Inspirierendes Bild, enttäuschende Realität. Die Kultur, die ich bewunderte, ist verschwunden.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ich finde die Arbeit des Unternehmens super, aber nicht die Art und Weise, wie sie ausgeführt wird. Das WHAT ist großartig, das HOW bedarf keiner weiteren Erklärung.
Es gibt jedoch einige Manager und Mentoren, die aussergewöhnlich gut sind (fachlich und menschlich).
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Im Zuge einer Umstrukturierung kann es vorkommen, dass man mehr als vier Monate lang zwei Rollen (100%ig) parallel ausführen muss. Das Burnout-Risiko trägst du allein. Dein Manager oder die Personalabteilung sind zu beschäftigt, um sich um deinen Gesundheitszustand zu kümmern. Dafür kannst du einen Anrufdienst nutzen.
Verbesserungsvorschläge
Die Verbesserungsvorschläge werden jedes Jahr im Oktober in der Credo-Umfrage präsentiert. Viele werden jedoch nicht berücksichtigt, da die Unternehmensziele vorrangig erreicht werden müssen. Schaffhausen Site ist eine wahre Goldgrube.
Arbeitsatmosphäre
Man fühlt sich nicht willkommen. Viele Angestellte sind mit ihrer Arbeit überlastet, sodass keine Zeit für den Aufbau positiver Beziehungen bleibt.
Kommunikation
Die Mitarbeiter werden einer Gehirnwäsche unterzogen (um stets über den Zielvorgaben zu liefern), doch das Unternehmen hält seine Worte nicht in die Tat um.
Kollegenzusammenhalt
Das hängt sehr stark von der Funktion und dem jeweiligen Funktionsleiter ab.
Work-Life-Balance
Sehr begrenzt. Die Priorisierung ist sehr eingeschränkt, alle Ziele müssen unter allen Umständen erreicht werden, dem Unternehmen ist Ihre Gesundheit egal (und es gab bereits Todesfälle).
Vorgesetztenverhalten
Manager, die ergebnisorientiert arbeiten und erfolgreich überleben, sind durchweg rücksichtslos und herzlos.
Interessante Aufgaben
Die Aktivitäten an sich sind wirklich interessant, aber die Aufgabenbereiche sind sehr begrenzt, sodass die Arbeit sehr eintönig wird, es sei denn, man wechselt alle zwei Jahre die Rolle (was nicht immer möglich ist, da einige Manager behaupten, dass der Erfolgszyklus vor einem Wechsel in eine andere Rolle mindestens drei Jahre beträgt).
Gleichberechtigung
viel besser als in anderen Branchen, aber es gibt noch Verbesserungspotenzial.
Arbeitsbedingungen
Standard-Hybridmodell (3 Tage im Büro, 2 Tage im Homeoffice), sofern Ihr Job dies zulässt. Je nach Einzelfall und mit Zustimmung des Vorgesetzten kann man Fernarbeit (z. B. 4 Tage von zu Hause aus) beantragen; der Vertrag könnte dann entsprechend angepasst werden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Sehr gutes Branding, vielfältige Möglichkeiten, sich (in der Freizeit) an sozialen und gemeinnützigen Programmen zu beteiligen und so zum guten Ruf des Unternehmens beizutragen.
Gehalt/Benefits
Die Gehälter sind sehr wettbewerbsfähig (in der Pharmabranche deutlich höher als in anderen Branchen).
Image
Sehr gut nach aussen, innen deutlich schlechter.
Karriere/Weiterbildung
Man kann durch Networking Karriere machen. Man kann bezahlte Deutschkurse durch der Firma bezahlt. Neben Sprachen gibt es einige sehr gute Weiterbildungsprogramme (online vom Konzern, nicht vor Ort), deren Kostenübernahme jedoch schwierig ist.
Mir wurde nie mitgeteilt, wie hoch das Weiterbildungsbudget für meine direkten Mitarbeiter ausfällt, daher konnte ich praktisch keine Anträge unterstützen (weder die Geschäftsleitung noch die Personalabteilung wollten diesbezüglich Klarheit schaffen).