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Eine grossteils negative Erfahrung, aber ein tolles Team

2,3
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2023 für dieses Unternehmen in Zürich gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

80% der Mitarbeiter sind wirklich top Leute, mit welchen man gerne zusammenarbeitet und auch gerne im Privaten was unternimmt. Sowas ist nicht selbstverständlich und findet man nur selten.

Die Firma hätte insbesondere aufgrund des Teams, der aktuellen Kunden und der geografischen Lage in der Theorie sehr gute Voraussetzungen, sich weiter auf der Branche zu etablieren. Wenn die Führungsebene aber weiterhin an Ihrem Führungsstil festhält, wird der "Turn-Over" jedoch weiterhin hoch bleiben.

Die zwei Mitarbeiter-Events am Ende des Jahres sind oftmals gut gelungen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- Sehr schlechte Kommunikation
- Mangelnde Projektstruktur
- Veralteter Führungsstil
- Arbeiten nach alten Normen
- Kein Homeoffice, keine flexiblen Arbeitszeiten

Verbesserungsvorschläge

Meine Verbesserungsvorschläge habe ich bereits sehr ausführlich persönlich mitgeteilt. Darüber hinaus kann der Arbeitgeber aus vergangenen Vorgängen eigenständig Schlüsse ziehen.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre innerhalb des Teams war sowohl während als auch ausserhalb des Büros meistens gut bis sehr gut. Aufgrund des Grossraumbüros kriegt man natürlich schnell mit, wenn sich jemand über etwas aufregt, was aber alles im normalen Rahmen liegt.

Viele Mitarbeiter verstehen sich sowohl fachlich als auch persönlich sehr gut, was zu einer angenehmen Arbeitsatmosphäre beiträgt.

Die Kaffeemaschine ist wirklich Spitze!

Image

Nach meiner Auffassung vertreten ein Grossteil der Mitarbeiter eine ähnliche Meinung, welche ich hier zu schildern versuche. Grundsätzlich finde ich es traurig, wie die Führungsebene mit Ihren Mitarbeitern umgeht.

Work-Life-Balance

Es gibt kein Home-Office (auch wenn dies im Bewerbungsgespräch gerne behauptet wird) und fixe Arbeitszeiten, welche eingehalten werden müssen. Grundsätzlich gelten Arbeitszeiten, wie man sie von den frühen 2000er Jahre kennt. Es wird dabei auch ignoriert, wie lange man am Vortag im Büro gewesen ist, das wichtigste bezüglich der Arbeitszeit ist, dass man am morgen während der Blockzeit pünktlich anwesend ist, auch wenn am Vortag bis z.B. 23:00 Uhr gearbeitet wurde.

Über Ferien gibt es immer wieder Diskussionen, insbesondere mit der schlechten internen- und Projektplanung der Geschäftsleitung. Anfang des Jahres muss ein (ausgedrucktes) Ferienformular ausgefüllt werden und der Geschäftsleitung ausgehändigt werden, dieses Formular wurde in meinem Fall oft erst Wochen später bearbeitet und hat zu Unruhe gesorgt, weshalb man nun die nächste Woche fehlt.

Ruhezeiten werden komplett ignoriert, die Arbeitszeiterfassung ist mangelhaft, da diese lediglich die geleisteten Arbeitsstunden dokumentiert (z.B. Heute: 8.25h auf Projekt XY), die Ankunfts-, Pausen- und Endzeiten werden jedoch nicht erfasst, wie es eigentlich im Arbeitsgesetzt vorgeschrieben ist.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungen werden finanziell unterstützt, was eine branchenübliche Verpflichtung nach sich zieht. Gemäss Schilderungen meiner Kollegen wird jedoch auf die Weiterbildung sonst nicht wirklich Rücksicht genommen, selbst während Diplomarbeiten oder Semesterabschlüsse müssen teilweise projektbezogen Überstunden geleistet werden. Dies sicherlich nicht böswillig, sondern auch hier liegt die Ursache wieder an der mangelnder Terminplanung.

Gehalt/Benefits

Die Gehaltleistungen sind für den Kanton Zürich in einem angemessenen Rahmen, nicht übermäßig hoch, nicht besonders gering. Es wird in der Gehaltsverhandlung immer wieder die 40-Stunden-Woche erwähnt, um den Lohn möglichst tief zu halten

Wichtig zu erwähnen ist, dass bei jedem Mitarbeiter andere Rahmenbedingungen gelten können, z.B. werden gewisse "Benefits" als normal verkauft, während andere diese nicht haben, hier ist Verhandlungsgeschick gefragt. Gleiches gilt für z.B. Überstundenpauschalen oder ähnliche Dinge, diese können von Person zu Person unterschiedlich sein.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Der meiste Müll wird korrekt getrennt, mit Ausnahme von Aluminium und Glas.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt ist insbesondere unter den jüngeren Mitarbeitenden, was einen Grossteil der Belegschaft ausmacht, sehr hoch! Wenn jemand unter Druck steht, erkennen das die Kolleginnen und Kollegen meist deutlich früher als die Geschäftsleitung und helfen sich einander gegenseitig aus. So habe ich es zumindest erlebt.

