War lange eine tolle Arbeitgeberin doch seit einigen Jahren eine reine Katastrophe!
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Die engagierten Menschen hinter den verschiedenen Produkten
- Teamspirit
- Die Leidenschaft für hochwertigen Qualitätsjournalismus
- 5 Wochen Ferien
- Das Auffahrtsturnier
- Regelmäßige Kundenevents
- Flexible Arbeitszeiten
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Aussendienst muss den Parkplatz selbst bezahlen, habe ich so in anderen Unternehmungen noch nie erlebt
Austrittsgespräch und Fragebogen: Bei meinem Austrittsgespräch wurde mir gesagt, dass ein Fragebogen gemeinsam ausgefüllt wird, um die Hintergründe einer Kündigung zu verstehen – positive wie negative Aspekte – und um Verbesserungsmöglichkeiten abzuleiten. In der Praxis wird dieser Fragebogen jedoch nur abgelegt, ohne dass etwas damit geschieht. Dass eine HR-Person dies offen zugibt, wirkt für mich wie Null Wertschätzung. Daher ist mir unklar, warum bei jedem Kommentar hier betont wird, man wolle an negativen Punkten arbeiten, während konkrete Rückmeldungen offenbar systematisch ignoriert werden.
Wechsel in der Führungsebene: Häufige Wechsel in der oberen Etage führen dazu, dass Prozesse zunehmend komplizierter und ineffizienter werden. Praxisbezug fehlt, und die Motivation der Mitarbeitenden ist sehr niedrig.
Falsch besetzte Positionen: Einige hochrangige Positionen sind seit Jahren falsch besetzt, was viele Mitarbeitende und Abteilungen belastet.
Unfaire Zielsetzungen: Die Zielvorgaben sind so gestaltet, dass es praktisch unmöglich ist, jemals 100 % des Ziellohns zu erreichen. Selbst bei sehr guter eigener Leistung bleibt der gewünschte Erfolg aus.
Mangelnde Wertschätzung: Wertschätzung ist kaum spürbar. Bei längerer Krankheit erhält man nicht einmal eine Karte oder ein Telefongespräch um zu hören wie es einem geht. Stattdessen wird nur nach dem Rückkehrdatum gefragt und daran erinnert, das Arbeitsunfähigkeitszeugnis hochzuladen.
Führungskräfte und Ehrlichkeit: Einige ehemalige Führungskräfte haben wiederholt falsche Informationen gegeben, um Diskussionen zu vermeiden – selbst wenn die Mitarbeitenden eindeutig im Recht waren.
Persönliches Fazit: Ich habe viele Jahre gerne bei CH Media gearbeitet, würde jedoch heute nicht mehr zurückkehren – sehr schade.
Verbesserungsvorschläge
- Mitarbeitende im Aussendienst sollten keinen eigenen Parkplatz bezahlen – das ist in anderen Unternehmen unüblich.
- Prozesse kritisch überprüfen und die personellen Ressourcen im Aussendienst stärken.
- Mehr Workshops zu Pain Points durchführen; bisherige Erkenntnisse wurden zwar gesammelt, aber nie analysiert oder umgesetzt.
- Klare Kommunikation sicherstellen und idealerweise nur einen zentralen Kommunikationskanal nutzen.
- Weiterbildungen zumindest teilweise finanziell unterstützen.
- Zielsetzungen fair gestalten, sodass sie die Motivation der Mitarbeitenden fördern.
- Wertschätzung aktiv leben und in die interne Employee Journey integrieren – es geht nicht immer nur um Geld.
- Weiterbildungen speziell für Führungskräfte anbieten.
- Karrierechancen offen und transparent mit den Mitarbeitenden besprechen.
- Kommunikation im HR-Team verbessern besonders für Austrittsgespräche und das Feedback dazu auswerten.
- Die Motivation der Mitarbeitenden allgemein hochhalten – z. B. durch Teamausflüge, gemeinsame Mittagessen, Sportaktivitäten oder Ähnliches.
