1 Bewertung von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
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Gutes Essen in den Pausen (10:30 Mittagessen/17:30 Abendessen)
Siehe vorherige Antworten. Ich kann das Berghotel Schwarenbach NIEMANDEN empfehlen. Es war eine Enttäuschung, menschlich wie vertraglich, wer so mit Menschen umgeht hat sich den schwierigen Ruf definitiv verdient. Noch nie so etwas erlebt.
Atmosphäre während der Arbeit ist zweifellos als eisig zu bezeichnen. Passiv-agressives Verhalten, untergriffige Kommentare und ein allgemein schroffer Ton, insbesondere gegenüber neuen Mitarbeitern sind die Norm. Selbst Mitarbeiter, die sich über längere Zeit halten konnten, bezeichnen den Umgang als "gewöhnungsbedürftig". Der einzige mir bekannte Mitarbeiter, der nicht zum ersten Mal im Berghotel Schwarenbach dabei war, kündigte die Stelle aufgrund der schlechten Atmosphäre und des sehr schroffen, teilweise untergriffigen Tons.
Natürlich muss an den Wochenenden gearbeitet werden, was ja normal in der Gastronomie ist. Bei der Einteilung nach freien Tagen herrscht kein Mitspracherecht, sie werden einfach zugeteilt. Arbeit wird per Stempeluhr gemessen, wobei man während der Arbeitszeit "immer in Bewegung" zu sein hat, selbst bei wenig bis kaum Kundschaft. Insgesamt ist die Work-Life-Balance vermutlich noch ein Pluspunkt, weil man die zwei Freitage pro Woche eventuell manchmal nacheinander konsumieren kann und so die Schweiz bereisen kann, nachdem man 1+ h zur Seilbahn gewandert ist und den weiten Weg ins Tal geschafft hat. Die weitläufige Natur, Wanderwege und Seen in der Region sind beeindruckend schön.
Wirklich gute Kommunikation und Tipps habe ich vom einzigen Mitarbeiter erhalten, der Deutsch spricht und hier zum Zeitpunkt meines Arbeitsantritts zumindest +2 Wochen dort bereits arbeitet und nicht kündigt (ein trauriger Minimalrekord für eine Gaststätte, die bereits seit sechs Jahren vom gleichen Arbeitgeber). Ein anderer Mitarbeiter kündigte im gleichen Monat meines Arbeitsantritts aufgrund des sehr schroffen Ton und der schlechten Atmosphäre. Ich habe während meiner Arbeitszeit im Berghotel Schwarenbach alle Mitarbeiter als sehr freundlich, warmherzig und kollegial empfunden.
Wer sich hier freundliche, offene und empathische Arbeitgeber erwartet, liegt absolut falsch. Die Stimmung ist schlecht, teilweise kalt wie eine Winternacht an einer Forschungsstation in Neuschwabenland. Willkür, persönliche Sympathien und Befindlichkeiten spielen eine große Rolle. Aber auch die tägliche Stimmung der Gastgeber - passiv-aggressives Verhalten, schroffer Ton und desinteressiertes Schweigen mit verächtlichen Blicken wechseln sich ab. Kleine Anfängerfehler und persönliche Befindlichkeiten werden als Kündigungsgrund verwendet, tatsächlich benötigt man in der Einarbeitungsphase nach Schweizer Arbeitsrecht keine, weshalb einige Anfängerfehler in einem großen Hotelleriebetrieb für die Kündigung reichen. Wer tatsächlicher Gastronomie-Vollprofi ist, wird hier bessere Karten haben, wird aber mit deutlich besser Konditionen und Arbeitsklima bei anderen Firmen mehr Freude haben.
Neben des schlechten sozialen Klimas im Umgang mit den Vorgesetzten hatte ich nette Kollegen (welche zum Großteil gerade kündigten oder anfingen). Man arbeitet natürlich unter Druck, Kleinigkeiten werden hochstilisiert, wie vorher erwähnt ist der Ton schroff, man sollte hier keine Illusionen machen, von Anfang an mit einem normalen Ton behandelt zu werden. Aber eine traumhafte Bergkulisse, frische Luft und viel Sonnenschein sind typisch für Kandersteg, was hier definitiv ein Pluspunkt ist.
Kommunikation während der Arbeit auf Antarktis-Niveau, was für den Chef und dessen Partnerin scheinbar ganz normales Verhalten ist. Vor dem Arbeitsantritt ist der Ton freundlich und professionell. Die Kommunikation insgesamt ist aber als extrem fragwürdig zu bezeichnen, weil neuen Mitarbeiter sich (inklusive mir) nicht reinen Wein eingeschenkt wird. Mitarbeiter kommen aus dem ganzen deutschsprachigen Raum im Glauben, hier mehrere Monate tätig zu sein. 80-90% von ihnen werden innerhalb der ersten Tage rausgeworfen oder gehen aufgrund des extrem schlechten Arbeitsklimas von selbst. Hier scheint sich der Chef und dessen Partnerin einen Ruf erarbeitet zu haben, der selbst Mitarbeiter und Gastronomen in der Gegend erreicht hat - schwieriger Umgang, extrem hohe Ausfallsquote nach den ersten Tagen, Frauen fahren geschockt und unter Tränen wieder ins Tal.
Schweizer Löhne sind gut, insbesondere in der Inneren Schweiz. Das Berghotel Schwarenbach weicht hier nicht ab und zahlt ein Gehalt, das sich nach gesetzlichen Mindestrichtlinien orientiert, trotzdem aber lohnenswert ist. Natürlich spart man durch das Mitarbeiterzimmer (kein/kaum WLAN, teilweise kalt) und die Kost - Mittagessen 10:30, Abendessen 17:30 - einiges an Geld. Eigentlich gute Konditionen für den DACH-Raum, aufgrund der Unternehmensführung wurde das Gehalt aber mehr als notwendige Kompensation für den unangenehmen Aufenthalt und Arbeitsbedingungen wahrgenommen
Man hat als Mitarbeiter den Eindruck, dass Frauen und junge Menschen klar bevorzugt werden.
Der Umgang mit Gästen ist arbeitsbedingt oft nett, die Kundschaft aus der Schweiz und zum Teil aus der ganzen Welt ist freundlich und entspannt. Während meiner Zeit im Berghotel konnte ich jedoch keine freie Arbeitseinteilung oder spannende Aufgaben über die normale Kellnertätigkeiten sehen.