Selten so viele Kündigungen erlebt und auch nachvollziehen können.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Grosse und schöne Büros, Home-Office-Option, Möglichkeit, bezahlten Urlaub zu nehmen und einige Mitarbeiter.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Lohn, Bonus, Benefits, Vorgesetzte, Kommunikation...
Verbesserungsvorschläge
Boa Lingua weiss um meine Vorschläge und die von so vielen anderen ehemaligen Mitarbeitern Bescheid...
Arbeitsatmosphäre
Du brauchst dir hier keine Hoffnungen zu machen, Hilfe seitens der Vorgesetzten zu erwarten. Auch bei schwierigen Fallabklärungen während der Arbeit (die eigentlich teils sogar definitiv deine Kompetenzen überschreiten) kommt von den "Herren" da oben absolut gar nichts. Von diesen "Herren" hörst du dann höchstens an Firmenanlässen oder wenn sie dir unpersönliche Weihnachtsgeschenke zustellen. Auch was die Fairness betrifft, müsste ich hier eigentlich Minuspunkte verteilen. Die Boni werden nach sehr fragwürdigen Regeln verteilt, sodass fast immer die gleichen Personen davon profitieren. Einziger positiver Punkt sind die Büros. Die sind an Top-Lagen und sehr gross und schön eingerichtet.
Image
Boa Lingua wirkte so, als würde sie sich nicht für ihr eigenes Image bei den Mitarbeitern interessieren und handelte auch dementsprechend so.
Work-Life-Balance
Während der Woche waren die Arbeitszeiten eigentlich ganz normal, aber es macht für mich immer noch keinen Sinn, dass Boa Lingua damals einfach die Sonntagsschicht eingeführt hat. Wenn du dafür zuständig gewesen bist, musstest du einen ganzen Tag online sein, während meistens gar keine Kundenanfragen reinkamen oder wenn, dann waren es häufig Internet-Trolle.. Wie effizient das war... na ja. Was ich hingegen auch hervorheben muss, ist das man bei Boa Lingua oft unbezahlten Urlaub machen kann und es die Home-Office-Option gibt.
Karriere/Weiterbildung
Gibt es eigentlich nicht, ausser zusätzliche Nebenjobs, wie Google Reviews beantworten.
Gehalt/Benefits
Das Grundgehalt entspricht einem "gewöhnlichen" Verkaufsjob im Tourismus, sprich: man kommt gerade mal so durch den Monat. 13. Monatslohn gab es nicht, den Bonus meistens für das eine Büro und die Benefits wurden unwillkürlich verteilt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Boa Lingua arbeitet grundsätzlich papierlos.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der jeweiligen Büros empfand ich den Kollegenzusammenhalt gut, aber was das Zusammenhalt zwischen den verschiedenen Büros betrifft, ist da bestimmt noch Luft nach oben. Es war aber auch ziemlich merkwürdig, dass zu meiner Zeit manche Leute innerhalb des Büros nur für Online-Beratungen und die anderen für Beratungen vor Ort zuständig waren, obwohl grundsätzlich alle den gleichen Job erledigten. Das hinderte uns teilweise an einer rein konfliktfreien Zusammenarbeit.
Umgang mit älteren Kollegen
Es gab kaum ältere Kollegen, da die bei meiner Anfangszeit alle gekündigt haben oder wurden..
Vorgesetztenverhalten
Mit einem Wort zusammengefasst: Katastrophe! Hier müsste ich eigentlich Minuspunkte geben, denn das was ich hier erlebt habe, ist einfach schon fast surreal und grenzt an der Linie des Erlaubten:
- Mitarbeiter mussten teils Streitigkeiten zwischen Schulen oder Kunden lösen, die ihre Kompetenzen überschritten
- Kritik stösst auf taube Ohren
- unfaires Bonussystem oder Vergabe von Benefits
- Bei Kündigungen teils noch unbezahlten Urlaub ans Herz legen...
- ... so viele Kündigungen...
Ich weiss nicht, wie viel Druck meine direkten Vorgesetzten von den "Herren" da oben hatten, aber alles in Allem war es das mit Abstand schlimmste Vorgesetztenverhalten, das ich je erlebt habe. Heute kann ich darüber lachen
Arbeitsbedingungen
Grosse und schön eingerichtete Büros an guten Lagen.
Kommunikation
Kritik seitens der Mitarbeiter wird erhört, aber dann gekonnt ignoriert oder kleingeredet. Es wurden teils so fragwürdige Entscheidungen getroffen, dass die einzelnen Mitarbeiter von sich aus Gespräche mit der Leitung suchten, um Lösungen zu finden - die Lösung war dann, mach einfach oder du wirst aus dem nichts gekündigt (erlebte innerhalb sechs Monate ca. 10 Kündigungen und Boa Lingua ist kein Grossbetrieb!)
Gleichberechtigung
Die Logik hinter dem Bonussystem (zuzüglich zum Lohn) ist ein Witz. Aufgrund der Regeln erhalten häufig dieselben Personen den Bonus, ohne dass die etwas dafür können (oder teils mehr machen). Auch Aufsteigsmöglichkeiten gibt es grundsätzlich nicht und was für mich noch schlimmer war, war die teils unwillkürliche Vergabe von Lohnerhöhungen oder sonstigen Benefits. Einigen Mitarbeitern wurden beispielsweise Studienreisen angeboten, während andere davon gar nichts wussten.
Interessante Aufgaben
Die Tätigkeiten als Sprachreise-Experte waren eigentlich ganz schön. Sprachreisen zu vermitteln ist spannend, da man Personen mit unterschiedlichen Vorstellungen den passenden Schulen zuordnen kann und somit auch selber viel zu den Destinationen lernt.