen respektvollen Umgang. Während meiner Lehrzeit wurde ich beleidigt und auch getreten. Zusätzlich fehlte mir über längere Zeit eine strukturierte fachliche Ausbildung in meinem eigentlichen Lehrberuf.
Spaßfaktor
Die tatsächlichen IT-Aufgaben haben mir teilweise sehr viel Spaß gemacht, besonders wenn ich selbstständig an technischen Problemen oder Kundenprojekten arbeiten konnte. Durch das Arbeitsklima und viele fachfremde Tätigkeiten ging meine Motivation jedoch mit der Zeit stark zurück.
Aufgaben/Tätigkeiten
Ich wurde als IT-Lehrling teilweise über längere Zeit für Arbeiten eingesetzt, die aus meiner Sicht kaum etwas mit meiner eigentlichen IT-Ausbildung zu tun hatten. Dazu gehörten unter anderem Baustellen- und Hilfsarbeiten. Dadurch hatte ich das Gefühl, wertvolle Ausbildungszeit zu verlieren.
Variation
Die Tätigkeiten waren zwar teilweise unterschiedlich, aber nicht unbedingt im positiven Sinn. Statt abwechslungsreicher IT-Aufgaben musste ich auch viele fachfremde Arbeiten erledigen. Mehr Abwechslung innerhalb des eigentlichen IT-Berufsbildes wäre sinnvoll gewesen.
Respekt
Respektvoller Umgang war aus meiner Sicht teilweise überhaupt nicht gegeben. Ich wurde während meiner Lehrzeit beleidigt und es kam auch dazu, dass ich getreten wurde. Für mich ist ein solches Verhalten gegenüber einem Lehrling absolut nicht akzeptabel.