Bin froh, von dort weg zu sein
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Sehr sehr vieles. Siehe oben.
Verbesserungsvorschläge
Sehr sehr vieles. Siehe oben.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre im Hotel war sehr schlecht. Wir waren sehr wenig Mitarbeiter (unterbesetzt und aus Wien mussten Mitarbeiter geschickt werden, die in Graz übernachteten und uns unterstützten). Danke an dieser Stelle an die Wiener Kollegen und Kolleginnen, die das freiwillig gemacht haben. Es gab über einen langen Zeitraum nur einen Koch (keine weiteren Küchen-Angestellten), eine Service-Mitarbeiterin, die viel in der Küche und an der Bar mithalf und 5 Rezeptionisten. 2 im Nachtdienst, 3 im Tagdienst. Einmal hatten der Koch und die Service-Mitarbeiterin, die bereits ihre Kündigung plante, ihre freien Tage, an der Rezeption hab es Krankenstände und ich musste mich alleine 2 Tage lang, da war ich noch nicht mal einen Monat lang im Unternehmen, um Rezeption (viele Seminar Gäste zu dem Zeitpunkt), Bar und Küche kümmern. Der Koch war so freundlich und kam an seinem freien Tag in der Früh kurz vorbei, um mir noch ein paar Kleinigkeiten zu zeigen und zu erklären.
Man wird in dieser Firma vom Führungspersonal komplett im Stich gelassen, weil es auch gar nicht anders geht. Alle sind überfordert und schlecht drauf aufgrund dieser Umstände.
Image
Nur Schlechtes über die Firma während meiner Zeit und im Nachhinein gehört.
Work-Life-Balance
Man sollte 24/7 erreichbar sein, was einen ruhigen Schlaf und die Freizeit etwas beeinflusst und stresst.
Karriere/Weiterbildung
Verbesserungspotenzial!!!
Gehalt/Benefits
Sehr schlechte Entlohnung. Überstunden wurden nicht ausgezahlt, Zeitausgleich wurde nicht geduldet.
Kollegenzusammenhalt
Die Kollegen waren sehr nett, jedoch verständlicherweise oft schlecht drauf, was leider auch irgendwann Hotelgäste mitbekommen.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kollegen konnten teils den Umgang mit elektronischen Geräten nicht, eine Schulung wäre von Vorteil gewesen.
Vorgesetztenverhalten
Beim Einstellungsgespräch positiven, freundlichen Eindruck gemacht. Dienstvertrag sehr altmodisch formuliert (strenge Vorgaben für Frauen betreffend Aussehen, z. B. Frisur, Nagellackfarbe, Anzahl und Art von Schmuck, wie sich Frau zu schminken hat, Farbe der Unterwäsche usw., Männer mussten laut Unterlagen eine exakte Haar- sowie Bartlänge einhalten, Glatze und Pferdeschwanz bei Männern war verboten, etc.)
Arbeitsbedingungen
Es gibt in Graz keinen Handwerker, viele Beschwerden von Gästen über kaputte Duschen, Betten und Lampen in den Zimmern. Mussten sie immer vertrösten mit "Der Handwerker kümmert sich später darum", obwohl es nicht einmal einen gab. Reinigungspersonal gekommen und gefangen wie es wollte, Zimmer waren häufig nicht gereinigt und chaotisch. Erklärung des Führungspersonal "Das geht euch nix an, was die tun"... Naja, wenn man zufriedene Gäste Woche, doch schon, oder?
Kommunikation
Kommunikation mit Führungspersonal mehr schlecht als recht. Alles lief über WhatsApp und man sollte 24/7 erreichbar sein. Es gab zu Zeiten von 3G auch eine zusätzliche WhatsApp Gruppe für ungeimpfte Mitarbeiter, die in diese Gruppe ihre negativen Testergebnisse rechtzeitig vor Dienst Beginn hochladen mussten (Thema Datenschutz wurde auch nach Beschwerden komplett ignoriert), der Einfachheit halber. 2 Kollegen, die ihre Testergebnisse nicht rechtzeitig bekamen oder vergaßen, diese in die Gruppe zu stellen, bekamen eine schriftliche Verwarnung. Als hätte die Firma keine anderen Sorgen. Ich hatte monatelang keinen Spind, da niemand im Hotel wusste, wo die dazugehörigen Spindschlüssel sind. Bis doch mal ein einziger Schlüssel auftauchte und ich endlich meine privaten Gegenstände sicher verstauen konnte.
Gleichberechtigung
Ich als Frau hätte auch gerne mal einen Anzug getragen. Ich musste aber ein dunkelblaues, knapp geschnittenes Kleid mit 3/4 langen Ärmeln tragen. Beim Anprobieren der Dienstkleidung durfte es auch keine Größe größer sein. Bekommen habe ich 2 Kleider, im Sommer, wenn man schwitzt, unzumutbar. Weitere Punkte siehe weiter oben.
Interessante Aufgaben
Das Hotel an sich sehr schön, modern, tolle Tätigkeiten. Aufgrund der zu dem Zeitpunkt (ich weiß nicht, wie es jetzt ist) Unterbesetzung waren es aber viel mehr Aufgabenbereiche, die nicht mehr bezahlt wurden. Es hieß immer, es sein ein einmaliger Zustand.