7 Bewertungen von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
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7 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,3 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
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7 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,3 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ich habe mich bewusst für die Arbeit an der Atelierschule entschieden. Das pädagogische Konzept, der Anspruch auf Individualität und die Nähe zu den Schüler:innen wirkten auf mich überzeugend. Rückblickend habe ich jedoch den Eindruck gewonnen, dass der gelebte Schulalltag in zentralen Punkten von diesen Idealen abwich. Der folgende Text ist meine persönliche, subjektive Einschätzung und beruht auf meinen eigenen Erfahrungen und Wahrnehmungen während meiner Anstellung.
Tiefer Lohn und aus meiner Sicht wenig transparente Lohnlogik
Die Arbeit an der Atelierschule habe ich als sehr engagiert erlebt. Lehrpersonen übernehmen neben dem Unterricht auch Beziehungsarbeit, Konfliktbegleitung und organisatorische Aufgaben, die aus meiner Sicht über das eigentliche Pensum hinausgehen. Dem standen Löhne gegenüber, die ich persönlich als tief empfand. Zudem hatte ich den Eindruck, dass zusätzliche Arbeiten, die in einzelnen Fächern anfallen, nicht systematisch entschädigt werden, wie ich es von öffentlichen Schulen kenne.
Hinzu kam für mich eine Lohnstruktur, die vor allem das Alter der Lehrpersonen zu berücksichtigen schien, weniger jedoch die Dauer der Zugehörigkeit zur Schule oder eine über Jahre hinweg geleistete Mehrarbeit. Langjährige Mitarbeit und institutionelles Wissen wurden aus meiner Perspektive nur begrenzt sichtbar anerkannt, was sich aus meiner Sicht eher negativ auf Motivation und Bindung auswirkt.
Wertschätzung bleibt aus meiner Sicht oft abstrakt
Als belastend empfand ich zudem den Umgang mit Lehrpersonen auf Leitungsebene. Zwar wurde Wertschätzung auf konzeptioneller Ebene betont, im Alltag erlebte ich sie jedoch häufig als wenig konkret. Rückmeldungen erfolgten nach meinem Eindruck eher bei Schwierigkeiten als bei gelingender Arbeit, was für mich demotivierend wirkte.
Häufige Wechsel und mangelnde Kontinuität
In mehreren Fächern erlebte ich häufige Wechsel von Lehrpersonen. Diese fehlende Kontinuität nahm ich als für Schüler:innen verunsichernd wahr und als erschwerend für nachhaltige Lernprozesse. Für mich deutet dies weniger auf individuelles Versagen Einzelner hin, sondern auf strukturelle Rahmenbedingungen, unter denen Lehrpersonen nur schwer langfristig gehalten werden können.
Pädagogische Freiheit, Qualifikation und Grenzen
Als alternative Schule geht die Atelierschule bewusst eigene Wege. Aus meiner Sicht stellt sich dabei die Herausforderung, pädagogische Freiheit mit klaren professionellen Standards zu verbinden. Ich habe Situationen wahrgenommen oder von ihnen erfahren, die ich persönlich als pädagogisch problematisch empfand. Besonders irritierend war für mich der Eindruck, dass solche Vorkommnisse nicht immer klar, transparent oder auf einer für mich nachvollziehbaren Ebene besprochen wurden.
Zusätzlich wurden mir Berichte über unangemessene oder unbedachte Äusserungen gegenüber Schülerinnen zugetragen, die ich selbst nicht in jedem Fall miterlebt habe und daher nicht beurteilen kann. Unabhängig davon blieb bei mir der Eindruck, dass der Umgang mit solchen Themen aus Sicht des Schutzes der Schüler:innen klarer und verbindlicher hätte sein können.
