Mangel an Professionalität und fragwürdiges Führungsverhalten
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das einzig Positive waren die echten, unterstützenden Arbeitskollegen. Sonst bleibt hier leider nichts gutes zu erwähnen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
In meiner Wahrnehmung mangelt es der Leitung an Transparenz, Konsequenz und Professionalität. Entscheidungen wirken häufig willkürlich oder eigennützig, und persönliche Nähe zur Geschäftsleitung scheint wichtiger als rechtlich oder moralisch korrektes Verhalten. Die Geschäftsleitung behandelt Mitarbeitende oft respektlos und herablassend, und benachteiligt insbesondere jene, die einfach ihren Job gut machen wollen, ohne sich der Leitung anzubiedern. In meiner persönlichen Erfahrung kam es wiederholt zu Vorgehensweisen, die zumindest grenzwertig, wenn nicht gar widerrechtlich waren. Wer sich loyal verhält, wird bevorzugt, während kritische Stimmen schnell als Feinde der Unternehmensführung gelten. Das führt zu einem angespannten Arbeitsklima, in dem Vertrauen, Fairness und Wertschätzung kaum Platz finden.
Verbesserungsvorschläge
Anstatt in Stellenbeschreibungen und bei internen Anlässen ständig zu betonen, wie innovativ, sozial und was für ein toller Arbeitgeber man sei, sollte das Unternehmen beginnen, diesen Anspruch auch tatsächlich umzusetzen. Der Unterschied zwischen Aussenwirkung und Realität ist deutlich spürbar, sobald man dort arbeitet. Wer sich als innovativ bezeichnet, sollte dies im Alltag auch zeigen, und wer mit Grosszügigkeit und Fairness wirbt, sollte mehr bieten als nur das gesetzliche Minimum.
Arbeitsatmosphäre
Die Geschäftsleitung schafft durch ihr Verhalten eine toxische Atmosphäre, in der man sich nicht wohl fühlt.
Image
Das Aussenimage wird stark poliert und als besonders modern und innovativ, doch hinter der Fassade zeigt sich das genaue Gegenteil. Viel Schein, kaum Sein.
Work-Life-Balance
Kontaktaufnahmen in der Freizeit und sogar in den Ferien waren üblich. Zusatzaufwand wie Wochenendarbeit wurde nicht wertgeschätzt.
Karriere/Weiterbildung
Karriereperspektiven fehlen. Die Priorität liegt klar darauf, Mittel für die jährliche Gewinnausschüttung zu sparen, statt in die Weiterentwicklung der Mitarbeitenden zu investieren.
Gehalt/Benefits
Gehalt im unteren Durchschnitt der Branche, Sozialleistungen auf gesetzlichem Minimum.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Umweltbewusstsein war neutral, aber das Sozialbewusstsein lag bei null.
Kollegenzusammenhalt
Im vertrauten Kollegenkreis gut, aber bei den Lieblingen der Vorgesetzten heikel und von Misstrauen geprägt. Das trug stark zur insgesamt toxischen Atmosphäre bei. Man kann schnell fallengelassen werden.
Umgang mit älteren Kollegen
Genauso herablassend wie mit allen anderen, die nicht zu den bevorzugten, der Geschäftsleitung nahestehenden Personen gehörten.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Vorgesetzten war kalt, unehrlich und oft unethisch. Respekt fehlte komplett, besonders gegenüber Mitarbeitenden, die nicht zum bevorzugten Kreis gehörten.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen entsprachen dem heutigen Minimum: ein Büro mit PCs, Tischen und Stühlen, aber keinerlei besondere Ausstattung oder Mitarbeitenden-Benefits.
Kommunikation
Die Kommunikation war oft extrem mangelhaft, insbesondere seitens der Vorgesetzten. Teilweise wirkte sie so schlecht, dass man den Eindruck bekam, Fehler würden bewusst auf Mitarbeitende abgewälzt.
Gleichberechtigung
Mitarbeitende, die der Geschäftsleitung besonders nahe standen, wurden klar bevorzugt, während andere, die einfach ihren Job machten, spürbar schlechter behandelt wurden, teils sogar mit offen feindseligem Verhalten (z.B. bewusstes Nichtgrüssen oder Blicke, die deutlich Ablehnung signalisierten)
Interessante Aufgaben
Die einzige Abwechslung entstand wenn man als „Mädchen für alles“ fungierte und Arbeiten übernehmen musste, die eigentlich nicht zur eigenen Rolle gehörten oder sogar die eigenen Kompetenzen überstiegen.