Ihr Unternehmen?

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convalere 
ag
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Auf zu neuen Ufern- aber nicht mit der Convalere AG

1,0
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in Pratteln gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Erfahrungen, die ich dort sammeln konnte. ;-)

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Dem oben Beschriebenen ist aus meiner Sicht nichts Wesentliches hinzuzufügen.

Verbesserungsvorschläge

Selbstreflexion. Der Eindruck entsteht, dass tiefgreifende Veränderungen erst dann möglich sind, wenn auch bestehende personelle Konstellationen in Schlüsselpositionen hinterfragt werden. "Soziale Arbeit handelt oft davon, den Machtungleichgewichten entgegenzuwirken und diejenigen zu stärken, die weniger Macht haben" - Joan Pennell. - ein Anspruch, der aus Mitarbeitersicht nicht durchgehend gelebt wird.

Arbeitsatmosphäre

Das Gefühl auf einem aktiven Vulkan zu sitzen und darauf warten, dass die nächste Hiobsbotschaft eintrifft. Die Arbeitsatmosphäre war von einem hohen Druckniveau geprägt. Permanente Veränderungen und die daraus resultierenden Unsicherheiten führten zu starken Anspannungen im Arbeitsalltag.

Image

Mehr Schein als Sein. Nach aussen wird ein professionelles Bild vermittelt. Die Aussenwirkung hat einen sehr hohen Stellenwert, während interne Strukturen erhebliche Entwicklungsdefizite aufweisen. Mitarbeiter mit höheren Abschlüssen werden nach aussen hin hervorgehoben, was zu Rivalitäten und Missstimmungen führt. Zusätzlich entstehen aus Mitarbeitersicht immer wieder Wahrnehmungen von besonderen Näheverhältnissen innerhalb der Führungsebene, die unter den Mitarbeitenden thematisiert werden. Dies trägt nicht immer zu einem Gefühl von Transparenz und Gleichbehandlung bei. Neuer Geschäftsinhaber und neues Management im Jahr 2025, neuer Sozialdienst und erneuter Wechsel des CEO im Jahr 2026... Negative Rezensionen werden auf Google gelöscht, um den Score anzuheben und Mitarbeiter gebeten positive Rezensionen auf Kununu zu verfassen. Dem ist meines Erachtens nichts mehr hinzuzufügen.

Work-Life-Balance

Der Fokus liegt auf der Aufrechterhaltung des Betriebs. Man hat sich den Vorgaben anzupassen. Ausnahmen werden aus Angst, Präzedenzfälle zu schaffen, konsequent vermieden. Es gibt kein Homeoffice, was hauptsächlich der Kontrolle der Mitarbeitenden vor Ort dient, sowie starre Arbeitszeiten und wenig Verständnis für individuelle Lebensentwürfe. Für ein Unternehmen im sozialen Sektor ist dies meines Erachtens widersprüchlich und nicht zeitgemäss.

Karriere/Weiterbildung

Attraktive Weiterbildungsangebote kaum vorhanden, jedoch aus meiner Sicht an Verfügbarkeit und Betriebszugehörigkeit gebunden. Angesichts der Fluktuation stellt dies eine Herausforderung dar. Zeit sollte man hierfür auch aufbringen können.

Gehalt/Benefits

Bei vergleichbarer Tätigkeit entstand für mich der Eindruck von Gehaltsunterschieden zwischen einzelnen Berufsgruppen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umwelt: Mülltrennung mit Hindernissen.
Sozialbewusstsein: Bewusstsein beginnt mit Selbsterkenntnis.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt basierte in erster Linie auf der gemeinsamen fachlichen Arbeit. Ansonsten läuft vieles im Alltag auf indirektem Weg. Lästern und Kollegen bei Vorgesetzten melden etc., ist meiner Ansicht nach, nur eine traurige Konsequenz, um das eigene Überleben in der chaotischen und toxischen Struktur zu "sichern". Dies relativiert es nicht, aber ist eine mögliche Erklärung.

Umgang mit älteren Kollegen

Aufgrund der hohen Fluktuation gab es nur wenige Mitarbeitende mit längerer Betriebszugehörigkeit. Eine fundierte Bewertung dieses Punktes ist daher aus meiner Sicht nur eingeschränkt möglich.

Vorgesetztenverhalten

Meines Erachtens und nach den jüngsten Entwicklungen wirkt die Führung unerfahren, strategisch ausgerichtet und stark interessengeleitet, das eigene Vorankommen steht im Vordergrund. Transparenz und echtes Verständnis für Mitarbeitende waren aus meiner Sicht nicht vorhanden. Kritik wurde häufig als Angriff wahrgenommen, was einen offenen Austausch erschwerte. Fachlich kompetente und charakterstarke Mitarbeitende werden als herausfordernd wahrgenommen, kleingehalten und erhalten keine Aufstiegschancen, da sie an der Basis benötigt werden. Konkurrenzverhalten? Schade. Insgesamt werden Mitarbeitende nach geleisteter Arbeit mittelfristig wieder ersetzt, anstatt sie nachhaltig einzubinden. Jede Quelle versiegt irgendwann und das ist in diesem Fall noch nicht einmal auf den Klimawandel zurückzuführen. ;-)

Arbeitsbedingungen

Wer ein gutes Verhältnis zu Vorgesetzten pflegt und sich stark anpasst, hat aus meiner Sicht bessere Entwicklungschancen. Gleichzeitig wird ein hohes Arbeitspensum vorausgesetzt, oft ohne ausreichende Berücksichtigung individueller Grenzen.

Kommunikation

Ineffizient und nicht lösungsorientiert für die Mitarbeiter. Machtgefälle in der Kommunikation mit Leitungspersonen. Fehlende Introspektion, somit auch keine Chance auf Veränderung. Versuch Mitarbeiter verbal und mit wechselnden Regelwerken zu disziplinieren. Bei einigen schürt dies Angst vor einem möglichen Arbeitsplatzverlust und andere wählen den Exit.

Gleichberechtigung

Eine objektive Einschätzung ist schwierig, da Einblicke in Gehaltsstrukturen naturgemäss begrenzt sind. Insgesamt entstand für mich jedoch der Eindruck, dass Anpassungsfähigkeit an den Führungsstil eine größere Rolle für Entwicklungsmöglichkeiten spielte als individuelle Perspektiven oder Erwartungen.

Interessante Aufgaben

Im Grunde schon, allerdings ist dies auch an anderen Orten wie z. B. Gemeinden, Stiftungen oder kantonalen Stellen mit besserer Entlohnung möglich. Grundsätzlich orientiert sich die Tätigkeit am Leistungskatalog. In der Praxis kam es jedoch häufig vor, dass zusätzliche Aufgaben übernommen werden mussten, hauptsächlich aufgrund von permanentem Personalmangel oder starken strukturellen Herausforderungen. Ob diese dem Stellenbeschrieb entsprechen, eine adäquate Einarbeitung erfordern oder schlichtweg das Arbeitspensum überschreiten, war meines Erachtens nicht relevant, solange das Unternehmen dadurch den nötigen Bypass erhielt, um eine Krise nach der anderen überleben zu können.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.