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AG
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Chaotische Abläufe und belastendes Arbeitsumfeld

1,5
Nicht empfohlen
Hat bis 2025 im Bereich IT in Lüchingen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das Spesenreglement ist gut geregelt, sowie der Teamleiter ist eine sehr engagierte und freundliche Person.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Alle anderen Punkte die genauer erläutert wurden.

Verbesserungsvorschläge

Den momentanen Teamleiter der System Engineers als Chef einsetzten. Dieser gibt sich viel mühe und ist das Rückgrat der Firma. Die kompletten Strukturen ummodellieren. Die Mitarbeiter und deren Feedback mehr wahrnehmen. Nicht alles darauf trimmen, möglichst viel Profit abzustossen.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist nach meiner Meinung katastrophal. Ich hatte Angstzustände, wenn ich nur an die Arbeit dachte. Wertschätzungslosigkeit, überarbeitete Mitarbeiter, lästereien, (mehr oder weniger formelle) Beleidigungen und übermässiger Druck steht hier an der Tagesordnung. Von Wertschätzung gibt es kaum bis keine Anzeichen.

Man wird teils uneingeschult in produktive Systeme gebracht und muss sich selbst zurecht finden. Wenn man nachfragt, hat selten bis nie jemand Zeit einem zu Helfen, da alle Mitarbeiter selbst komplett überarbeitet sind.. Wenn der Kunde sich dann sauer beim Chef beschwert, wird man selbst als der Verantwortliche hingestellt.

Ich habe die Kommunikation teilweise als abwertend erlebt und hatte den Eindruck, dass Mitarbeitende wenig Wertschätzung erfahren. Für jede 15 Minuten muss man sich mühselig erklären. Im Vertrag war regelmässiges Homeoffice abgemacht. Ist man nun jedoch mal einen Tag im Homeoffice, ruft einem die Geschäftsleitung an und fragt, warum man den Homeoffice macht und ob man denn überhaupt arbeitet.

Image

Während meiner Zeit im Unternehmen hatte ich den Eindruck, dass auch intern viele Mitarbeitende unzufrieden waren. Die Abläufe wirkten auf mich oft chaotisch, und ich habe wenig Bereitschaft oder konkrete Schritte wahrgenommen, daran etwas zu ändern.

Gewisse Mitarbeiter weisen klare Burnout Symptome vor und sprechen diese auch an - wird von der Chefetage komplett ignoriert und bei Seite geschoben.

Work-Life-Balance

Das ist nach meiner Meinung der schlimmste Punkt an der ganzen Firma. Die Work-Life-Balance ist nicht existent. Man bekommt ein Geschäftshandy mit der Begründung, dass man deswegen ja jetzt auch ausserhalb der Arbeitszeit erreichbar sein kann. Der Arbeitgeber erwartet, dass man rund um die Uhr erreichbar ist. Wichtig hierzu ist zu sagen, dass man nie einen Pikettvertrag unterschrieben hat, also auch keine zusätzliche Entschädigung hierfür bekommt. Falls man danach Fragt, bekommt man die Antwort "Pikett macht bei einem Dienstleister wie uns keinen Sinn, wir müssen alle immer für unsere Kunden erreichbar sein."

Regelmässige Anrufe nach 18 Uhr sind an der Tagesordnung, auch wegen nicht akuten oder wichtigen Themen.

Gutwillige Supportfälle nach 18 Uhr, Serverupdates um 1 - 4 Uhr Morgens, Arbeitsschichten über 12 Stunden sind hier eine Regelmässigkeit, ohne jemals ein Danke vom Chef zu hören. Im Gegenteil: Man wird um 19:00 auf dem Privathandy angerufen und zurechtgewiesen, warum der Kunde einen nicht um diese Uhrzeit nicht erreicht hat.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungen werden auch finanziell unterstützt. Aufstiegsmöglichkeiten sind Intern aufgrund der grösse des Unternehmens nicht vorhanden. Der "aufstieg" ist wieder ein Projekt mehr, wofür man von Anfang an schon keine Zeit hatte.

Gehalt/Benefits

Der Lohn ist durchschnittlich, für diesen Stress und Dauererreichbarkeit keineswegs Gerechtfertigt. Beim Bewerbeungsgespräch wurde hoch damit geworben, dass der Chef von sich aus bezüglich einer Lohnerhöhung auf die Mitarbeiter zukommt. Von dem gab es nie eine Spur oder ein anzeichen, weder bei mir noch anderen Mitarbeitenden. Lohnerhöhungsanfragen nach 1 1/2 Jahren werden monatelang hinausgeschoben und nach mehrmaligen Nachfragen mit einem Prozentsatz davon erwidert.

Die Spesenregelung ist gut, man kriegt mit Privatauto eine Kilometervergütung und es besteht eine Möglichkeit auf Geschäftsauto inkl. Tankkarte. Mittage bei Kunden werden Pauschal vergütet.

Nach meinem Eindruck gab es bei Krankheit und Lohnfortzahlung Unklarheiten, die für Mitarbeitende belastend waren.

