Schade um die Lebenszeit
Gut am Arbeitgeber finde ich
38,5 Stundenwoche, Kantine
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
keine Klimatisierung im Gebäude, Bezahlung zum KV
Verbesserungsvorschläge
Aktuelle Technologie einsetzen
Arbeitsatmosphäre
Ist in Ordnung. Man muss sich aber bewusst sein, dass es oft auch primitiv zugeht, im Sinne von Äußerungen mit sexistischem Einschlag, Dickenwitze, wer wo gefurzt hat, wer gerade auf der Toilette war und wie es danach gerochen hat, usw.
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Jeder muss sich selber fragen, ob er für die neue türkise ÖVP tätig sein möchte.
Ich möchte auch darauf hinweisen, dass die Media Data IKT GmbH nach erscheinen dieser Bewertung durch Einschalten eines Anwalts versucht hat die Veröffentlichung dieser zu bekämpfen. Es wurde dreist angezweifelt, dass es sich bei dem Verfasser um keinen Mitarbeiter handeln würde. Alleine aus den detaillierten Informationen sollte klar hervorgehen, dass dem so ist. Überlegt euch also besser genau, ob ihr für so ein Unternehmen tätig sein möchtet.
Work-Life-Balance
Es gibt die 38,5 Stundenwoche, mehr oder weniger nur nach Vereinbarung.
Karriere/Weiterbildung
Gibt es nicht. Das Unternehmen ist klein, die Positionen sind gesetzt und warum sollte man sich im Technologiebereich am aktuellsten Stand halten wenn eh Steinzeittechnologie eingesetzt wird werden sich die Vorgesetzten wohl denken .
Umgang mit älteren Kollegen
Die Firma ist insgesamt recht klein (20 Mitarbeiter). Dementsprechend gibt es auch nur wenige ältere Mitarbeiter. Diese werden aber kaum mit Respekt behandelt und um ihr relativ betrachtet höheres Gehalt beneidet (das im Vergleich zu anderen Firmen aber auch nur Durchschnitt ist, aber dazu später mehr).
Vorgesetztenverhalten
Furchtbar. Der Geschäftsführer ist selbst nicht Eigentümer, hat dementsprechend kaum Handlungsspielraum. Zuletzt wurden zur Entlastung zwei zu Abteilungsleitern ernannt, von denen einer aufgrund neuem Baby die halbe Zeit nicht da ist und der andere mehr nach persönlicher Sympathie als sachlichen Gesichtspunkten zu entscheiden scheint. Beide haben keinerlei Ausbildung als Führungskraft. Dementsprechend kann ich genau genommen gar keinen Führungsstil feststellen. Es wird einfach mit den Armen gerudert und sich für wichtig genommen.
Was mir insgesamt die letzten Jahre auch negativ aufgefallen ist: ordentlich arbeitende Mitarbeiter (aus meiner Sicht) werden zum Teil von einen Tag auf den anderen scheinbar sehr undiplomatisch gekündigt, da sie plötzlich einfach weg waren ohne sich zu verabschieden, eine Ausstandsfeier zu geben, usw.
Das Argument, wenn man im öffentlichen Bereich arbeitet hat man einen sicheren Job, zählt für diese Firma also ganz sicher nicht.
Arbeitsbedingungen
Da direkt an den Ausläufern der Altstadt und nähe zum Hauptplatz kann es schon mal lauter sein (ist aber nicht die Regel). Wirklich arg ist aber die Hitze: Aufgrund Denkmalschutz des Gebäudes darf keine Klimaanlage eingebaut werden. Dementsprechend hat es im Sommer schnell mal 30 bis 35 Grad im Büro!!! Da helfen dann auch keine Ventilatoren mehr.
Gehalt/Benefits
Es wird zum IT-KV ST1 + bei Verhandlungsgeschick minimal mehr gezahlt. Als Einsteiger mag das noch in Ordnung sein. Aber mit der Berufspraxis und Anzahl der Jahre gehen die Gehälter immer weiter auseinander. Nur zum Vergleich: In meinem Bekanntenkreis bin ich der Schlechtbezahlteste. Dass Freunde von mir 1000,- Brutto und mehr verdienen ist keine Seltenheit. Die Media Data selbst kann nur bedingt etwas dafür. Man arbeitet für öffentliche Auftraggeber, die selbst kein Geld zu haben scheinen (oder zumindest so tun als ob). Dementsprechend hat der Geschäftsführer auch kein Geld extra, das er bei Gehaltsverhandlungen verteilen könnte. Mit großen Gehaltssprüngen ist abgesehen vom KV also nicht zu rechnen. Das ist für mich auch der Hauptgrund weshalb ich mich bald verabschieden werde.
Interessante Aufgaben
Einfach nur elend. Es gibt drei Bereiche: Techniker, Administratoren und Softwareentwicklung. Die Techniker klagen über langweilige, dumme Tätigkeiten, die Administratoren scheinen halbwegs zufrieden zu sein.
Nun zum Softwareentwicklungsbereich: Es handelt sich um eine Standardsoftware im Webumfeld.
Es wird mit Java Servlets entwickelt = Logik wird mit UI vermischt, MVC kann man getrost vergessen. Als Hilfsmaßnahme kommt noch ein eigens entwickeltes Webframework zum Einsatz (anstatt etwa JSF, Angular, usw.). Einzig löblich ist, dass mittlerweile Bootstrap eingesetzt wird. Nun zur Datenbankanbindung: Auch hier wieder ein eigens entwickeltes ORM-Framework, das von der Notation her etwas an Hibernate erinnert (warum sollte man auch Hibernate selbst einsetzen?!).
Da es keine Consulter gibt, wird man als Entwickler auch regelmäßig durch Kundenanrufe oder schriftliche Anfragen aus der Arbeit gerissen (gefühlte 50:50 Prozentaufteilung).
Features haben auch oft Wiederholungscharakter (Statistiken, Daten umherschaufeln, Kunden bei Konfigurationen helfen).
Wer also gerne mit verstaubten Technologien langweilige Aufgaben abarbeitet und sich gerne unterbrechen lässt ist hier richtig.
