Chaos statt Führung, keinerlei klare Strukturen und schäbiger Umgang mit Mitarbeitenden
Gut am Arbeitgeber finde ich
Grundsätzlich ist Cleanfix ein interessantes Unternehmen mit spannenden Produkten und Tätigkeiten in einer attraktiven Branche. Die Themen rund um Reinigung, Hygiene und professionelle Anwendungen bieten viel Potenzial und Relevanz.
Auch die Produkte selbst und der Marktauftritt hätten eigentlich eine gute Basis. Man könnte sehr viel daraus machen: strategisch, kommunikativ und unternehmerisch. Das Unternehmen hätte die Voraussetzungen, um sich weiterzuentwickeln und erfolgreich zu positionieren.
Umso enttäuschender ist es, dass dieses Potenzial durch Chaos, fehlende Führung und mangelhafte Strukturen weitgehend verspielt wird. Was gut sein könnte, wird durch die Art der Führung und den Umgang mit Mitarbeitenden zunichtegemacht.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Schlecht am Arbeitgeber finde ich vor allem das allgegenwärtige Chaos, die fehlende Führung und den mangelhaften menschlichen Umgang. Es gibt keine verlässliche Linie, keine stabilen Strukturen und keine klare Strategie. Absprachen sind wertlos, Entscheidungen werden laufend revidiert.
Besonders problematisch ist der Umgang mit Mitarbeitenden. Respekt, Wertschätzung und Fürsorge fehlen. Kritisches Denken, Fachkompetenz und Erfahrung werden nicht gefördert, sondern häufig abgewertet. Wer nicht mitmacht oder unbequeme Fragen stellt, gerät unter Druck. Der Umgang mit Krankheit, Belastung und persönlichen Situationen ist erschreckend und zeigt ein fehlendes Sozialbewusstsein. Mitarbeitende werden nicht als Menschen wahrgenommen, sondern als austauschbare Ressource. Zusammenhalt existiert kaum, Abteilungen arbeiten gegeneinander, und das Management verstärkt diese Kultur durch Unsicherheit, Machtspiele und fehlende Selbstreflexion. So wird enormes Potenzial systematisch zerstört.
Verbesserungsvorschläge
Aus meiner Sicht braucht es bei Cleanfix einen grundlegenden Neuanfang. Das bestehende Management muss ausgetauscht werden. Mit der aktuellen Führung sind weder Stabilität noch nachhaltige Entwicklung möglich. Es braucht professionelle, verlässliche Strukturen: unternehmerisch wie auch menschlich. Klare Zuständigkeiten, nachvollziehbare Entscheidungen und eine konsequent verfolgte Linie sind zwingend notwendig. Aktionismus und kurzfristige Machtentscheide müssen durch Strategie und Weitsicht ersetzt werden.
Gleichzeitig muss der Umgang mit Mitarbeitenden grundlegend verändert werden. Respekt, Vertrauen und Fürsorge dürfen keine leeren Worte sein, sondern müssen im Alltag gelebt werden, insbesondere in schwierigen persönlichen Situationen. Mitarbeitende sind keine Ware, sondern Menschen. Erst wenn Führungskompetenz, Struktur und Menschlichkeit zusammenkommen, kann Cleanfix das Potenzial ausschöpfen, das das Unternehmen eigentlich hätte.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre habe ich als sehr schlecht erlebt. Es gibt kaum Zusammenhalt im Team, was auch daran liegt, dass Führung nicht vorgelebt wird. Im Gegenteil: Das Management agiert aus meiner Sicht autoritär und schafft ein Klima von Unsicherheit statt Vertrauen. Statt auf Fachwissen zu hören, dominiert Mikromanagement. Expertinnen und Experten werden nicht ernst genommen, ihre Arbeit wird teilweise offen abgewertet oder ins Lächerliche gezogen. Das wirkt demotivierend und respektlos.
Hinzu kommt eine permanente Unklarheit in der Arbeit. Abgesprochene Linien haben keinen Bestand, Entscheidungen werden kurzfristig wieder umgestossen – oft ohne Information oder Erklärung. Dadurch weiss man häufig nicht, woran man ist oder was tatsächlich erwartet wird. Diese Kombination aus fehlender Führung, mangelndem Respekt und ständiger Richtungsänderung belastet die Arbeitsatmosphäre massiv und macht konzentriertes, motiviertes Arbeiten nahezu unmöglich.
