Arbeitsklima von Druck und Unsicherheit geprägt
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Vielfalt im Team habe ich als positiv empfunden. Zudem ist die zentrale Lage des Standorts praktisch. Halbtax sowie einzelne Lektionen wurden übernommen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Katastophale Planung, starke Kontrolle der Mitarbeitenden, sehr starkes Misstrauen, Lehrpersonen oder Kunden wurde mehr Glauben geschenkt als Mitarbeitenden, kurzfristige Entscheidungen, hoher Leistungsdruck, nicht wertschätzendes Führungsverhalten sowie kaum vorhandene Entwicklungs- und Karriereperspektiven.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Transparenz, planbare Arbeitsabläufe, bessere Organisation, realistische Arbeitslast, wertschätzende Führung, faire Vergütung und echte Entwicklungsmöglichkeiten würden die Arbeitsbedingungen deutlich verbessern. Vertraut den Mitarbeitenden und investiert in gute Leute, die Ihre Arbeit gut machen, nicht in günstige Arbeitskräfte, die sich keine Mühe geben oder bald wieder weg sind. Stellt nur Leute in Führungspositionen, die auch qualifiziert sind.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war überwiegend angespannt. Vertrauen und Wertschätzung habe ich von Vorgesetzten kaum erlebt.
Die Atmosphäre war von Druck und Unsicherheit geprägt. Fehler wurden eher kritisiert als gemeinsam gelöst.
Es herrschte ein ausgeprägtes Kontrollverhalten. Häufige kurze Chats zur Überprüfung der Erreichbarkeit vermittelten wenig Vertrauen.
Die Lehrpersonen waren jedoch fast alle sehr nett.
Es entstand der Eindruck, dass viele Kolleginnen ihre Meinung nicht offen äußerten, aus Angst vor Ablehnung oder möglichen Konsequenzen.
Ich habe wahrgenommen, dass Krankmeldungen von Arbeitskolleginnen nicht immer ernst genommen wurden.
Image
Das Image wirkte für mich nicht besonders positiv.
Die Schließung eines Standorts in Solothurn und teilweise negative Presse wurden im Zusammenhang damit wahrgenommen.
Nach meiner Wahrnehmung waren im Rahmen der Synchronisation Dokumente mit sensiblen Personaldaten, darunter Arbeitsverträge, auf den Laptops der Lehrpersonen zugänglich. Ich empfand dies aus Datenschutzsicht als problematisch
Work-Life-Balance
Die hohe Arbeitsbelastung führte zu regelmäßigen Überstunden und beeinträchtigte die Work-Life-Balance.
Hinweise darauf wurden nicht konstruktiv aufgenommen.
Karriere/Weiterbildung
Möglichkeiten zur Karriereentwicklung oder gezielten Weiterbildung waren kaum vorhanden.
Kleinere Kurse waren möglich, mussten jedoch meist eigenständig angesprochen werden; eine aktive Förderung oder Motivation erfolgte nicht. Habe mitbekommen, dass einer Kollegin der Praxisbildnerkurs bezahlt wurde, weil die Firma dies unbedingt brauchte, um Lernende anstellen zu können. Nach meiner Wahrnehmung wurden Führungs- und Fachpositionen teilweise mit Personen besetzt, die nicht über die aus meiner Sicht passende Ausbildung oder ausreichende Berufserfahrung verfügten. Ich hatte zudem den Eindruck, dass insbesondere Berufseinsteiger aufgrund ihrer geringen Erfahrung bei Gehaltsverhandlungen nur eingeschränkte Möglichkeiten hatten, eine marktgerechte Vergütung auszuhandeln.
Gehalt/Benefits
Gehalt sehr tief und sehr schwache Sozialleistungen. Lohnerhöhungen wurden aus meiner Erfahrung ungern gegeben.
Das Vergütungsmodell wirkte stark kostenorientiert. Statt einer Gehaltsanpassung wurden vor allem Benefits in den Vordergrund gestellt.
