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AG
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Willkommen im Mikromanagement-Imperium - hier entscheidet nur der Chef!

1,3
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Marketing / Produktmanagement in Uetendorf gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

- Gratis Kaffee
- Rabatte im Shop

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- Schlechte, nicht marktgerechte Entlöhnung und kein 13. Monatslohn
- Sehr traditionelle Führungsstruktur
- Spürbares Misstrauen gegenüber Mitarbeitenden
- Schlechte und gleichzeitig teure Parkplätze
- Wenig bis keine Unterstützung bei Weiterbildungen
- Termine ausserhalb der Arbeitszeit müssen ebenfalls ausserhalb der Arbeitszeit organisiert werden (kaum Flexibilität)
- Kein tierfreundliches Umfeld
- Kaum Verständnis für private Termine oder Verpflichtungen
- Angespannte und negative Grundstimmung im Arbeitsalltag
- Selbst während der Mittagspause wird häufig kritisiert oder vorgegeben, was man nicht tun sollte

Verbesserungsvorschläge

Folgende Punkte müssen aus meiner Sicht verbessert werden: Faire Entlohnung der Mitarbeitenden, klare und transparente Kommunikation, angemessene Arbeitsbedingungen sowie gezielte Förderung der Mitarbeitenden sind leider nicht vorhanden. Auch die Führungsebene sollte beginnen, sich zu hinterfragen, warum so viele Mitarbeitende das Unternehmen verlassen, anstatt stets die nächstbeste Ausrede zu suchen.

Wer darüber nachdenkt, sich bei haar-shop.ch zu bewerben, sollte dies gut abwägen. Nach aussen wirkt das Unternehmen modern und attraktiv, meine Erfahrung zeigt jedoch ein anderes Bild. Junge, talentierte Menschen verlieren hier Lebensfreude, Energie und Gesundheit. Daher rate ich, lieber etwas länger zu suchen und eine passende, gesunde Arbeitsstelle zu finden, auch wenn es im Marketing-Bereich manchmal schwieriger ist.

Das HR kommuniziert zwar, dass an den genannten Problemen gearbeitet wird, tatsächlich hat sich während meiner gesamten Anstellungszeit jedoch nichts verändert. Daher schliesse ich mich den bisherigen Bewertungen an und wünsche mir auch zu meiner Bewertung kein Feedback oder Stellungnahme vom HR.

Arbeitsatmosphäre

Die Atmosphäre unter den Mitarbeitenden ist grundsätzlich sehr gut. Leider reicht das auf Dauer nicht aus, wenn man von der Führungsebene herablassend behandelt wird, als wäre man weniger wert als die obere Schicht. Es ist schade, dass sich das Unternehmen nach aussen als moderner und dynamischer Arbeitgeber präsentiert, intern jedoch hinter verschlossenen Türen Strukturen herrschen, die eher an das Mittelalter erinnern. Diese Unternehmenskultur beginnt aus meiner Sicht bereits beim CEO und zieht sich bis hinunter zu den Teamleitungen. Selbst kleinere Aufgaben müssen vom CEO sowie von der jeweiligen Teamleitung freigegeben werden. Dieses extreme Mass an Kontrolle betrifft jedoch nicht nur die Arbeit: Sogar Urlaubsanträge müssen vom CEO persönlich genehmigt werden. Insgesamt entsteht dadurch ein Umfeld, das stark von Misstrauen, Mikromanagement und fehlender Eigenverantwortung geprägt ist.

Work-Life-Balance

Work-Life-Balance wird hier meiner Erfahrung nach eher als Work statt Life-Balance gelebt. Es ist lediglich ein Homeoffice-Tag pro Woche möglich, welcher im Voraus festgelegt werden muss. Ein spontanes Verschieben ist leider nicht möglich. Grundsätzlich wird erwartet, dass Mitarbeitende von 08:00 bis 17:00 Uhr im Büro präsent sind. Flexibilität ist somit kaum vorhanden, was ich für diese Branche als eher traditionell empfinde. Zudem ist es schwierig, Dinge „richtig“ zu machen, da Feedback meist nur dann erfolgt, wenn etwas nicht passt. Positives oder konstruktives Feedback bleibt häufig aus. Auch das Thema Krankheitstage wird kritisch gehandhabt: Ab einer bestimmten Anzahl werden diese vom Lohn abgezogen, was Mitarbeitende indirekt dazu verleiten kann, krank zur Arbeit zu erscheinen.