Image
Das Image von Cleanfix lebt aus meiner Sicht stark vom Ruf vergangener Tage. Schweizer Qualität wird nach aussen betont, ist jedoch vielfach nur noch ein Etikett. Zahlreiche Produkte werden inzwischen günstig in China eingekauft. Auch bei Geräten, die in der Schweiz produziert werden, stammen immer mehr Komponenten aus chinesischer Massenfertigung. Diese Entwicklung steht im klaren Widerspruch zur kommunizierten Qualitätspositionierung.
Besonders fragwürdig wird dies bei Versprechen wie langfristiger Ersatzteilverfügbarkeit und Nachhaltigkeit. Wenn Komponenten laufend durch billigere Varianten ersetzt werden, stellt sich die Frage, wie solche Zusagen zuverlässig eingehalten werden sollen. Kontinuität und technische Langfristigkeit wirken so wenig glaubwürdig. Nach aussen wird ein hochwertiges, traditionsreiches Schweizer Unternehmen vermittelt. Intern und in der Produktrealität klafft jedoch eine deutliche Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Das beschädigt das Vertrauen in die Marke nachhaltig.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist sehr schlecht. Mitarbeitende stehen permanent unter Druck, Rücksicht auf persönliche oder gesundheitliche Situationen wird nicht genommen.
Nachdem bei mir Anfang des Jahres eine schwere Krankheit diagnostiziert wurde und ich das Management offen darüber informierte, änderte sich der Umgang spürbar. Statt Unterstützung zu erfahren, entstand der Eindruck, dass man mich loswerden wollte. Der Arbeitsdruck wurde weiter erhöht, ohne Rücksicht auf meine gesundheitliche Situation. Als ich darum bat, Projekte zu verschieben, weil ich Termine in Klinik und Reha wahrnehmen musste, wurde dies kategorisch abgelehnt. Die klare Aussage lautete sinngemäss: Das interessiere nicht, die Arbeit müsse erledigt werden. Diese Haltung empfand ich als unmenschlich und verantwortungslos. Ich wurde in dieser Phase massiv unter Druck gesetzt und eingeschüchtert. Besonders erschütternd war der Versuch, mich dazu zu bringen, ein Dokument zu unterschreiben, in dem ich bestätigen sollte, vollkommen gesund zu sein.
Leider handelt es sich dabei nicht um einen Einzelfall. Bei mir haben sich weitere Mitarbeitende gemeldet, denen es genauso ging.
Karriere/Weiterbildung
Karriere ist bei Cleanfix aus meiner Sicht nur möglich, wenn man dem Management nach dem Mund redet. Anpassung und Loyalität gegenüber einzelnen Führungspersonen zählen mehr als Leistung, Kompetenz oder Weitsicht. Sobald der Eindruck entsteht, dass jemand über den Tellerrand hinausdenkt, kritisch hinterfragt oder versucht, langfristige und effiziente Strukturen aufzubauen, wird dies nicht gefördert. Im Gegenteil: Solche Mitarbeitenden geraten unter Druck, werden ausgegrenzt und letztlich aus dem Unternehmen gedrängt.
Weiterbildung findet kaum strukturiert statt und wirkt nicht strategisch geplant. Persönliche Entwicklung hängt weniger von Fähigkeiten oder Potenzial ab, sondern davon, wie unbequem oder bequem jemand für das Management ist. Statt Talente zu entwickeln und langfristig zu binden, entsteht ein Klima der Angst und Anpassung. Das verhindert nachhaltige Entwicklung: sowohl für Mitarbeitende als auch für das Unternehmen.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist zu niedrig und steht in keinem angemessenen Verhältnis zur geforderten Leistung und Verantwortung. Obwohl dies intern bekannt ist, lässt das Management keine Gelegenheit aus, Mitarbeitenden einzureden, sie würden zu viel verdienen und müssten «für ihr Geld etwas leisten». Diese Haltung wirkt respektlos und demotivierend. Statt Leistung wertzuschätzen oder marktgerechte Rahmenbedingungen zu schaffen, wird Druck aufgebaut und das Gefühl vermittelt, ständig in der Bringschuld zu stehen.
Auch die Sozialleistungen sind unterdurchschnittlich. Sie entsprechen weder den Anforderungen eines modernen Arbeitgebers noch dem Anspruch eines international tätigen Unternehmens. Attraktive oder ausgleichende Leistungen, die das tiefe Gehaltsniveau relativieren könnten, fehlen weitgehend. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass Kostenersparnis wichtiger ist als faire Entlöhnung oder soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ein Umweltbewusstsein wird nach aussen zwar betont, intern jedoch nur teilweise gelebt. Es gibt einzelne durchaus lobenswerte Ansätze, doch wie so vieles im Unternehmen werden diese nicht zu Ende gedacht und nicht konsequent umgesetzt. Der Wille zur Nachhaltigkeit wirkt eher deklarativ als tief verankert.