In der Lohnabrechnung werden oft Fehler gemacht. Ich hatte mehrfach den Eindruck, dass Überstunden, Ferien oder Arbeitszeiten nicht immer nachvollziehbar erfasst wurden. Ich musste meine Abrechnungen genau kontrollieren.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Müll wird korrekt getrennt. Ansonsten wird sich nicht speziell für die Umwelt eingesetzt. Firmenfahrzeuge sind verbrenner.

Kollegenzusammenhalt

Es wird regelmässig über Mitarbeiter gelästert, oftmals initiert vom Chef selbst. Hierbei fallen oft sehr unprofessionelle, beleidigende und unangebrachte Ausdrücke.

Es wurde beim Vorstellungsgspräch gross mit flexiblen Arbeitszeiten als benefit geworben. Geht man nun trotz unzähliger Überstunden mal etwas früher oder kommt etwas später, bekommt man einen blöden Spruch entgegengeworfen. Ist man nun in einem Beispielfall von halb sieben bis halb neun Uhr Morgens bei einem Kunden und kommt anschliessend ins Büro, wird einem bei Ankunft entgegengebracht, ob man "sich auch endlich mal ins Büro verirrt hätte".

Entweder gibt man für die Firma und den Chef komplett seine Prinzipen auf oder man hat spürbare Konsequenzen.

Vorgesetztenverhalten

Der direkte Vorgesetzte ist sehr nett und gibt sich Mühe. Mein Eindruck war, dass die Geschäftsleitung sehr kontrollierend und wenig wertschätzend war. Kritik wurde aus meiner Sicht häufig persönlich und nicht sachlich geäussert. Ich habe den Umgang teilweise als belastend und einschüchternd erlebt. Er hat immer recht und weiss es immer besser.

Arbeitsbedingungen

Das Büro ist etwas älter und mittelmässig Ordentlich. Notebook und technische Infrastruktur sind gut. Bestellt man sich jedoch LAN Kabel für Notfälle, wird man gefragt warum man unnötig Geld ausgibt. Es herrscht kein Vertrauen an die Mitarbeitenden.

Die Zeiterfassung wird in einer Excel Tabelle gelöst, welche unübersichtlich ist. Einen momentanen Stand über seine Überstunden gibt es nicht, man sieht es immer nur mit einem Monat verzögerung auf der Lohnabrechnung. Man müsste es sich also selber jeden Tag ausrechnen und irgendwo aufschreiben, das wird einem aber nach einigen Wochen zu Aufwändig und man findet die Zeit dazu gar nicht.

Kommunikation

Es gibt keinen klaren Kommunikationsweg. Mündlich, WhatsApp, schlecht geführtes Ticketing System, Mail, Zettel auf dem Tisch zählt alles zu den "offiziellen" Kommunikationswegen.

Vor allem im Herzen der Firma bei so einem kleinen Betrieb ist die schwäche: Die Chefetage. Mails werden ignoriert (auch nach 2. oder 3. reminder), Anrufe ebenso. Die Chefetage "übernimmt" hin und wieder Aufgaben, weil er denkt, dass man dazu nicht Fähig ist. Nach einigen Wochen bis Monaten meldet sich jedoch wieder der genervte Kunde, und fragt wie der Stand ist. Stellte sich heraus, es wurde gar nichts gemacht und man hat selbst wieder das Negative Feedback bekommen.

Umgekehrt wird jedoch von einem immer erwartet, dass man alles stehen und Liegen lässt und sich direkt um das Problem kümmert. Sollte das mal nicht der Fall sein, wird einen angegangen oder so lange rumgestochtert, bis man das andere wieder vernachlässigt und nachgibt. Deadlines sind komplett unrealisitisch und treiben Mitarbeiter schnell in den Burnout. Ich habe die Kommunikation teilweise als abwertend erlebt und hatte den Eindruck, dass Mitarbeitende wenig bis keine Wertschätzung erfahren.

Gleichberechtigung

Ich habe einzelne Kommentare und den allgemeinen Umgangston teilweise als unangemessen empfunden. Aus meiner Sicht wurden Frauen nicht immer gleich respektvoll behandelt.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben sind per se sehr spannend - man hat von A-Z mit allen Abteilungen der IT zu tun. Man kann von Kleinaufgaben bis langzeitig grosse Projekte alles machen. Nur gibt es 2 grosse Nachteile:

Man kann sich nie auf ein Projekt oder eine Aufgabe konzentrieren, da der Workload so hoch ist, dass man am besten immer 3 Sachen gleichzeitig machen muss. Aufgaben werden so oftmals viel zu hastig und unfertig Abgeschlossen und kommen in naher Zukunft wieder auf einen Zurück. Dieser Kreis wiederholt sich immer. Zusätzlich holt die Chefetage jeden Monat 1-2 neue Kunden ran, obwohl die Mitarbeiter schon viel zu viel zu tun haben. Man sieht jedoch nur den Profit aus der Offerte und nicht die Mitarbeiter.

2. Sind die Kunden oftmals (verständlicherweise) genervt, weil die Aufgaben zu lange liegen bleiben oder gar nicht angeschaut werden. Dies ist wie bereits beschrieben der viel zu hohen Workload und schlechten Organisation geschuldet. Wenn man nun nach mehr Personal fragt, damit sich die Workload stabilisieren kann, kriegt man ein "Es gibt eh kein gutes Personal auf dem Markt" entgegengeworfen.


Umgang mit älteren Kollegen

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.