Umgang mit älteren Kollegen

Aufgrund des Führungsstils sollte klar sein, dass die Verantwortung bei den älteren Kollegen besonders hoch liegt. Das Team ist insgesamt sehr jung und die älteren Mitarbeiter stark unterbesetzt, zumal diese ausschliesslich an externe Sitzungen gehen dürfen, anstatt gewisse Projektleitungs-Aufgaben an jüngere Mitarbeiter zu übertragen.

Vorgesetztenverhalten

Meiner Meinung nach das unprofessionellste Verhalten, was ich von Führungskräften je erlebt habe. Es wird seitens Vorgesetzten immer wieder betont, was für ein tolles Management sie abliefern, was sie oft von den Mitarbeitern bestätigt haben wollen, dies habe ich als sehr unangenehm empfunden. Es ist meine Erfahrung, dass, sofern du nichts schriftliches hast, es nicht besprochen wurde. Es wird sich an keinerlei Abmachung gehalten, welche nicht schriftlich niedergeschrieben ist. Aus diesem Grund wird selbst bei Mitarbeitergesprächen kein Protokoll geführt, denn jedem einzelnen Mitarbeiter wird was anderes erzählt.

Für die Vorgesetzten selbst gelten ebenfalls andere Regeln, als den Mitarbeitern vorgegeben werden. Diese machen oftmals Home Office oder sind bei Projektabgaben (an denen Sie selbst "Gesamtprojektleiter " sind) in den Ferien oder an privaten Anlässen. Meiner Auffassung nach merkt man relativ schnell, welche Mitarbeiter mit welchen Vorgesetzen arbeiten müssen und dass diese dann oftmals spätabends auch noch im Büro waren, weil die Verantwortung der Vorgesetzten einfach nicht wahrgenommen wird.

Arbeitsbedingungen

Vorab, die Firma ist im Juli 2024 in die Stadt Zürich gezogen und hat dort frisch renovierte Mietflächen übernommen. Das neue Büro ist sehr geräumig und in bester Lage mitten in der Stadt. Leider waren während meiner Zeit ebenfalls noch weitere Mieterausbauten im Gange, was zu erheblichen Bohrlärm und Geräusch-Pegel geführt hat.

Es wird grundsätzlich mit alten SIA-Normen (<2017) gearbeitet. Während meiner Zeit habe ich vergebens versucht, die Vorgesetzten auf neue Normen aufmerksam zu machen. Einen Arbeitslaptop muss man nach meiner Erfahrung nicht erwarten, aber die Chance, dass man an Sitzungen gehen darf, ist ja sowieso nur gering. Es wird erwartet, dass alles mögliche ausgedruckt wird und man sich Notizen immer mit Stift und Papier macht.

Tatsächlich wird auch erwartet, dass man in frühen Phasen oder für Varianten mit Transparentpapier über Architekturpläne zeichnet, wer also die 90er Jahre vermisst, findet hier gewiss seinen Nostalgie-Kick.

Die wundert einen aber nicht, denn von der Geschäftsleitung weiss keiner, wie man mit dem CAD-Programm korrekt umgehen muss, obwohl die Firma schon vor Jahren auf Trimble Nova umgestellt hat.

Kommunikation

Die Kommunikation innerhalb der Projekte ist schwach bis nichtexistent. Auch bei Grossprojekten gibt es grundsätzlich keine Jour-Fix-Sitzungen, die Geschäftsleitung möchte fast alle externe Termine selbst wahrnehmen und informiert dann maximal mit One-Note Notizen ganz grob, was besprochen wurde.

In den meisten Projekten wird man erst kurz vor Abgabetermin darüber informiert, wann was abgegeben werden muss. Auch im Gewerkteam (Heizung / Lüftung / Sanitär) gibt es grundsätzlich keine Besprechungen.

Als Projektleiter unter 40 Jahren wirst du kaum Sitzungen mit Bauherren, Architekten oder Bauleiter führen.

Die mangelnde Kommunikation hat während meiner Zeit oftmals zu Last-Minute-Korrekturen oder sonstigen Unruhen geführt.

Gleichberechtigung

Hier kann ich mich nur auf Aussagen meiner ehemaligen Kollegen und Kolleginnen beziehen.

Interessante Aufgaben

Die Projekte selbst sind für eine Firma dieser grösser eigentlich recht Abwechslungsreich. Natürlich ist der Wohnungsbau-Anteil relativ hoch, aber man ist immer wieder an anderen Anlagen wie z.B. Schulhäuser, Gewerbe, Banken oder ähnliches beteiligt, was eine Abwechslung darstellt.

Die Arbeitsbelastung ist aber aufgrund der fehlenden Übersicht der GPL bzw. Geschäftsleitung komplett unterschiedlich, manche mache sind klar unterbelastet während andere in der Arbeit am schwimmen sind.

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