Spannender Arbeitgeber mit starker Kultur – bei Führung und Prozessen Luft nach oben
Gut am Arbeitgeber finde ich
AVANTEC ist grundsätzlich eine spannende Firma, bei der man unkompliziert auch Teilzeit arbeiten kann. Das Gehalt war mehr als marktgerecht und es gab viele Benefits. Monatliche Treffen fördern den Austausch, es gibt gratis Feierabendbier.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Es wäre eine sehr gute Firma gewesen, doch vieles hing davon ab, wie die direkte Führung agierte – insbesondere beim Informationsfluss und bei Leistungszielen. Auch das Offboarding wirkte unprofessionell: Ein Austrittsgespräch könnte von einer neutralen Person geführt werden. Es entstand der Eindruck, dass andere Unternehmen beim Führungsverhalten etwas weiter sind.
Verbesserungsvorschläge
Verantwortlichkeiten in der oberen Führung regelmässig überprüfen und bei Bedarf anpassen (z.B. das Executive Board alle vier bis fünf Jahre neu ausrichten).
Prozesse für Zielgespräche und Offboarding noch besser, klarer, zeitnaher ausgestalten.
Viel mehr moderne(re) Tools erproben und eine klare KI-Governance etablieren, um im Wettbewerb gut aufgestellt zu bleiben.
Arbeitsatmosphäre
Allgemein angenehme Arbeitsatmosphäre und respektvoller Umgang. Das Employer Branding wird sichtbar gelebt, auch in Form von kleinen Aufmerksamkeiten wie Firmen-Goodies oder persönlichen Karten. Es sind diese Details, auf die viele andere Unternehmen weniger achten.
Image
Sicher ein guter Arbeitgeber. Das Image stimmt weitgehend mit dem überein, was andere Mitarbeitende über die Firma sagen. Ich denke, die meisten arbeiten gerne hier.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance war grundsätzlich sehr gut. Es wird Wert darauf gelegt, dass Mitarbeitende ihr Arbeitspensum einhalten. In manchen Bereichen hätte der administrative Aufwand beim Verwalten der Stunden teilweise etwas schlanker gestaltet werden können; die Leitung wirkte damit zeitweise stark ausgelastet.
Karriere/Weiterbildung
Die Firma unterstützt Weiterbildungen aktiv. Gelegentlich wirkte eine Weiterbildung eher vorgegeben, obwohl andere Bedürfnisse bestanden. Gleichzeitig war etwas wenig Upskilling der Führung in sich ändernden technologischen Bereichen erkennbar.
Kollegenzusammenhalt
Die Zusammenarbeit war insgesamt sehr angenehm, es herrschte jederzeit ein wertschätzender Umgang.
Vorgesetztenverhalten
Der Führungsstil variiert je nach Team. In meinem Umfeld war er nicht optimal: viel Abstimmung und Stakeholder-Einbindung, aber wenig praxisnahe Hands-on-Kompetenz in meinem Bereich. Die Kommunikation wirkte häufig unnötig komplex. Der Wille war spürbar, die Umsetzung folgte jedoch teilweise einer sehr eigenen Logik, was für Fachkräfte schwer nachvollziehbar sein kann. Das zusätzliche jährliche CEO-Gespräch für alle Mitarbeitenden ist grundsätzlich positiv gemeint. Grössere Feedback-Runden unmittelbar danach wirken jedoch befremdlich, wenn Rückmeldungen durch die direkte Führung erst Monate später gesammelt erfolgen.
Kommunikation
Unternehmensweit wird man in regelmässigen Meetings über Geschäftsziele informiert. In einzelnen Bereichen hätte die Kommunikation etwas einfacher und fokussierter sein dürfen. Ein wöchentlicher Teamabgleich, bei dem detailliert abgefragt wird, wer was wann macht, kann schnell wie Micromanagement wirken und hierarchisch weniger flach erscheinen.
Gleichberechtigung
Mein Eindruck war, dass AVANTEC sehr darauf achtet, dass Frauen und Männer gleiche Berufschancen haben. Weibliche Führungspersonen werden sichtbar gefördert. Wiedereinstieg oder Rollenwechsel scheint geschätzt zu werden.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren sehr spannend und vielseitig. Positiv: Zur Auslastung bestand jederzeit eine offene Feedback-Kultur. Negativ: Es wurde gleichzeitig auch etwas zu oft nachgefragt, ob die Auslastung stimmt. Da manche Einführungen in neue Aufgaben sehr kleinschrittig erfolgten, stellte sich bei mir leider eine Art «Boreout» ein, und mein Interesse an anderen Optionen mit mehr Projektverantwortung nahm zu.