Ganz anders und deutlich problematischer ist das Sozialbewusstsein. Dieses habe ich als katastrophal erlebt. Der Umgang mit mir während meiner Erkrankung habe ich bereits beschrieben, und leider handelt es sich dabei nicht um einen Einzelfall. Mitarbeitende werden nicht als Menschen wahrgenommen, sondern primär als austauschbare Ressource. Persönliche Situationen, gesundheitliche Belastungen oder individuelle Grenzen spielen keine Rolle. Statt Fürsorge und Verantwortung dominieren Druck und Kälte.
Ein Unternehmen, das sich glaubwürdig sozial und nachhaltig positionieren möchte, muss diese Werte auch intern leben. Bei Cleanfix klafft zwischen Anspruch und Realität eine massive Lücke.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist nicht vorhanden. Jede Person arbeitet für sich, gemeinsame Ziele spielen eine keine Rolle. Was in Meetings konstruktiv wirkt, wird danach relativiert oder unterlaufen. Statt Themen offen im Team zu klären, gehen Mitarbeitende im Nachgang zum Management und sprechen hinter dem Rücken anderer schlecht über andere. Dieses feige und hinterhältige Verhalten zerstört Vertrauen und verhindert echten Austausch.
Besonders deutlich zeigte sich dies im Marketing. Dort gab es Mitarbeitende, die fachlich überfordert waren. Anstatt auf erfahrenere Kollegen zu hören oder sich an professionelle Strukturen anzupassen, wurden deren Vorschläge kategorisch abgelehnt. Fachlich saubere Arbeit wurde abgewertet und schlechtgeredet. Statt die eigene Arbeitsweise zu hinterfragen, wurde gezielt das Management eingeschaltet, um erfahrene Fachpersonen als inkompetent darzustellen und von eigenen Defiziten abzulenken.
Auch abteilungsübergreifend fehlt Zusammenarbeit. Das Produktmanagement verweigerte notwendige Unterstützung und kritisierte lieber im Nachhinein. Das Management verstärkt diese Kultur durch fehlende klare Linie: Gesagt wird das eine, gelebt wird das andere.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren und erfahrenen Mitarbeitenden ist aus meiner Sicht problematisch. Erfahrung, Fachwissen und langjährige Berufspraxis werden nicht geschätzt, sondern eher als störend wahrgenommen. Statt die Kompetenz älterer Kollegen zu nutzen, werden ihre Beiträge relativiert oder offen abgewertet. Wer auf Erfahrung, bewährte Methoden oder professionelle Standards hinweist, gilt schnell als unbequem oder rückständig. Ein respektvoller Austausch auf Augenhöhe findet kaum statt.
Besonders irritierend ist, dass Erfahrung nicht als Stärke gesehen wird, sondern als Hindernis. Ältere Mitarbeitende werden selten aktiv einbezogen und ihre Expertise fliesst kaum in Entscheidungen ein. Dadurch geht wertvolles Wissen verloren. In einem Unternehmen mit industriellem und internationalem Anspruch wäre der respektvolle Umgang mit Erfahrung essenziell. Bei Cleanfix habe ich jedoch den Eindruck gewonnen, dass Alter und Kompetenz eher Nachteile als Vorteile darstellen.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten habe ich als äusserst problematisch erlebt. Von Führung kann aus meiner Sicht keine Rede sein. Das Management wirkt überfordert und nicht in der Lage, ein internationales Unternehmen klar und verlässlich zu steuern. Cleanfix erfordert Weitsicht, Strategie und eine klare Linie. Mitarbeitende müssen sich auf Führungskräfte verlassen können. Genau das ist jedoch nicht möglich. Entscheidungen sind widersprüchlich, kurzsichtig und häufig nicht nachvollziehbar. Abgemachte Linien werden regelmässig umgestossen, Verantwortung wird nicht übernommen.
Statt Orientierung zu geben, erzeugt das Management Unsicherheit und Chaos. Strategisches Denken fehlt, stattdessen dominiert Aktionismus. Fachliche Kompetenz und Erfahrung spielen keine Rolle. Der Führungsstil erinnert eher an einen Bauernhof als an ein professionell geführtes Unternehmen. Frei nach dem Motto: «Die minderbemittelsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln». Genau so fühlt sich die Art an, wie hier geführt und entschieden wird.
