Winter solide, Sommer stressig – Vorsicht bei Beförderungen
Verbesserungsvorschläge
Die Arbeit während der Wintersaison war grundsätzlich in Ordnung: Es war sehr viel los, man hatte nur einen freien Tag pro Woche, die Arbeitszeiten waren lang, jedoch wurden die Trinkgelder als positiv empfunden. Die Sommerversion hingegen war deutlich problematischer: Die Anzahl der Mitarbeitenden wurde drastisch reduziert, während der Arbeitsbelastung nicht entsprechend gesenkt wurde. Aufgaben, die normalerweise nicht zum eigenen Verantwortungsbereich gehören, wurden zusätzlich übertragen, sodass die Arbeitslast trotz weniger Personal gleich hoch blieb. Besonders negativ war das Mitarbeitermenü, wahrscheinlich das schlechteste, das ich während meiner gesamten Arbeitserfahrung in Österreich erlebt habe. Teilweise bestand die einzige Mahlzeit für das Personal nur aus Spiegeleiern und Pommes. Dies ist jedoch nachvollziehbar, da die Köch:innen stark überlastet waren, zahlreiche Aufgaben übernahmen, die nicht zu ihrem üblichen Tätigkeitsbereich gehörten, und oftmals auf ihre Pausen verzichteten, um die Arbeit rechtzeitig zu erledigen. Das Management und die Personalabteilung griffen hier kaum ein und konzentrierten sich mehr auf ihre eigenen Angelegenheiten. Positiv hervorzuheben ist, dass während der Wintersaison die Organisation funktionierte, die Kommunikation mit dem Team weitgehend klar war und die Trinkgelder als Zusatzleistung geschätzt wurden. Vorsicht ist geboten bei sogenannten „Beförderungen“, die auf dem Papier existieren, aber keine realen Veränderungen in Aufgabenbereich oder Gehalt mit sich bringen. Insgesamt würde ich empfehlen, die Entscheidung für eine Rückkehr zur Sommerversion gut zu überdenken, da die Arbeitsbedingungen deutlich schlechter sind als in der Wintersaison.