Ein 13. Monatslohn wurde nicht angeboten.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Umweltbewusstsein war in Ordnung, allerdings wurde noch wenig nachhaltig gehandelt, etwa durch häufiges Ausdrucken oder das Ersetzen statt Reparieren.
Kollegenzusammenhalt
Im Team half man sich teilweise gegenseitig, da allen bewusst war, wie hoch die Arbeitsbelastung ist.
Langfristiger Zusammenhalt war jedoch kaum vorhanden, auch aufgrund hoher Fluktuation. Zuständigkeiten wurden oft weitergeschoben oder kurzfristig geändert, was die Arbeitsabläufe unnötig erschwerte.
Umgang mit älteren Kollegen
Zum Umgang mit älteren Kolleg:innen kann ich wenig sagen, da das Team überwiegend aus jungen Mitarbeitenden bestand.
Ältere Lehrpersonen wurden stets gerecht behandelt.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Vorgesetzten habe ich als impulsiv, kontrollierend und wenig professionell wahrgenommen.
Entscheidungen und Änderungen erfolgten oft kurzfristig, inklusive der Zuweisung neuer Aufgaben. Ein Nein war dabei kaum möglich.
Besprechungen wurden zudem häufig kurzfristig abgesagt oder nicht durchgeführt.
Beförderungen wirkten aus meiner Sicht nicht immer an Erfahrung oder Kompetenz gekoppelt. Teilweise wurden Mitarbeitende in verantwortungsvolle Positionen eingesetzt, obwohl entsprechende Erfahrung fehlte.
Es entstand bei mir der Eindruck, dass Kostenaspekte bei Personalentscheidungen stärker gewichtet wurden als fachliche Kompetenz
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen habe ich als eher schlecht erlebt, insbesondere durch das kontrollierende Verhalten und wegen der sehr hohen Temperaturen im Sommer.
Die Arbeitszeiten sind nicht wirklich flexibel.
Ich habe wahrgenommen, dass Krankmeldungen von Kolleginnen nicht immer ernst genommen wurden.
Das Ablehnen zusätzlicher Aufgaben war aus meiner Ansicht nicht vorgesehen und wurde negativ bewertet.
Anonyme Umfragen vermittelten aus meiner Sicht nicht den Eindruck tatsächlicher Anonymität.
Ich habe wahrgenommen, dass bei Problemen oder Leistungsabfällen eher Kündigungen ausgesprochen wurden, anstatt zunächst das Gespräch zu suchen und mögliche Unterstützungsmassnahmen zu prüfen.
Eine verlässliche Planung der Kurse war kaum möglich, da aus meiner Wahrnehmung heraus zu wenige Lehrpersonen verfügbar waren. Dies führte oft zu Kundenunzufriedenheit.
Die hohe Fluktuation im Team fiel deutlich auf und wirkte nicht positiv. Meiner Einschätzung nach hängt die Fluktuation u.a. mit dem hohen Arbeitsvolumen bei gleichzeitig eher niedrigem Lohn zusammen.
Es wurde ein sehr hoher Einsatz erwartet, ohne dass man im Gegenzug entsprechende Entwicklungsmöglichkeiten in Aussicht standen.
Kommunikation
Die Kommunikation der Vorgesetzten war aus meiner Sicht nicht konstruktiv. Entscheidungen wurden häufig unkoordiniert und kurzfristig getroffen, was die Arbeit unnötig erschwerte.
Das Ansprechen von Gehaltserhöhungen oder eines 13. Monatslohns führte aus meiner Erfahrung nicht zu sachlichen Gesprächen. Reaktionen seitens der Vorgesetzten wirkten teils wütend und einschüchternd.
Gleichberechtigung
Im Hinblick auf Gleichberechtigung und Herkunft habe ich das Arbeitsumfeld als fair empfunden.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren in Ordnung.