Für ein Unternehmen mit internationalem Anspruch ist dieses Vorgesetztenverhalten aus meiner Sicht nicht tragbar.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind stark vom allgemeinen Chaos im Unternehmen geprägt. Themen werden besprochen und scheinbar entschieden, nur um kurze Zeit später wieder komplett umgeworfen zu werden. Verlässliche Rahmenbedingungen existieren kaum. Versucht man, Aufgaben professionell und strukturiert aufzubereiten, wird dies nicht geschätzt. Im Gegenteil: Fachlich saubere Arbeit wird teilweise abgewertet oder man wird dafür offen heruntergeputzt. Das wirkt demotivierend und respektlos.
Auch die räumlichen Bedingungen sind ungenügend. Die Büros sind schlecht ausgestattet, im Winter oft zu kalt und im Sommer kaum erträglich, eher wie eine Sauna. Ein angenehmes und gesundes Arbeitsumfeld wird nicht sichergestellt. Besonders problematisch ist das Arbeitsmaterial. Die IT ist unzureichend und nicht auf effizientes, professionelles Arbeiten ausgelegt. Fehlende oder mangelhafte Ausstattung erschwert den Arbeitsalltag zusätzlich und kostet unnötig Zeit und Energie.
Kommunikation
Kommunikation findet zwar statt, sie ist jedoch nicht glaubwürdig. Gesagtes hat keinen Bestand und verliert schnell an Wert, weil Absprachen nicht eingehalten werden. Viele Mitarbeitende nehmen Aussagen des Managements deshalb kaum noch ernst. Der Ton ist häufig von oben herab. Es fehlt spürbar an Sicherheit im Management, was sich in der Art der Kommunikation deutlich zeigt. Anstelle von Dialog und Klarheit dominieren Belehrung und Machtausübung.
Statt langfristig zu denken und verlässliche, effiziente Strukturen aufzubauen, werden Entscheidungen immer wieder zunichtegemacht. Wichtige Personen werden kurzfristig entlassen, was Vertrauen und Zusammenarbeit zusätzlich untergräbt. Besonders problematisch ist der Umgangston. Es wird geschrien, respektlos und nicht wertschätzend kommuniziert. Selbst klare Absprachen aus Meetings sind später nicht mehr verbindlich, sodass am Ende jeder wieder macht, was er oder sie will.
Gleichberechtigung
Die Gleichberechtigung habe ich als stark problematisch erlebt. Der Umgang mit Frauen wirkt stellenweise wie aus dem vorherigen Jahrhundert und ist für ein modernes Unternehmen nicht akzeptabel.
Auch Mitarbeitende mit hoher Bildung und grosser Erfahrung werden nicht respektiert. Wer kritisch nachfragt oder fundierte, intelligente Beiträge einbringt, läuft Gefahr, öffentlich diskreditiert, lächerlich gemacht oder verbal heruntergeputzt zu werden. Kritisches Denken ist offensichtlich nicht erwünscht. Besonders auffällig ist der respektlose Umgang mit Kompetenz. Fachliche Stärke wird nicht genutzt, sondern als Bedrohung wahrgenommen. Statt Diskussion auf Augenhöhe herrscht Abwertung.
Sehr enttäuschend ist zudem der Umgang mit Mitarbeitenden aus der Produktion. Das Management zeigt kaum Präsenz, sucht den Dialog nicht und interessiert sich wenig für deren Perspektiven. Wenn Informationen weitergegeben werden, geschieht dies oft von oben herab und ohne echte Wertschätzung.
Insgesamt entsteht der Eindruck eines hierarchischen und rückwärtsgewandten Menschenbilds, das weder Gleichberechtigung noch Respekt wirklich lebt.
Interessante Aufgaben
Grundsätzlich gäbe es bei Cleanfix interessante und anspruchsvolle Aufgaben. Die Themen, Produkte und Märkte hätten viel Potenzial und könnten motivierende Arbeit ermöglichen. In der Realität wird dieses Potenzial jedoch durch Chaos, fehlenden Zusammenhalt und mangelnde Führung zunichtegemacht. Es werden Pläne und Strategien erarbeitet, Meetings abgehalten und Entscheidungen getroffen – doch oft schon kurze Zeit später kann sich niemand mehr daran erinnern. Absprachen verlieren ihren Wert, und jede Person macht wieder, was sie will.
Durch die fehlende klare Linie und das Ausbleiben von Führung gehen viele gute Impulse verloren. Ideen werden begonnen, aber nicht konsequent weiterverfolgt oder umgesetzt. Das führt zu Frustration und dem Gefühl, dass eigene Arbeit wirkungslos bleibt. Was eigentlich interessante Aufgaben sein könnten, verkommt so zu planlosem Abarbeiten. Der fehlende Rahmen und die ständigen Richtungswechsel nehmen der Arbeit jegliche Freude und Motivation.