Die sogenannte „Extrameile“ ist einer der wenigen Werte, die im Unternehmen tatsächlich konsequent gelebt werden, allerdings wird diese auch stark eingefordert und als selbstverständlich angesehen.

Karriere/Weiterbildung

Mitarbeitende erhalten nur sehr begrenzte Unterstützung bei Weiterbildungen. Wenn Unterstützung gewährt wird, ist diese oft an sehr umfangreiche Verträge gekoppelt, die die Mitarbeitenden über lange Zeit an das Unternehmen binden. Im Vergleich zu anderen Unternehmen sind diese Verpflichtungen unverhältnismässig hoch im Verhältnis zu den tatsächlich übernommenen Weiterbildungskosten.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter den Kollegen im Team ist grundsätzlich gut.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen sind aus meiner Sicht langfristig kaum tragbar. Das zeigt sich auch an den zahlreichen Kündigungen, die mittlerweile zum Alltag gehören. Durch das Grossraumbüro ist der Lärmpegel sehr hoch, was konzentriertes Arbeiten deutlich erschwert. Zusätzlich entsteht häufig das Gefühl, ständig beobachtet zu werden, da Mitarbeitenden nur wenig Vertrauen entgegengebracht wird. Permanenten Kontrollen sind normal.

Schade ausserdem, dass diese Rahmenbedingungen auch engagierte und kompetente Führungskräfte vergraulen. Gerade solche Personen hätten das Unternehmen voranbringen und frischen Wind in veraltete Strukturen bringen können. Leider werden Führungspersonen, die nicht immer derselben Meinung wie die oberste Ebene sind, unfair behandelt.

Insgesamt entsteht der Eindruck, dass kritische Stimmen, die nicht zu allem „Ja“ sagen, nicht erwünscht sind. Am liebsten hätte man alles Mitarbeiter die einfach abarbeiten und nichts sagen oder kritisieren. Somit kann das Unternehmen für mich unmöglich wachsen und sich weiterentwickeln.

Kommunikation

Auch die interne Kommunikation lässt stark zu wünschen übrig. Es wird viel versprochen, doch leider wird ein grosser Teil davon nicht eingehalten. Dadurch entsteht der Eindruck, dass Aussagen häufig wenig Verbindlichkeit haben. Aus diesem Grund habe ich gelernt, mir wichtige Informationen und Abmachungen immer schriftlich bestätigen zu lassen, um im Nachhinein abgesichert zu sein. Schade, dass in einem professionellen Umfeld scheinbar nicht mehr genügend Vertrauen vorhanden ist und man sich ständig absichern muss, statt auf klare Kommunikation und Verlässlichkeit bauen zu können. Was eigentlich ein Wert des Unternehmens ist.

Gehalt/Benefits

Bei den Sozialleistungen bietet das Unternehmen leider nur das absolute Minimum, was wenig überrascht. Ähnlich sieht es beim Gehalt aus: Es werden unterdurchschnittliche Löhne für die Branche gezahlt, ein 13. Monatslohn gibt es nicht. Als Rechtfertigung wird ein Gratis-Friseurbesuch angeführt, der aus meiner Sicht jedoch kaum einen wirklichen Mehrwert bietet auch wenn man einmal pro Monat zum Friseur geht, gleicht das den fehlenden Gehaltsbestandteil nicht aus.

Gleichberechtigung

Langjährige Mitarbeitende erhalten teilweise Sonderlösungen oder individuelle Regelungen, was ich als unfair empfinde. Aus meiner Sicht sollte hier mehr Gleichbehandlung herrschen, damit für alle Mitarbeitenden die gleichen Rahmenbedingungen gelten.

Auch beim Thema Lohn fehlt es an Transparenz. Es gibt kein klar kommuniziertes Lohnband oder nachvollziehbare Gehaltsstruktur, an der man sich orientieren kann. Dadurch wirkt die Lohnverteilung sehr unterschiedlich und wenig einheitlich.

Lohnerhöhungen aufgrund von Betriebszugehörigkeit oder Leistung sind meiner Erfahrung nach eher selten. Anpassungen erfolgen meist nur, wenn man aktiv und explizit danach fragt und selbst dann fällt die Erhöhung oft sehr gering aus.

Interessante Aufgaben

Die Branche bietet spannende und vielseitige Möglichkeiten. Leider ist der Gestaltungsspielraum extrem begrenzt, neue Ideen oder Inputs stossen schnell auf taube Ohren. Nach ein paar Jahren wird der Arbeitsalltag dadurch eher langweilig.


Umwelt-/Sozialbewusstsein

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.