Demokratische Strukturen und aus meiner Sicht unklare Verantwortung
Formell verfügt die Atelierschule über demokratische Gremien wie den Konvent, in dem Entscheidungen gemeinsam getroffen werden. Diese Struktur kann grundsätzlich eine Stärke sein. In der Praxis hatte ich jedoch häufig den Eindruck, dass Verantwortung dadurch schwer greifbar wird. Entscheidungen werden kollektiv gefällt, doch bei Problemen war für mich nicht immer klar, wer verbindlich handelt oder zuständig ist.
Hinzu kamen aus meiner Sicht organisatorische Unklarheiten: Zuständigkeiten erschienen mir nicht immer eindeutig, Absprachen gingen verloren, Informationen erreichten Beteiligte teils verspätet oder gar nicht. Dies wirkte sich nach meiner Wahrnehmung spürbar auf Unterrichtsqualität und Arbeitsbelastung aus.
Fragen der Transparenz
Fragen stellten sich für mich auch im Zusammenhang mit den Verbindungen zwischen der Schule und einer bestimmten Immobilienstiftung. Ohne konkrete Vorwürfe erheben zu wollen, blieb bei mir der Eindruck, dass hier institutionelle Zusammenhänge bestehen, zu denen aus meiner Sicht mehr Transparenz wünschenswert wäre.
Warum ich gehe – und trotzdem schreibe
Ich schreibe diesen Text nicht aus persönlicher Abrechnung, sondern um meine Erfahrungen zu teilen. Die Atelierschule verfügt aus meiner Sicht über engagierte Menschen und Schüler:innen mit grossem Potenzial. Gerade deshalb halte ich es für wichtig, auch kritische Eindrücke zu benennen.
Mein Weggang hängt unter anderem mit den oben beschriebenen Punkten zusammen. Der Text soll als persönlicher Erfahrungsbericht verstanden werden und als Einladung, über Anspruch und gelebte Realität ins Gespräch zu kommen.
Externe Weiterbildungen werden nicht bezahlt
30% weniger als an anderen Gymnasien
Zusamnenhalt
Schulleitung sollte auch die Interessen der Lehrerinnen vertreten.
Schulleitung wird mit Vitamin B "frei" gewählt, obwohl nur wenige Jahr Erfahrung
Beziehung auf Augenhöhe mit anderen Lehrpersonen und Schülerinnen und Schüler
Grosse Unterrichtsfreiheit, gute Infrastruktur, viele Lager und Projekte. Anregender Austausch in der Schulgemeinschaft.
Viel Unterrichtsfreie Zeit während den Schulferien für Vorbereitung, Korrekturen; man engagiert sich gerne für die Schule an Veranstaltungen etc.
Gute zusätzliche Kinderzulagen, Gehalt für mich stimmig
Keine Flugreisen, gutes Recyclingkonzept
Gute Stimmung im Kollegium, Austausch könnte intensiver sein
Schulleitung wird von Kollegium gewählt, selbstverwaltete Schule. Schulleitung könnte Mitarbeitende noch stärker in Prozesse einbeziehen. Sehr engagiert, am Wohl der Schule interessiert.
Mehr junge Leute einstellen
Tolle Stimmung unter allen Lehrpersonen und den Schlüerinnen und Schülern
Gute zusätzliche Kinderzulagen
Viele Weiterentwicklungsmöglichkeiten und Mitgestaltungsmöglichkeiten
Gehalt gut, aber leicht tiefer als an staatlicher Mittelschule (selbstverwaltete Schule) dafür gute Sozialleistungen
Flache Hierarchien
Sehr direkter und offener Austausch
Viele Weiterentwicklungsmöglichkeiten und viel Gestaltungsspielraum
Lehrer untereinander
Schulleitung
Schulleitung ersetzen
Schulleitung ungeeignet und arrogant
LehrerInnen stehen zusammen
überforderte Schulleitung und deren arrogante Art
Die Schulleitung sollte ein Führungstraining durchführen oder sich selbst kündigen
Die Schulleitung ist komplett überfordert und arrogant