Die heilige Fassade bröckelt - Traurig, dass hier meine Aussagen anwaltlich angefochten werden. Die Wahrheit ist hart...
Gut am Arbeitgeber finde ich
Nix, nada, null. Die Lage direkt am See. Da kann man nach der Arbeit die glühende Birne wenigstens gleich wieder abkühlen, denn das hält sonst keiner aus.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Führungsstil, Mitarbeiterführung, Mitarbeiterförderung, Menschlichkeit komplett verloren gegangen. Lässt Bewertungen auf Kununu per Anwalt löschen. Ich musste diverse Textpassagen anpassen. Aber ich lasse mich hier weder einschüchtern, noch kleinkriegen. Die Öffentlichkeit soll wissen, was hier abgeht.
Verbesserungsvorschläge
Da ist Hopfen und Malz verloren. Die komplette Philosophie und das ganze HR sollte dringend überdenkt werden. Einmal wurde eine Verkaufs-Rakete gesucht. Da hatte einer einen Kreativitätsanfall und feierte sich einen dafür ab. Im Inserat war sogar der Lohn und viele Vorteile. Der Lohn war massiv höher als von bisherigen Mitarbeitern und das ist gar nicht gut angekommen. Die Verkaufsrakete hat es ca. 1 Monat ausgehalten. Da könnte man wirklich einen Film drehen. Und ich würde Geld dafür zahlen.
Arbeitsatmosphäre
Die aktuelle Situation ist wirklich besorgniserregend und kaum nachvollziehbar. Seit einigen Monaten kommt es gefühlt im Wochentakt zu Kündigungen, während zahlreiche Positionen nicht nachbesetzt werden. Die Belastung für die verbleibenden Mitarbeitenden ist enorm – viele sind am Limit und kommen mit der Arbeit kaum noch hinterher.
Die Unsicherheit im Team ist entsprechend gross: Wer ist als Nächstes betroffen? Es entsteht zunehmend der Eindruck, dass auch in der Geschäftsleitung grosse Hektik und Orientierungslosigkeit herrschen.
Es ist sprichwörtlich fünf vor zwölf – und fraglich, wie lange das unter diesen Umständen noch gut gehen kann.
Image
Die Fassade bröckelt endlich. Es zeigt sich langsam, dass sich die Mitarbeiter nicht einfach so kleinmachen lassen. Viele gehen daher lieber freiwillig. Die Kommunikation nach aussen spiegelt das komplette Gegenteil von dem, was intern abläuft. ALLE Mitarbeiter denken so und viele Kunden finden das Getue einfach nur peinlich. Der BigBang steht wohl kurz bevor. Und sämtliche Bewertungen vom letzten Jahr wurden per Anwalt entfernen lassen - unglaublich sowas.
Work-Life-Balance
Die Situation in der Schichtarbeit verschärft die Problematik zusätzlich. Überstunden werden faktisch vorausgesetzt – gleichzeitig wird man dafür kritisiert. Das führt zu wachsendem Unverständnis und Frustration: Viele fragen sich, wie das unter diesen Bedingungen überhaupt funktionieren soll.
Wertschätzung ist kaum noch spürbar. Stattdessen dominiert ein einseitiger Fokus auf Leistung – unabhängig von den Umständen. Unabhängig davon, wie Aufgaben angegangen werden, entsteht der Eindruck, dass das Ergebnis ohnehin nicht den Erwartungen entspricht.
Kommt es in der Folge zu Eskalationen, werden punktuell oberflächliche Massnahmen gesetzt, etwa informelle Gesten wie Einladungen zum gemeinsamen Essen, die kurzfristig beruhigen sollen. Eine nachhaltige Auseinandersetzung mit den zugrunde liegenden Problemen bleibt jedoch aus – und der Kreislauf beginnt von Neuem.
Karriere/Weiterbildung
Karriere macht nur der, der ja und amen sagt und seine eigene Meinung verdrängt.
Gehalt/Benefits
schlecht und aktuell sowieso, da gespart wird an allen Ecken und Enden (wohl den falschen) Beim Weihnachtsessen im 2025 habe ich das Gefühl gehabt, dass auch da gespart wurde. Gehalt stimmt hier nur für eine einzige Person. Der ganze Luxus muss ja irgendwie bezahlt sein. Auch dieser Text wurde wieder angefochten und ich kann hier leider nicht schreiben, was ich gerne möchte.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Sehr umweltbewusst! Mit der Hitze im Sommer könnte man meiner Meinung nach Energie gewinnen. Gewisse Personen sieht man im Sommer kaum. Im Sommer ist es in den Büros und vor allem in der Produktion sehr heiss. Mit der Wärme, die zusätzlich von den Maschinen abgegeben wird, fühlen sich die Temperaturen im Sommer tropisch an. Absolut kein Zustand! Diese Firma hat es nicht verdient in Kontext gebracht zu werden mit einem Wort wie "Sozial".
Kollegenzusammenhalt
Insgesamt entsteht ein Bild von wachsender Unsicherheit, fehlender Orientierung und schwindendem Vertrauen in die Führung. Ohne klare Kommunikation, stabile Strukturen und eine nachvollziehbare Strategie erscheint es zunehmend fraglich, wie lange diese Situation noch tragfähig bleibt.
