1 Bewertung von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
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Schon früh hatte ich das Gefühl, im Vergleich zu anderen Mitarbeitenden anders behandelt zu werden.
Eine Kollegin bzw. ein Kollegin ohne Führungsposition kommentierte häufig meine Arbeit und überwachte sehr genau, wie ich meine Aufgaben ausführte. Nach meinem Empfinden richtete sich diese intensive Kontrolle hauptsächlich gegen mich. Zudem wurde mir von anderen Mitarbeitenden mitgeteilt, dass Rückmeldungen über meine Arbeit an die Geschäftsleitung weitergegeben wurden. Als ich nach konkreten Verbesserungsvorschlägen fragte, wurde mir lediglich gesagt, ich solle „schneller und effektiver“ arbeiten. Diese Rückmeldung empfand ich als sehr vage und schwer umsetzbar, da mir keine konkreten Probleme genannt wurden.
Das Arbeitsumfeld war extrem kalt, etwa –18 °C. Mehrere Kolleg*innen sagten mir, dass ich mich bei Bedarf kurz draußen aufwärmen dürfe. Als ich dies jedoch tat, wurde ich dafür von dieser Kollegin kritisiert. Wenn ich hingegen drinnen blieb und versuchte, die Kälte auszuhalten, wurde ich ebenfalls kritisiert. Dadurch wusste ich nicht mehr, welches Verhalten erwartet wurde, und hatte das Gefühl, unabhängig von meinem Handeln mit Kritik rechnen zu müssen. Mit der Zeit zwang ich mich aus Angst vor weiterer negativer Aufmerksamkeit dazu, länger in der Kälte zu bleiben, als es für mich angenehm war. Diese Kollegin verlangte ständig Einzelgespräche mit mir und nutzte diese, um mich in einem herablassenden Ton zu kritisieren. Wann immer ich mich erklärte, reagierte sie unangemessen aggressiv.
Meiner Meinung nach bemerkte ich auch Unterschiede in der Art und Weise, wie ich von der Geschäftsleitung im Vergleich zu anderen Mitarbeitern behandelt wurde. Ich beobachtete regelmäßig einen freundlichen und entspannten Umgang mit anderen, während mir gegenüber die Kommunikation angespannt, abweisend oder sogar feindselig wirkte – selbst wenn ich einfache, routinemäßige Fragen stellte. So habe ich mich gegenüber dem Management gefühlt. Fast jedes Mal, wenn ich zur Führungskraft ging, um Materialien für meine Palette zu bestellen, wurde demonstrativ geseufzt und/oder die Augen verdreht. Es wurde nicht einmal versucht, das zu verbergen. Wieder habe ich beobachtet, dass diese Mikroaggressionen nur mir gegenüber gezeigt wurden. Da es zu meinen Aufgaben gehörte, Material direkt beim Manager/in anzufordern, waren diese Kontakte unvermeidlich, fanden täglich statt und trugen erheblich zu meinem Arbeitsstress bei.
Darüber hinaus gab es soziale Situationen, in denen ich mich ausgeschlossen fühlte. So wurde beispielsweise ein gemeinsames Mitarbeiteressen angekündigt, und ich gab zunächst an, teilnehmen zu wollen. Allerdings erhielt ich anschließend keine weiteren Informationen. Als die Woche des gemeinsamen Abendessens kam, sagten weder das Management noch die anderen Mitarbeitenden etwas dazu. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich ohnehin kaum noch Lust hinzugehen – vor allem wegen dieser „Kollegin“ –, war aber dennoch neugierig, ob und wie man das Thema ansprechen würde oder was passieren würde. Am darauffolgenden Montag (nach dem bestimmten Wochenende) ist einer Kollege zufällig zur mir gekommen und er hat impliziert, dass er nicht gegangen ist. Ich vermute sehr stark, dass es eine Lüge war. Und ich glaube, dass jemand ihm zur mir geschickt hat, um das zu sagen. Warum hat die Geschäftsleitung mir nichts davon gesagt? Schließlich waren sie es, die es mir ursprünglich erzählt haben. Dies verstärkte mein Gefühl, nicht wirklich Teil der Gruppe zu sein.
Ich erkenne an, dass ich kein perfekter Mitarbeiter war und – wie alle Menschen – Fehler gemacht habe. Viele dieser Schwierigkeiten standen im Zusammenhang mit meinen damals begrenzten Deutschkenntnissen sowie Problemen, den lokalen Dialekt zu verstehen, was die Kommunikation und das Verständnis von Anweisungen erheblich erschwerte. Dennoch bin ich der Meinung, dass dies die anhaltend negative Behandlung oder den Mangel an konstruktiver Unterstützung, den ich erlebt habe, nicht vollständig erklärt.
Als Schwarzer Immigrantin, frischgewordener Elternteil und Person mit eingeschränkten Sprachkenntnissen fühlte ich mich in dieser Zeit besonders verletzlich und stark auf diese Arbeitsstelle angewiesen. Da das Management intern sehr eng miteinander und auch sehr eng mit dieser bestimmten Kollegin verbunden zu sein schien, hatte ich kein Vertrauen darin, dass eine formelle Beschwerde fair oder unparteiisch behandelt worden wäre. Aus diesem Grund blieb ich länger in dieser Position, als ich es unter anderen Umständen getan hätte.
Ich persönlich habe das Gefühl, dass dieser Mitarbeiterin es gezielt auf mich abgesehen hatte. Gegen Ende, bevor ich gekündigt habe, war es völlig offensichtlich. Und wenn es für mich offensichtlich war, dann war es auch für das Management offensichtlich. Trotzdem ließen sie sie weitermachen. Und falls sie doch etwas zu ihr gesagt haben, hat sie deren Autorität offensichtlich nicht respektiert. In jedem Fall hätten sie niemals zugelassen, dass ich mich ihr gegenüb