Viel Veränderung, aber wenig Verbesserung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Es gibt viel Potenzial zur Verbesserung.
Verbesserungsvorschläge
Ehrliche transparente Kommunikation.
Logische kurze Entscheidungswege.
Verantwortung in die Teams geben, Sie sind schliesslich die Experten.
Mitarbeiter fördern und entwickeln.
Ein realistisches Ziel als Unternehmen und pro Abteilung.
Arbeitsatmosphäre
Ich empfinde die aktuelle Arbeitsatmosphäre momentan als schwierig. Ich habe den Eindruck viele Vorgesetzte sind überlastet, durch entweder zu viel Arbeit oder durch Arbeit über ihrer Kompetenz. Diese wird dann irgendwie versucht an die Mitarbeiter abzuschieben obwohl diese dafür nicht zuständig sind. Dazu gibt es dann nette Worte das man merkt das es aktuell viel ist, aber was dran ändern möchte man nicht, daher wirkt es auf mich wie eine dahergesagte Floskel.
Image
Die Mitarbeiter reden momentan ausschliesslich negativ. Es wird gemutmaßt das es die Firma nächstes Jahr nicht mehr gibt wenn sich nicht gravierend etwas ändert.
Work-Life-Balance
Auf dem Papier sehr attraktiv. In der Realität oft nur durchschnitt, was in Kombination bei mir in der Wahrnehmung dann eher negativ ankommt.
Es gibt eine 38h Woche mit der immer gross geworben wird, am Ende wird aber auch das Gehalt auf eine 38h Woche angepasst. Rechnerisch kann ich dann aber auch bei jedem anderen Arbeitgeber mit 42h Woche 90% arbeiten und komm ähnlich raus.
Zudem wird in Phasen mit hohem Arbeitspensum auch gerne mal die ein oder andere Überstunde gemacht werden müssen. Welche danach dann in eigenem ermessen wieder abgebaut werden muss.
Karriere/Weiterbildung
Hier wird nach meinem Gefühl wieder nach zweierlei maß gemessen. Es wurden kürzlich mehrere Personen befördert, wovon meiner Meinung nach nicht alle für den Job qualifiziert sind. Weiterbildungen für Mitarbeiter sind beim Budget streng limitiert und müssen dann noch als Sinnvoll bewilligt werden.
Kollegenzusammenhalt
Bei Kollegen ohne Führungsverantwortung habe ich das Gefühl wenn es die Arbeitslast zulässt hilft man sich wo man kann, bei der Führungsebene wirkt es eher so als wenn jeder nur an sich denkt.
Umgang mit älteren Kollegen
Hier nehme ich einfach nur war, dass es immer weniger langdienende Kollegen gibt und wenn dann nicht in Führungspositionen.
Vorgesetztenverhalten
Die Ziele sind für mich vollkommen am realen vorbei, angefangen bei der Unternehmensvision, ein Bemer in jedem Haushalt, jedoch auch in Projekten oder alltäglicher Arbeit. Von neuen Kollegen wird erwartet das diese ohne ausreichende Vorkentnisse oder ausreichende Einarbeitungen messbare Ergebnisse liefern.
Arbeitsbedingungen
Die Computer sind überwiegend mehrere Jahre alt, teilweise arbeiten Mitarbeiter mit kaputten Laptops. Als Medizin und Gesundheitsunternehmen, bekommt man für seinen Büroarbeitsplatz nur einen höhenverstellbaren Tisch, wenn man Nachweisen kann, dass der Rücken (vermutlich durch das viele sitzen) bereits kaputt ist.
Kommunikation
Der Informationsfluss kommt mir nicht vollständig vor. Ich fühle mich beim lesen oder zuhören immer als wenn genau so viel gesagt wird, dass behauptet werden kann, es wurde doch kommuniziert, dass etwas eingetreten ist. Aber bei den Details wird es dann schwammig, sodass ich beim zweiten oder dritten mal drüber nachdenken oftmals zum Schluss komme das da mehr dahinterstecken könnte als gesagt wird. Sei es bei den wirtschaftlichen Zahlen oder Austritten von Mitarbeitern.
Gehalt/Benefits
Für durchschnittliche Gehälter muss man hart kämpfen, Gehaltserhöhungen bei Positionswechseln oder Aufstiegen fallen kleiner aus, sodass neue Kollegen auf der selben Position ein höheres Gehalt haben. Diese Lücke lässt sich dann auch nicht mehr schliessen.
In der neusten Mail wird gedroht, dass wenn sich der Krankenstand nicht bessert, die Kosten für die Kranketagegeldversicherung ab 2027 vom Lohn abgezogen werden kann.
Gleichberechtigung
Mein Gefühl sagt mir das vieles nicht nach gleichen Maßstäben entschieden wird. Dabei geht es nicht nur um Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen, sondern auch zwischen Abteilungen.
Interessante Aufgaben
Es könnte in der aktuellen Phase, in der das Unternehmen steckt, viele Interessante Projekte geben, ohne ein klares realistisches Ziel, bleibt dort aber meist nicht viel als ein Haufen Arbeit für ein Teil der Mitarbeiter und der Rest weiß gar nicht was abgeht. Entscheidungen werden meist nur sehr langsam getroffen, entweder weil die meisten Entscheidungen von der CEO getroffen werden sollen, um keine Verantwortung übernehmen zu müssen oder weil alle Entscheidungen von der CEO getroffen werden müssen und deswegen zu viele Entscheidungen zu treffen sind.