Wenn Kosten wichtiger werden als Menschen
Gut am Arbeitgeber finde ich
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Verbesserungsvorschläge
Vielleicht ist es an der Zeit, wieder vermehrt auf Mitarbeitende zu hören, die Arbeitswelt nicht nur aus Schulbüchern, Seminarräumen und PowerPoint-Präsentationen kennen. Wer Führung nach Modellen und Konzepten betreibt, darf sich nicht wundern, wenn Motivation, Unternehmenskultur und Vertrauen verloren gehen. Die Folgen zeigen sich früher oder später im Ruf des Unternehmens und letztlich auch in den Geschäftszahlen. Manche Lektionen lernt man eben nicht an Hochschulen, sondern in der Praxis.
Arbeitsatmosphäre
Meine Erfahrung nach Jahren der Unternehmenszugehörigkeit
Nach vielen Jahren treuer Zugehörigkeit ist es enttäuschend zu sehen, wie sich das Unternehmen entwickelt hat. Was einst von Loyalität, gegenseitigem Respekt und langfristigem Denken geprägt war, hat sich deutlich verändert.
Besonders enttäuschend empfinde ich den Umgang mit langjährigen Mitarbeitenden. In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Stellen abgebaut, wobei auch ältere Arbeitnehmer betroffen waren, die dem Unternehmen über Jahrzehnte hinweg ihre Arbeitskraft, ihr Wissen und ihre Loyalität zur Verfügung gestellt haben.
Hinzu kommen erhebliche Defizite in der Führungskultur. Fragwürdige Entscheidungen des Managements, unzureichende Führungskompetenzen einzelner Vorgesetzter sowie ein Arbeitsklima, das zunehmend von Misstrauen, fehlender Wertschätzung und mangelnder Zusammenarbeit geprägt war, haben die Situation zusätzlich verschärft.
Erschwerend kam hinzu, dass auf verschiedenen Führungsebenen Personen eingesetzt wurden, die oftmals nur begrenzte Kenntnisse des Schweizer Marktes, der Schweizer Unternehmenskultur und der spezifischen Anforderungen der Mitarbeitenden mitbrachten. Dadurch entstand nicht selten eine
Gleichberechtigung
Der Umgang mit älteren Mitarbeitenden wird oft als kritisch wahrgenommen. Gerade langjährige Kolleginnen und Kollegen sehen sich nicht selten mit Vorurteilen konfrontiert, wie «zu lange dabei», «zu teuer» oder «nicht mehr ausreichend flexibel». Dadurch entsteht der Eindruck, dass Erfahrung und Fachwissen weniger gewichtet werden als kurzfristige Kosteneinsparungen. Eine stärkere Wertschätzung und Einbindung erfahrener Mitarbeitender wäre wünschenswert.