Grosses Potenzial, konsequent nicht genutzt
Gut am Arbeitgeber finde ich
Mit etwas Glück findet man vereinzelt Kolleg:innen, mit denen man sich versteht – diese sind allerdings rar gesät. Die Arbeit an sich könnte interessant sein, wenn sie nicht durch die Rahmenbedingungen so konsequent entwertet würde. Außerdem lernt man hier schnell, wie es nicht laufen sollte – auch eine Form von Erfahrung.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Liste ist lang: schlechter Lohn bei gleichzeitig steigender Arbeitsbelastung – man bekommt also effektiv immer mehr Verantwortung für immer weniger Gegenleistung. Wertschätzung? Fehlanzeige. Stattdessen prägen heuchlerisches Verhalten und ein Klima des Gegeneinanders den Alltag. Zusammenarbeit wird zwar propagiert, tatsächlich arbeitet aber jeder gegen jeden. Vertrauen ist praktisch nicht existent.
Ausnutzung und Ausbeutung gehören hier leider eher zur Unternehmenskultur als zur Ausnahme. Versprechungen werden gemacht und genauso schnell wieder vergessen. Entscheidungen wirken willkürlich und gehen fast immer zulasten der Mitarbeitenden. Wer Engagement zeigt, wird nicht belohnt, sondern darf einfach noch mehr Arbeit übernehmen.
Verbesserungsvorschläge
Wo soll man anfangen? Am sinnvollsten wäre wohl ein kompletter Neustart – insbesondere im Management und in der HR-Abteilung. Führung scheint hier eher ein Zufallsprodukt zu sein als eine Kompetenz. Transparenz, Fairness und echte Mitarbeiterförderung existieren, wenn überhaupt, nur auf dem Papier. Statt leerer Versprechen und Hochglanz-Floskeln wäre es angebracht, endlich grundlegende Strukturen zu überdenken und Verantwortung tatsächlich wahrzunehmen.