Kein Geld fürs Team, aber Grillparty mit Goldsteaks?!
Arbeitsatmosphäre
Stresslevel: konstant am Limit, aber mit einem Lächeln, weil man’s sich sonst auch gleich sparen kann. Man fühlt sich manchmal wie ein Handy mit 3 % Akku, das trotzdem noch eine Zoom-Konferenz halten soll.
Image
Das Unternehmen präsentiert sich nach außen gern modern, verantwortungsbewusst und voller Teamgeist. Und das klappt auch solange man nur die Website anschaut. Die Realität im Inneren sieht aber oft ganz anders aus.
Work-Life-Balance
Schwierig. Wenn man krank ist, wird erwartet, dass man sich bitte „kurz einwählt“. Urlaub? Ja, aber bitte mit Laptop. Und wenn man’s nicht aushält, ist man „nicht belastbar genug“. Okay.
Karriere/Weiterbildung
Karrierepfade? Eher Trampelpfade durch den Büro-Dschungel. Wer Glück hat, wird gesehen. Wer gut vernetzt ist, wird befördert. Und wer einfach nur gute Arbeit macht bleibt oft einfach da, wo er ist.
Gehalt/Benefits
Die Gehaltsverhandlungen erinnern ein bisschen an Mittelalter-Märkte: Du bietest viel, bekommst wenig und am Ende heißt’s: „Leider ist im Budget nix mehr drin.“ Nur komisch, dass für Events mit Gin-Bar und Hüpfburg doch plötzlich Geld da ist.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Auf dem Papier sieht alles super aus: Es gibt Richtlinien, Pläne, vielleicht sogar ein Nachhaltigkeits-Newsletter, den niemand liest. In der Realität: Mülltrennung optional, Energiesparen nur dann wichtig, wenn’s was kostet, und soziale Verantwortung endet oft beim Applaus für das einmalige Charity-Foto auf der Website.
Nachhaltigkeit wird mehr kommuniziert als gelebt.
Kollegenzusammenhalt
Top! Denn im Chaos schweisst‘s zusammen. Man hilft sich, man leidet gemeinsam. Wenn schon nicht strukturiert, dann wenigstens solidarisch.
Umgang mit älteren Kollegen
Statt generationsübergreifendem Austausch gibt’s manchmal nur stilles Nebeneinander.
Vorgesetztenverhalten
Einige Chefs bemüht, andere einfach… da. Die Mischung aus Zufall, Beziehungen und “Ich kenn den von früher” sorgt dafür, dass Menschen ohne Führungsqualitäten in genau diesen Positionen landen. Und sie ziehen dann gern noch ihre besten Buddies mit rein. Vitamin B regelt und zwar alles ausser echte Führungsstärke.
Arbeitsbedingungen
Die Basics sind da – Schreibtisch, Stuhl, Computer – aber manchmal fühlt es sich an, als wären auch die auf Sparkurs. Technik? Funktioniert meistens… irgendwann… nach einem Neustart… oder zwei. Klimaanlage? Entweder sibirischer Winter oder tropischer Regenwald – nichts dazwischen.
Lärmpegel, Lichtverhältnisse und ergonomische Standards? Kommt drauf an, wo man sitzt und wen man kennt. Manche bekommen höhenverstellbare Tische, andere bekommen Rückenschmerzen und die Nummer vom Physio gleich mit ins Onboarding.
Kommunikation
Offiziell gibt’s sie. In der Realität ist es oft eher stille Post mit Outlook-Anhang. Wichtige Infos kommen entweder viel zu spät, im Flurfunk – oder gar nicht. Entscheidungen werden irgendwo getroffen, kommuniziert wird’s dann… irgendwann. Wenn überhaupt. Transparenz? Nur wenn man durchs Fenster ins Chef-Büro schaut.
Meetings sind manchmal reine Show – viel reden, wenig sagen. Feedbackkultur? Eher Feedback-Vermeidungskultur. Kritik-wird schnell persönlich genommen, oder ignoriert. Und wenn man selbst mal etwas anspricht, wirkt’s fast wie Majestätsbeleidigung.
Gleichberechtigung
Theoretisch: ja. Praktisch: kommt drauf an, wer du bist, wen du kennst und wie laut du lachst, wenn der Chef einen Witz macht. Chancen sind da aber sie verteilen sich nicht unbedingt nach Leistung oder Kompetenz, sondern eher nach Nähe zur richtigen Person oder Abteilung.
Interessante Aufgaben
Oh ja, definitiv interessant vor allem weil man ständig Aufgaben übernimmt, die eigentlich nicht zum eigenen Jobprofil gehören. Flexibilität wird grossgeschrieben… allerdings eher, weil ständig improvisiert werden muss. Zuständigkeiten? Unklar. Prozesse? Eher Empfehlungen.
Man springt von A nach Z, ohne zu wissen, wo B geblieben ist. Wer Verantwortung will, bekommt sie – oft ungefragt. Wer Struktur sucht, findet ein Whiteboard mit einem Post-it drauf: „Wir arbeiten daran.“
Positiv: Langweilig wird’s nie. Negativ: Langweilig wäre manchmal ganz schön.