1 Bewertung von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
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Bei mir blieb insbesondere der Eindruck zurück, dass Mitarbeiterinputs nicht immer den gewünschten Stellenwert hatten.
Vielleicht würde es helfen, sich als Führungskraft gelegentlich zu fragen: «Wie kommt das, was ich gerade sage, beim Mitarbeitenden an?» Ich könnte mir vorstellen, dass dies nicht nur bei mir einen Unterschied gemacht hätte.
Bereits vor meinem Stellenantritt und vor allem auch nach meinem Austritt nahm ich in meinem persönlichen Umfeld sehr unterschiedliche Einschätzungen des Unternehmens wahr. Diese reichten von «Super, da möchte ich auch arbeiten!» bis hin zu deutlich kritischen Rückmeldungen. Teilweise wurde ich sogar gefragt, ob mir denn nicht bekannt gewesen sei, wie es dort zugehe.
Ich war bereit, für die Arbeit in einem kleineren Unternehmen einen tieferen Lohn zu akzeptieren, weil ich mir dafür eine offenere Unternehmenskultur und eine angenehmere Zusammenarbeit erhofft hatte. Diese Erwartung hat sich für mich leider nicht erfüllt.
Aufträge wurden teilweise unklar formuliert. Ein strukturiertes Follow-Up oder regelmässiges Feedback fand aus meiner Sicht nur selten statt. Erwartungen und Vorstellungen darüber, wie Aufgaben/Aufträge ausgeführt werden sollten, wurden nicht immer klar kommuniziert.
Von mir getroffene Entscheidungen wurden mehrmals ohne vorherige Rücksprache und auch ohne nachträgliche Rückmeldung geändert.
Während meiner Anstellung empfand ich die Kommunikation mit den Vorgesetzten (Eigentümerfamilie mit vier aktiv im Unternehmen tätigen Mitgliedern) als einen der grössten Schwachpunkte.
Aus meiner Sicht wurden Kritik und Erwartungen häufig nicht direkt und konstruktiv angesprochen, sondern eher indirekt oder verklausuliert vermittelt. Von mir eingebrachte Inputs wurden mehrmals «vom Tisch gewischt». Aussagen wie «Ich weiss dänk schon, wie das geht» oder «Das machen wir nicht!» vermittelten mir den Eindruck, dass Inputs von Mitarbeitenden nur begrenzt erwünscht waren.
Rückmeldungen empfand ich teilweise als unnötig emotional oder gereizt, was eine konstruktive Diskussion erschwerte.
Sobald zwischenmenschliche Situationen anspruchsvoller wurden, hatte ich den Eindruck, dass schwierige Gespräche eher hinausgeschoben wurden, beispielsweise mit der Aussage: «Wir haben erst in einer Woche Zeit für ein Gespräch.»
Gemäss Stellenbeschrieb war die Aufgabe ausserordentlich interessant. Durch wiederholtes unkommentiertes Rückgängigmachen getroffener Entscheidungen – stellvertretend für mehrere ähnliche Erfahrungen – nahm ihre Attraktivität für mich jedoch deutlich ab.