"Der Weg aus der Misere wird immer nebulöser"
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die langfristige Ausrichtung ohne Quartalsdenken. Immer noch viele gute und motivierte Mitarbeitende in einigen Teams.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Mangel an Leadership, Vision und unzeitgemässe Vorstellungen über
Mitarbeitermotivation, -steuerung und -kontrolle.
Eine grundlegende Erneuerung in der Kaderstruktur ist überfällig.
Die Tendenz lieber "schön zu reden als schönes zu tun" ist weit verbreitet und sollte überwunden werden und aufrichtigem Dienstleistungsverhalten weichen.
Verbesserungsvorschläge
Das Parlament, die Regierung, die Departementsverantwortlichen, sollten zum Nutzen der Bürger ihrer Aufsichtspflicht nachkommen und hinter die Kulissen in der Dienststelle blicken.
Zeitgemässe Personalprozesse etablieren, Führungskräfte entwickeln und fallweise auch von der „Last des Führens“ befreien, immer dann wenn die Funktion nur zum Status oder der Rechtfertigung des aktuellen Gehalts dient.
10 Jahre Stillstand im Bereich der Organisationsentwicklung, fehlende Zukunftsentwicklung, und dem grossen Abstand zu professionellen IT-Organisationen in der Dienststelle Informatik zum Anlass nehmen und die Führungsmannschaft einem "Benchmark" unterziehen.
Arbeitsatmosphäre
Führungslosigkeit in der Dienstelle, aktives wegsehen, verklären und schönreden führt auf allen Arbeitsebenen zu gegenläufigen Kulturen und Umgangsformen und respektlosem Verhalten. Beliebigkeit verursacht eine toxische Arbeitsatmosphäre, bei vielen Führungskräften steht Bestandswahrung statt Kundenfokussierung im Vordergrund. Nichteinhaltung von Werten im Kanton Luzern wird nicht Einhalt geboten, übersehen oder bagatellisiert.
Image
Hier herrscht eine eigene kleine Welt an Selbstzufriedenheit und
Selbstbeweihräucherung. Der Bürger durchschaut es sicherlich wenn
Agilität mit Bildern aus dem Rechenzentrum "verstärkt" werden soll, die
Herren immer noch ihre steifen Krawatten tragen und in der Informatik
politisch gehandelt wird, statt Dinge zum Nutzen des Bürgers umzusetzen.
Work-Life-Balance
Obwohl unter dem Strich für den Bürger wenig herauskommt, häufig eine "Dienst nach Vorschrift" Mentalität gelebt wird, reibt
sich die Informatik aufgrund mangelnder strategischer Vorgaben und Führungspräsenz gegenseitig auf. Die Aufrechten und Engagierten agieren auf verlorenem Posten, erfolglos und frustriert gegen die Windmühlen der Ewiggestrigen und Zukunftsverhindernden auf allen Stufen.
Karriere/Weiterbildung
Hier ist der Kanton sehr grosszügig. Leider wird gelerntes am Ende von
Führungskräften nicht abgefragt oder eingefordert und verpufft daher häufig.
Gehalt/Benefits
Gehälter im Benchmark generell nicht zu tief, immer da wo Engagement und Einsatzwille vorhanden ist und Altersjahre fehlen wird zu knapp bemessen. Bei vielen Führungskräften, aufgrund der Leistungsbilanzen, allerdings häufig zu grosszügig und ohne jeglichen Korrekturwillen dem Rechnung zu tragen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Mehr Schein als Sein. Der Mangel an Führungs- und Gestaltungswillen,
im Bereich der Mitarbeiterentwicklung erscheint recht unsozial.
Kollegenzusammenhalt
Fehlender Führungs-, Gestaltungswille, fehlende Transparenz und Laissez-faire im Führungsverständnis führt zu Eigenleben der jeweiligen Abteilungen nach dem Gusto und dem persönlichen Interessen der Abteilungsleitenden oder Bereichsleitenden. Die Resultate sind dürftig, kommen nicht aus einer Hand und lassen häufig Mehrwert und Zukunftsorientierung vermissen.
Umgang mit älteren Kollegen
Benachteiligt sind vor allem junge Mitarbeitende, welche hierarchisch gebremst werden, finanziell zu kurz kommen, deren Fähigkeiten in der Digitalisierung kleingeredet werden. Viele ältere Kollegen/Innen dürfen stressfrei auf die Pensionierung hinarbeiten.
Vorgesetztenverhalten
10 Jahre politisches anbiedern, fehlende Zukunftsvision, mangelnder Führungs- und Gestaltungswillen, haben die Zentrale Informatik in einen Zustand versetzt der weit entfernt davon ist, professionelle Services, Vorhaben und Projekte zu liefern und liefern zu können. Verschiedene Kadermitglieder werden professionellen Massstäben in der öffentlichen Verwaltung und und auch dem Quervergleich mit der Industrie nicht gerecht.
Arbeitsbedingungen
Warten auf die Zukunft und den "weissen Schimmel" hat Methode. Statt voraus zu gehen
wird seit Jahren auf das neue Verwaltungsgebäude gewartet, wo alles geregelt ist. Da Mitarbeitende nicht adäquat darauf vorbereitet werden, wird dieser Wunsch kaum in Erfüllung gehen. Fehlende Strukturen, keine seriöse Vorarbeiten, Lessaiz-faire im Führungsverständnis haben die Informatik ausgehöhlt statt in einen professionellen Zustand zu versetzen. Statt die Hausaufgaben zu machen, das Team auf Cloudthemen auszurichten, Daten zu klassifizieren und vieles mehr, wurde die Gelegenheit beim Schopf gepackt und die durch Vorreiterkantone aufgestossene Tür zur Einführung von Microsoft 365 im Windschatten zu durchschreiten. Nun folgt die Umsetzung, welcher die Dienststelle nun nicht gewachsen ist. Neben dem CISO der dies zum Thema gemacht hatte, ist dieser Strategie auch bereits der Datenschützer «zum Verhängnis» geworden, welcher im letzten Jahr nach dem Umsetzungsbeschluss gegen den er sich vehement im Sinne der Bürger gewendet hatte übersteuert wurde. Auf die Arbeitsbedingungen wirkt sich dies sehr negativ aus.
Der Bericht in der Republik vom 16.06.2026 "Es knallt in den Kantonen" lässt tief blicken.
Kommunikation
Intransparenz und hierarchische Informationsweitergabe sind an der
Tagesordnung. Fehler und Probleme werden ignoriert, unter den Teppich gekehrt oder schöngeredet, statt zum Nutzen der Bürger daraus zu lernen und die Organisation weiterzuentwickeln. Erzielte Resultate werden häufig übertrieben dargestellt und von den übergeordneten Führungskräften im Departement und der Regierung inhaltlich nicht hinterfragt oder verstanden.
Gleichberechtigung
Die Werterhaltung bei einer Vielzahl der in die Jahre gekommenen Kadermitglieder steht diesem Ziel häufig im Wege. Das Interview des Regierungsrates zur Überalterung des oberen Kaders, zur ungenügenden Frauenquote, bei welcher die Luzerner Presse zahnlos offensichtliche Ungereimtheiten auf sich beruhen liess hinterlässt ein ungläubiges Staunen und starke Zweifel.
Interessante Aufgaben
Aufgaben um der Verwaltung und dem Bürger den Service zu bieten den diese verdient haben, gibt es in grosser Zahl. Seriöse IT-Arbeit und professionelle IT-Services in der Dienststelle rückt in den Hintergrund, stattdessen wird alles dafür getan dem Departement und der Regierung zu gefallen.