Arbeitsatmosphäre
Eher kritisch, da es auch an Verkaufsanreizen fehlt. Viele Mitarbeitende sind unzufrieden, verändern jedoch nichts – was sich deutlich in der Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen bemerkbar macht.
Image
Nach außen hin wird ein positives Bild vermittelt, nach innen bleibt vieles auf der Strecke. Die Werte, die als Leitbild einer „Familie“ propagiert werden, werden im Alltag oft nicht gelebt. Das beginnt schon bei einfachen Gesten wie dem Grüssen auf dem Gang (GL), das häufig ausbleibt, und setzt sich fort bei zahlreichen Zusatzaufgaben, die über Jahre unentgeltlich erledigt werden. Trotz wiederholter Zusagen, dass man sich etwas überlegen werde, passiert nur wenig. Es geht dabei nicht um finanzielle Anerkennung, sondern um Wertschätzung – ein kleines Dankeschön oder ein gemeinsamer Ausflug würden bereits viel bewirken.
Work-Life-Balance
Ein grosser Pluspunkt ist die freie Einteilung der Ferien und die Flexibilität bei den Arbeitszeiten.
Karriere/Weiterbildung
Über mindestens zwei Jahre hinweg wurden grosse Versprechungen gemacht. In der Realität hiess es jedoch: „Wir erarbeiten gerade ein Karrieremodell, Weiterbildungen werden momentan nicht unterstützt“ – also keinerlei finanzielle Beteiligung. Mindestens drei Kolleg:innen haben diese Rückmeldung erhalten. Das vermittelt den Eindruck, dass die angekündigten Chancen und Versprechungen nicht ernsthaft umgesetzt werden.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt liegt im Durchschnitt, und die Sozialleistungen sind im Vergleich zu anderen Unternehmen solide. Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass sich die Lohnentwicklung eher begrenzt gestaltet – auch zusätzliche Weiterbildungen führen nicht zwingend zu einer Gehaltserhöhung in den folgenden Jahren.
Kollegenzusammenhalt
Bei CH Media arbeiten viele tolle Menschen – in dieser Hinsicht habe ich ausschliesslich positive Erfahrungen gemacht.
Umgang mit älteren Kollegen
Gut.
Vorgesetztenverhalten
Führungskräfte haben oft wenig Handlungsspielraum, um Anliegen aus dem Team nach oben zu adressieren. Entsprechend bleibt eine positive Veränderung häufig aus. Stattdessen hört man nicht selten: „Wenn es dir nicht passt, musst du weiterziehen.“ Auch wenn das verständlich ist, wäre ein gemeinsamer Austausch über bestehende Herausforderungen wünschenswert.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsgestaltung ist sehr flexibel, was ich als grossen Pluspunkt empfinde. Da die Ziele jedoch kaum erreichbar sind, stellen die Arbeitsbedingungen einen wichtigen Ausgleich dar.
Kommunikation
In der Kommunikation bestehen erhebliche Defizite. Die Abstimmung zwischen den Abteilungen ist unklar, wodurch es zu Kannibalisierungseffekten kommt. Hinzu kommt eine Flut an Informationsmails, die kaum effizient verarbeitet werden kann.
Gleichberechtigung
Meiner Ansicht nach ist die Gleichbehandlung nicht durchgehend gewährleistet, insbesondere wenn es um Kaderpositionen oder die Weiterentwicklung von Mitarbeitenden geht.
Interessante Aufgaben
Die Tätigkeit war für mich stets spannend und abwechslungsreich. Leider konnte ich meinen Kunden zu keinem Zeitpunkt vollständig gerecht werden, da die administrativen Aufgaben zu viel Zeit in Anspruch nahmen. Zudem wurde mehrfach kommuniziert, dass eine Anpassung dieser Prozesse zugunsten des VAD nicht vorgesehen ist.

