Vorsicht vor der Teilzeit-Falle: Überstunden ohne korrekten Lohn!
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
1. Durch das Fehlen eines Zeiterfassungsgeräts werden tägliche Aufräumzeit nach Ladenschluss sowie Minuten bei der Schichtablösung nicht bezahlt.
2. Bei Teilzeitverträgen wird regelmässig mit überstunden geplant, auf diese Stunden wird jedoch der 13. Monatslohn nicht anteilig ausbezahlt.
3. Man wird bei wenig Kundschaft spontan nach Hause geschickt, muss aber selbst jederzeit kurzfristig für den Betrieb Gewehr bei Fuss stehen
Verbesserungsvorschläge
Hinweis an das HR und zukünftige KollegInnen:
Spart euch bitte die Standard-Antwort, dass man sich für einen Austausch per E-Mail beim HR melden soll. HR ist in diesen Fällen leider nicht neutral. Kritik wird intern direkt an die Filialleitung weitergeleitet, was für die betroffenen Mitarbeitenden im Alltag nur zu noch grösseren Problemen und Druck führt.
Wirkliche Verbesserungen passieren nicht durch E-Mails, sondern nur, wenn das Management die Arbeitsgesetze (Zeiterfassung und korrekte Lohnabrechnung) endlich konsequent umsetzt.
Work-Life-Balance
Flexibilität wird nur von den Mitarbeitenden verlangt.
Die Einsatzplanung ist sehr einseitig. Wenn wenig Kundschaft da ist, wird man von der Filialleitung spontan nach Hause geschickt (Minusstunden). Braucht die Filiale jedoch kurzfristig Hilfe, wird sehr viel Flexibilität erwartet. Dienstplanänderungen werden extrem kurzfristig und informell via WhatsApp kommuniziert, was eine private Planung sehr schwer macht.
Karriere/Weiterbildung
Zum Thema Weiterbildung oder berufliche Entwicklung gibt keine Unterstützung. Es werden keinerlei Informationen an die Mitarbeitenden weitergegeben. Man wird rein als günstige Arbeitskraft für das Tagesgeschäft eingesetzt, eine persönliche oder fachliche Förderung findet in dieser Filiale überhaupt nicht statt.
Gehalt/Benefits
Trickserei bei Teilzeitverträgen und Mehrstunden
Bei Teilzeitverträgen wird regelmässig mit festen Mehrarbeitsstunden geplant. Diese Stunden werden zwar monatlich ausbezahlt, allerdings wird darauf – im Gegensatz zum Basislohn – kein Anteil für den 13. Monatslohn berechnet. Dadurch entgeht den Mitarbeitenden am Ende des Jahres Geld.
Kollegenzusammenhalt
Gratisarbeit wegen Busverspätungen und fehlender Zeiterfassung.
Bei der Frühschicht verspäten sich Kollegen wegen der Busverbindungen regelmässig um 5 bis 10 Minuten bei der Ablösung. Da es kein Zeiterfassungsgerät gibt, wird diese Zeit von der Filialleitung ignoriert und nicht im System korrigiert.
Vorgesetztenverhalten
Die Filialleitung kontaktiert Mitarbeitende per WhatsApp an 7 Tagen die Woche von frühmorgens bis spätabends.
Arbeitsbedingungen
Unbezahlte Mehrarbeit durch starre Zeiterfassung
Es gibt in der Filiale kein Zeiterfassungsgerät. Die Arbeitszeit wird starr bis Ladenschluss (20:00 Uhr) geplant. Da das Geschäft aber erst um 20:00 Uhr schliesst, fallen danach täglich Aufräumarbeiten und die Abrechnung an. Diese obligatorische Nacharbeitszeit wird systematisch nicht erfasst und somit nicht bezahlt.
Kommunikation
Die Kommunikation zwischen der Zentrale und der Filialleitung funktioniert überhaupt nicht. Im offiziellen „Welcome Kurs“ (Einführungsschulung) wird den Mitarbeitenden klar beigebracht, dass Kunden Ware sehr kulant mit oder ohne Quittung retournieren dürfen. In der Filiale setzt sich die Filialleitung jedoch eigenmächtig darüber hinweg: Retouren und sogar fehlerhafter Zapfenwein werden stur nur mit Quittung aus der eigenen Filiale akzeptiert.


