Quo vadis, Bruno Walter Architekten?
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ausserbetriebliche Aktivitäten fanden relativ häufig statt und waren immer ein Highlight, das die internen Spannungen kurz vergessen liess. Gut war auch, dass der Lohn immer pünktlich ausgezahlt wurde und Überstunden kompensiert werden durften (ist in der Architekturbranche leider nicht selbstverständlich).
Verbesserungsvorschläge
Moderner werden, Hierarchie glätten, mehr Zusammenarbeit, Vertrauen und Zusammenhalt fördern. Auch erfahrene Mitarbeitende einstellen (also mit 5+ Jahren Berufserfahrung), um Fachkompetenz zu erhöhen. Gemeinsamer Austausch fördern und offen für Neues werden.
Arbeitsatmosphäre
Stark abhängig. Leider wurden die guten Phasen zunehmend von den schlechten Phasen verdrängt und auch der Umgangston schulmeisterlich statt auf Augenhöhe.
Work-Life-Balance
Vier Wochen Ferien und wenig Kulanz beim Beziehen von Ferien bzw. Freitagen. Überstunden waren aber kaum ein Thema, oft auch wegen fehlenden Aufgaben. Generell war die Aufgabenverteilung nicht immer ausgereift, sodass manche Mitarbeitende mit deutlich mehr Unterforderung zu kämpfen hatten als andere.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen wurden grundsätzlich mit Argwohn begegnet und ihr Potential nicht erkannt. Finanzielle Unterstützung gabs auch keine.
Gehalt/Benefits
Das Lohnniveau lag im unteren Mittelfeld.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Der Papierverbrauch war relativ hoch, da der Digitalisierung lieber aus dem Weg gegangen wurde. Soziales Bewusstsein wurde zwar gepredigt, aber nicht gelebt.
Vorgesetztenverhalten
Bei den Lieblingen kumpelhaft, ansonsten ambivalent. Obwohl die GL Transparenz und offene Kommunikation von den Angestellten erwartete, war sie selber nicht immer ein gutes Vorbild.
Arbeitsbedingungen
Bruno Walter Architekten scheint strukturell aus der Zeit gefallen zu sein und ist sehr hierarchisch geprägt. Der Status quo wurde vehement verteidigt und Reformen konsequent im Keim erstickt. Wer sich weiterentwickeln und mitgestalten möchte, sollte einen Bogen um das Büro machen.
Kommunikation
Nahezu inexistent. Wichtige projektspezifische Informationen wurden nicht weitergegeben, was nicht gerade förderlich für die Wertschätzung und die Arbeit war. Auch bürointerne Belange wurden kaum kommuniziert. GL-Protokolle, wo über Mitarbeitende hergezogen wird monatelang im Scanordner liegen zu lassen, war hingegen möglich.
Interessante Aufgaben
Es gab Zeiten, wo die Aufgaben richtig interessant und lehrreich waren. Später kam es vermehrt zu unnötigen Sisyphusarbeiten.