1 Bewertung von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
Ihr Unternehmen?
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Was ich am Arbeitgeber besonders kritisch gesehen habe, war die massive Diskrepanz zwischen Außendarstellung und tatsächlicher Realität im Arbeitsalltag.
Rückblickend bereue ich meine Entscheidung, für dieses Unternehmen
gearbeitet zu haben, zutiefst. Mir wurden bei Eintritt viele Dinge versprochen, die aus meiner Sicht letztlich nicht eingehalten wurden. Statt eines professionellen und nachhaltigen Arbeitsumfelds entstand bei mir zunehmend
der Eindruck von Intransparenz, fragwürdigen Strukturen und fehlender Verlässlichkeit.
Ich kann zukünftigen Arbeitnehmern daher nur empfehlen, sich vorab sehr genau über das Unternehmen, die internen Abläufe und die tatsächlichen Rahmenbedingungen zu informieren. Heute bin ich jedenfalls froh, dieses Kapitel hinter mir gelassen zu haben.
Das Unternehmen hätte aus meiner Sicht in vielen Bereichen massiven Verbesserungsbedarf – insbesondere bei Führungsverhalten, Kommunikation, Professionalität und dem Umgang mit Mitarbeitern.
Gerade wenn Mitarbeiter Verantwortung übernehmen und sogar den Gewerbeschein zur Verfügung stellen, sollte zumindest ein gewisses Maß an Respekt, Professionalität und Fairness selbstverständlich sein.
Zusätzlich wären klare Strukturen, professionelle Kommunikation, transparente Provisionsmodelle sowie ein respektvoller Umgang innerhalb des Teams aus meiner Sicht dringend notwendig.
Die Arbeitsatmosphäre empfand ich insgesamt als äußerst schlecht und belastend. Bereits ab dem späten Vormittag war Alkohol im Büro aus meiner Sicht ein dauerhaft präsentes Thema, was sich deutlich auf Stimmung, Professionalität und Zusammenarbeit ausgewirkt hat.
Ein derart unprofessionelles Arbeitsumfeld habe ich persönlich bislang noch in keinem anderen Unternehmen erlebt.
Das Image des Unternehmens ist aus meiner Erfahrung massiv beschädigt – und aus meiner Sicht nicht ohne Grund. Sowohl intern als auch extern habe ich wiederholt Verhaltensweisen erlebt, die ich persönlich als höchst fragwürdig empfunden habe.
Professionalität, Transparenz und ein fairer Umgang waren für mich kaum erkennbar. Stattdessen entstand häufig der Eindruck, dass kurzfristige Eigeninteressen über nachhaltige und saubere Geschäftsbeziehungen gestellt werden.
Statt Mitarbeiter aufzubauen und langfristig zu entwickeln, hatte ich eher den Eindruck, dass Druck und Kritik im Vordergrund standen. Wertschätzung oder konstruktive Förderung waren für mich kaum spürbar.
Das Verhalten der Vorgesetzten empfand ich oft als emotional, laut und wenig professionell. Kritik wurde aus meiner Sicht selten sachlich aufgenommen.
Darüber hinaus wurde während der Arbeitszeit regelmäßig Alkohol konsumiert. Das hat sich meiner Erfahrung nach deutlich negativ auf Professionalität, Kommunikation und das gesamte Arbeitsklima ausgewirkt.
Die Arbeitsbedingungen waren insgesamt durchwachsen. Positiv hervorzuheben ist definitiv das Büro selbst – die Räumlichkeiten sind modern, optisch ansprechend und hochwertig ausgestattet.
Allerdings gab es aus meiner Sicht auch gravierende Mängel. Teilweise funktionierte die Elektrik nicht ordnungsgemäß und es ragten offen Stromleitungen heraus, was ich persönlich als fahrlässig empfunden habe. Abgesehen davon ist das Büro jedoch modern gestaltet und grundsätzlich gut ausgestattet.
Eine strukturierte interne Kommunikation gab es aus meiner Sicht kaum. Regelmäßige Meetings oder klare Abstimmungen fanden kaum statt.
Stattdessen wurde erwartet, permanent erreichbar zu sein – auch abends oder am Wochenende. Anrufe des Vorgesetzten am Sonntagabend waren keine Seltenheit. Wer hier Grenzen setzen wollte, wurde schnell so dargestellt, als wäre man „kein richtiger Makler“. Dauerhafter Stress und ständige Erreichbarkeit wurden eher glorifiziert als hinterfragt.
Das Gehalts- und Provisionsmodell war aus meiner Sicht äußerst fragwürdig. Trotz aufrechtem Angestelltenverhältnis mussten Provisionen zusätzlich an die Firma fakturiert werden. Dieses Konstrukt war für mich finanziell klar nachteilig und wirkte weder transparent noch sauber gelöst. Eine entsprechende arbeits- und sozialversicherungsrechtliche Prüfung wäre aus meiner Sicht durchaus angebracht.
Die Provisionssätze lagen deutlich unter dem Branchendurchschnitt. Insgesamt stand der Verdienst in keinem angemessenen Verhältnis zu Arbeitsaufwand, Erreichbarkeit, Verantwortung und erwartetem Einsatz. Wer in dieser Branche leistungsorientiert arbeiten und entsprechend verdienen möchte, wird hier vermutlich enttäuscht sein.
Zusätzlich wurden aus meiner Erfahrung teilweise ausständige Provisionen nicht bzw. nur verzögert ausbezahlt, was die Situation nochmals verschärft hat.
Von Gleichberechtigung habe ich im Unternehmen wenig bis gar nichts wahrgenommen. Über Frauen wurde intern regelmäßig respektlos und abwertend gesprochen. Teilweise fielen dabei aus meiner Sicht völlig unangebrachte und beleidigende Aussagen.
Zudem hatte ich den Eindruck, dass bei weiblichen Maklern das äußere Erscheinungsbild teilweise stärker bewertet wurde als fachliche Kompetenz oder Qualifikation. Auch in Bewerbungsgesprächen wurden Frauen meiner Wahrnehmung nach nicht immer auf Augenhöhe behandelt oder ernst genommen. Für ein modernes Unternehmen war das aus meiner Sicht absolut unzeitgemäß und problematisch.
Rückblickend wundert es mich daher auch nicht, dass nach meinem Wissen viele Maklerinnen letztlich abgesagt oder sich gegen eine Zusammenarbeit entschieden haben.