Gut, aber viel Luft nach oben
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gesundheitsstudiengänge unter einem Dach finde ich optimal
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Geschäftsführerin bringt zwar Erfahrung aus einem politisch geprägten Umfeld mit, jedoch ist dieser Führungsstil nicht immer zielführend für eine Fachhochschule, die auf wissenschaftlicher Qualität, operativer Effizienz und fachlicher Eigenverantwortung basiert. Der starke Hang zur politischen Einflussnahme äußert sich unter anderem in einer übermäßigen Einmischung in operative Abläufe, wodurch Entscheidungs- und Handlungsspielräume auf unteren Ebenen eingeschränkt werden. Dieses Mikromanagement wirkt nicht nur demotivierend, sondern lässt auch vermuten, dass die Rolle als strategische Leitung zu wenig wahrgenommen wird. Eine stärkere Fokussierung auf die übergeordneten Aufgaben der Geschäftsführung sowie mehr Vertrauen in die operativen Fachbereiche wären aus Sicht vieler Mitarbeiter*innen wünschenswert.
Verbesserungsvorschläge
Ein zentrales Verbesserungspotenzial liegt in der Besetzung der höchsten Leitungsebene, der Kollegiumsleitung. Die aktuelle Leitung verfügt weder über einschlägige wissenschaftliche Qualifikationen wie ein Doktorat noch über eigene Forschungs- oder Lehrerfahrung, was im FH-Sektor in Österreich ungewöhnlich ist. Während an anderen Fachhochschulen Rektorinnen in der Regel durch fundierte akademische Laufbahnen (inkl. umfangreicher Publikationstätigkeit) legitimiert sind, fehlt diese Basis hier. Dies führt nicht nur intern zu Irritationen, sondern wird auch extern – etwa im Vergleich mit anderen FHs – kritisch gesehen. Die mangelnde fachliche Verankerung zeigt sich zudem in einer zögerlichen, oft unentschlossenen Führung, was strategische Entscheidungen und klare Kommunikation betrifft. Langfristig leidet darunter sowohl das interne Vertrauen als auch das institutionelle Ansehen. Freundlichkeit und grinsen alleine reicht hier eben nicht. Auch wenn es eine Frauen dominierte FH ist, was ich natürlich begrüße, hätte ich mir hier ausnahmsweise einen entscheidungsfreudigeren Mann gewünscht. Sagen wir es so, wir Frauen sind manchmal zu zögerlich und bringen nichts weiter. Männer ticken hier scheinbar anders. Ich sage es mal direkt, jemand der vor dieser Tätigkeit eigentlich einen administrativen Job (Stundenplanung) gemacht hat, ist doch nicht für per se für so eine Position geeignet. Es ist immerhin die Vorgesetzte des gesamten akademischen Betriebes. Das fehlt schlechthin ein großer Kompetenzbereich.