Umgang mit älteren Kollegen
Ich habe mehrfach den Eindruck gewonnen, dass viele Trennungen von Mitarbeitenden nicht immer besonders einfühlsam ablaufen. Einige dieser Situationen hinterliessen bei mir persönlich einen sehr unangenehmen, teilweise halszuschnürenden Beigeschmack.
Vorgesetztenverhalten
Ich musste echt schmunzeln beim Durchlesen der letzten Bewertungen (leider wurden viele per anwaltliches Schreiben löschen gelassen), da mir die ehemaligen Kolleginnen und Kollegen in dieser Thematik echt von der Seele sprechen. Die narzisstische Art von ganz oben ist allgegenwärtig. Echt traurig wie da mit den Leuten umgegangen wird. Google meint folgendes zu Narzissmus:
"Bei der narzisstischen Persönlichkeitsstörung finden sich ein tiefgreifendes Muster von Großartigkeit (in Fantasie oder Verhalten), ein durchgehendes Bedürfnis nach Bewunderung und ein Mangel an Einfühlungsvermögen in andere. Personen mit dieser Störung legen ein übertriebenes Selbstwertgefühl an den Tag."
Nun ja, dem muss man nichts mehr hinzufügen. Hier würde ich gerne etwas über den peinlichen Auftritt vom Chef auf Social Media schreiben, aber auch das wird anwaltlich angefochten. ALLE wissen das aber keiner traut sich natürlich etwas zu sagen. Doch denken tun es alle.
Arbeitsbedingungen
Einschneidende Änderungen der Arbeitsbedingungen werden ohne Rücksicht auf familiäre Situationen umgesetzt. Auch hier kann ich leider nicht so ausführen wie gewollt, da Flyerline per Anwalt meine und auch die Aussagen meiner Kollegen anfechtet.
In der Folge haben zwei langjährige Arbeitskollegen das Unternehmen verlassen. Insgesamt sahen sich mehrere erfahrene Mitarbeitende und wichtige Teamstützen gezwungen, Konsequenzen zu ziehen. Aus meiner Sicht wurde in diesen Fällen keine gemeinsame Lösung gesucht, sondern die Kündigungen eher sachlich und ohne erkennbaren Versuch einer Klärung akzeptiert.
Das Verrückte ist, dass die Zustände noch extremer sind, als ich es hier kundtun kann, da alles anwaltlich angefochten wird.
Kommunikation
So eine Situation habe ich in einem Unternehmen noch nie erlebt. Es gibt unzählige Beispiele für gravierende Mängel in der internen Kommunikation. Entscheidungen wirken widersprüchlich und es fehlt eine klare Linie – stattdessen entsteht der Eindruck eines permanenten Zickzackkurses.
Die Entwicklungen lassen darauf schliessen, dass die Probleme ihren Ursprung auf oberster Ebene haben. Gleichzeitig wirkt es zunehmend so, als ob selbst Mitglieder der Geschäftsleitung nicht mehr vollständig hinter den aktuellen Entscheidungen stehen oder diese mittragen können.
Inzwischen haben neben dem Verantwortlichen für den Verkauf auch der Produktionsleiter das Unternehmen verlassen – Letzterer war sogar am Unternehmen beteiligt. Auffällig ist zudem, dass entsprechende Beiträge auf LinkedIn nachträglich gelöscht wurden. Genau diese Beiträge wurden zuvor noch frenetisch bejubelt.
Gleichberechtigung
-Ich darf hier leider nicht meine ehrliche Meinung preisgeben, da sie sonst anwaltlich angefochten wird. Echt tragisch diese Vorgehensweise von Flyerline.
- Als Raucher hat man am Morgen und am Nachmittag eine Pause. Aber die GL darf die ganze Zeit rauchen. Die sind gefühlt nur in dieser komischen Raucherbox. Teilweise bestimmt 8 Mal am Tag.
- Bei Hitze habe ich das Arbeiten teilweise als kaum zumutbar empfunden.
- wie gesagt, könnte ich hier Dinge erzählen, die auf keine Kuhhaut passen. Doch leider wird hier alles per Anwalt angefochten, was ein schlechtes Licht auf die Fassade werfen könnte. So läuft das halt ab in diesem System...
Interessante Aufgaben
Es gibt schlichtweg zu viele Baustellen gleichzeitig. Entscheidungen wirken teilweise schwer nachvollziehbar, der strategische Fokus geht zunehmend verloren. Statt klarer Prioritäten entsteht der Eindruck eines unkoordinierten Vorgehens.
So wurde beispielsweise entschieden, Beutelverpackungen ins Sortiment aufzunehmen, obwohl diese nicht selbst produziert werden. Auch Offsetdruck wird extern zugekauft – vieles sogar im Ausland. Zusätzlich wurde eine Partnerschaft mit Probo eingegangen. Viele Produkte werden nicht mehr selbst produziert, sondern im Ausland zugekauft. All diese Schritte werfen grundlegende Fragen zur Ausrichtung auf.
Ich würde bei jeder Bestellung fragen, welches Produkt überhaupt noch in der Schweiz produziert wird.
Der Eindruck drängt sich auf, dass man sich wieder stärker in Richtung Handelsmodell bewegt. Gleichzeitig bleibt unklar, was das konkret für die bestehenden Produktionsstrukturen und insbesondere für die Arbeitsplätze bedeutet.Diese Frage stellen sich viele zurecht.