Ihr Unternehmen?

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Bewertung

Ihr Unternehmen?

Nicht zu empfehlen

1,3
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich IT in Lüchingen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das Geschäftsauto mit Tankkarte. Der einzige materielle Vorteil.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Alles andere.

Verbesserungsvorschläge

Ein kompletter Neuanfang wäre nötig: neuer Chef, neue Strukturen, neue Kultur, respektvoller Umgang, professionelle Kommunikation, echte Wertschätzung, klare Prozesse. Im Moment fehlt alles. So wie es aktuell läuft, sollte die Firma besser schliessen.

Arbeitsatmosphäre

Die Atmosphäre im Unternehmen ist extrem schlecht. Der Chef mobbt Mitarbeitende systematisch, es wird nie ein einfaches „Danke“ gesagt. Auch nach mehreren Meetings, in denen angesprochen wurde, dass keinerlei Wertschätzung spürbar ist, kam als Antwort nur: „Du bekommst ja deinen Lohn und das Geschäftsauto.“

Es wird untereinander gelästert, auch vom Chef selbst. Wenn dieser im Büro ist, liegt eine spürbare Angst in der Luft. Es herrscht dauerhafte Anspannung.

Es wird erwartet, dass man alles sofort kann, ohne Einarbeitung oder Rückfragen. Von 8.2 Stunden am Tag sollen am besten auch 8.2 Stunden verrechnet werden. Wer zur Toilette geht, wird schief angeschaut. Wenn man nach 8 Uhr kommt oder vor 17 Uhr geht, wird das kommentiert oder es wird gelästert, wo man war. Auch wenn man unzählige Überstunden hat und eigentlich flexible Arbeitszeiten gelten.

Image

Es gibt zwei Arten von Mitarbeitenden. Diejenigen, die sich anpassen und alles mitmachen, und diejenigen, die darunter leiden und/oder gehen. Intern sprechen viele negativ über die Firma.

Work-Life-Balance

Existiert praktisch nicht. Zwar gibt es ein Geschäftshandy, doch nach wenigen Wochen wird erwartet, dass es rund um die Uhr auf Empfang ist. Wenn man das infrage stellt, wird man angefahren mit Aussagen wie: „Du bist ein Dienstleister, da musst du dem Kunden halt auch mal den Hintern lecken“.

Dabei ist ein Geschäftshandy für mich genau dazu da, dass man es vor und nach der Arbeitszeit ausschaltet. In anderen Firmen gibt es für Pikettbereitschaft pauschal 500-1000 CHF pro Woche. Hier will man es gratis und kommentarlos.

Der Workload ist dauerhaft zu hoch, Überstunden sind Alltag, dies sagt sogar der Chef. Selbst vor dem Urlaub oder am Feierabend klingelt das Telefon, weil Aufgaben nicht verteilt sind. Es gibt keine Übergaben und keine klare Regelung, was wann delegiert werden darf. Man kann Aufgaben nicht abgeben, da jeder zu viel zu tun hat und man sich ewig rechtfertigen müsste, wieso man keine Zeit hat.

Karriere/Weiterbildung

Eine Weiterbildung wird grundsätzlich unterstützt und das auch finanziell. Aber Aufstiegsmöglichkeiten gibt es nicht. Das Unternehmen ist zu klein, und wer „aufsteigt“, übernimmt einfach nur mehr Aufgaben oder wichtigere Kunden.

Gehalt/Benefits

Der Lohn ist grundsätzlich durchschnittlich, jedoch für diese Arbeitsbedingungen ist kein Lohn der Welt gerechtfertigt.

Die Spesenregelung ist gut, und der Geschäftswagen mit Tankkarte ist materiell ein Pluspunkt.

Krankheit wird nur mit 80 % vergütet und wer krank ist, ist intern schnell unten durch. Löhne kommen immer verspätet, mindestens zwei Tage zu spät, teils erst Anfang des Folgemonats.

Es wurde mehrmals probiert unbezogene Ferien abzuziehen, ohne dass man es merken soll, somit muss man die sehr unübersichtliche Lohnabrechnung und Arbeitszeiterfassung immer genau durchgehen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Müll wird korrekt getrennt, die Firmenfahrzeuge sind klassische Diesel/Benziner. Kein besonderes Umweltengagement erkennbar.

Kollegenzusammenhalt

Man hat zwei Optionen: Entweder man gibt seine Prinzipien, seine Work-Life-Balance und seinen Selbstwert auf und bückt sich täglich für den Chef oder man bleibt aussen vor. Mitarbeitende, die länger bleiben, passen sich vollständig an. Die Fluktuation scheint mir sehr hoch, trotz der geringen Anzahl an Mitarbeitenden.

Vorgesetztenverhalten

Schlicht katastrophal. Mobbing, Herabwürdigung, keine Wertschätzung. Für Fehler wird man heruntergemacht, auch für jene, die man gar nicht gemacht hat. Und wenn man sie gemacht hat, dann folgt keine konstruktive Kritik, sondern persönliche Angriffe.

Der Chef entschuldigt sich nie, widerspricht sich selbst ständig. Man weiss nie, woran man ist. Es ist fast schon zu lachen und weinen gleichzeitig.

Arbeitsbedingungen

Notebook und technische Infrastruktur kann man nicht bemängeln. Das Büro ist oke und mässig ordentlich. Für Dinge wie ein LAN-Kabel oder ein Fix-It-Set (ca. 30 CHF) muss man kämpfen. Die Zeit, die man aufbringen muss, um das zu begründen, ist höher als der Wert des Produkts. Vertrauen in Mitarbeitende gibt es nicht.

Zeiterfassung erfolgt über eine Excel-Tabelle, die veraltet und unübersichtlich ist. Kunden-Dokumentation in Word, schlecht gepflegte Ablagen. Alles fühlt sich rückständig an.

Kommunikation

Die Kommunikationswege sind komplett unklar. Mal kommt eine Aufgabe per Mail, mal per WhatsApp, dann wieder über das Ticket-System.

Gerade beim Austausch mit dem Chef wird es chaotisch: Mails bleiben unbeantwortet, Anrufe werden ignoriert, ob und wann man Antwort erhält, ist Glückssache.

Aufgaben werden klar, mit Mail und Ticket an den Chef übergeben, da man selbst "zu unfähig" ist. Doch Monate später wird man angeschrien, wieso man so etwas Wichtiges „einfach liegen lässt“. Selbst wenn es schriftlich dokumentiert ist, dass der Chef es selbst übernommen hat. Reagiert man darauf, wird einem nur noch mehr Hass entgegengebracht.

Gleichberechtigung

Keine besondere Einschätzung möglich. Die einzige weibliche Person ist die Buchhalterin und gleichzeitig die Ehefrau des Chefs.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben an sich wären eigentlich sehr spannend: IT-Dienstleistung bei KMUs, von simplen Passwort-Resets bis zu Firewalls oder KNX-Systemen, abwechslungsreich und technisch fordernd.

Aber die Kunden sind häufig genervt, weil die Firma organisatorisch nicht funktioniert. Anliegen bleiben zu lange liegen, weil intern alles chaotisch läuft. Man hat keine Zeit, Aufgaben sauber zu lösen, was die Fehlerquote erhöht...ein Teufelskreis.


Umgang mit älteren Kollegen

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.