Rettungsdienst / Anerkennungsverfahren
Gut am Arbeitgeber finde ich
die Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, die dienstplanerische Flexibiltät und das grossartige Team im Fahrdienst
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
die Leitungsebene bestehend aus Rettungsdienst- und Teamleitung inkl. HR
Verbesserungsvorschläge
haltet euch an Absprachen und antwortet schriftlich auf schriftliche Anfragen, auch wenn euch das natürlich unflexibler macht, wenn ihr Dinge versprecht, die ihr dann nicht halten könnt und das natürlich auch mal unangenehm sein kann; im Gegenzug würde es euch Glaubwürdigkeit und Transparenz attestieren und ihr könntet eure Mitarbeitenden längerfristig halten
Arbeitsatmosphäre
das Team ist sehr motiviert und offen für Veränderungen und neue Mitarbeitende
Image
der Rettungsdienst generell sehr positiv, das KSBL als Mutterhaus im Laufental aufgrund der Spitalschliessung vor wenigen Jahren jedoch oft nicht
Work-Life-Balance
durch vom Dienstplaner programmierte Freiwunsch-App vergleichbar zu Planik, Planerio & Co. hat man ausserordentlich gute Möglichkeiten, das Berufs- und Privatleben zu verbinden + der Dienstplan wird 2 Monate im Voraus veröffentlicht + das Team unterstützt sich bei Diensttausch-Anfragen in der Regel sehr gut (abhängig von der eigenen Bereitschaft)
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung in Form von Fortbildungsangebot sehr gut (viele Fortbildungen einschliesslich eintätigem Anästehsiepraktikum) + hohes Budget (bei Bedarf zur freien Verwendung)
Gehalt/Benefits
intransparente Gehälter; kein Verhandlungsspielraum nach Einstellung bzw. für langjährige Mitarbeitende, lediglich bei Neueintritt; in meinem Fall verhältnismässig hohes Gehalt + hohe Zulagen für Nacht-, Feiertags- und Wochenenddienste + attraktive Einspringpauschale
Kollegenzusammenhalt
das Team im Fahrdienst ist das beste Team, dass ich in mehr als 10 Jahren Berufstätigkeit kennenlernen durfte - der Zusammenhalt, die Professionalität, der Weiterbildungswille und die Nahbarkeit waren einzigartig
Umgang mit älteren Kollegen
insbesondere ältere Kollegen mit längerfristigen Krankheitsausfällen werden an die Schutzfrist erinnert, nach derer eine Kündigung möglich sei; zudem werden Mitarbeitende in diesem Rahmen ermuntert, sich frühzeitig von ihrem behandelnden Arzt wieder bedingt einsatzfähig krankschreiben zu lassen, um im Büro eingesetzt werden zu können; gleichzeitig sind mir auch Fälle bekannt, bei denen Kollegen freundlichst gefragt wurden, planbare Eingriffe zu verschieben, um wieder eingesetzt werden zu können
Vorgesetztenverhalten
die Rettungsdienstleitung und die Teamleitenden sind bei Erstkontakt und Eintritt sehr aufgeschlossen, unterstützend, wirken ehrlich interessiert und wohlwollend. Leider wird es bei komplexen Fragestellungen schnell sehr dünn oder man versteckt sich dahinter, dass man diese Aufgaben ja auch erst seit Zeitpunkt X (> 2 Jahre) mache und nunmal Fehlentscheidungen passieren, wobei diese Kündigungen für Dritte zur Folge haben können. Gerade für Interessierte im Anerkennungsverfahren bleibt es bis zuletzt unklar, wie sich die Leitung zu euch positioniert - bei Nichtbestehen ist die unmittelbare Kündigung unter Wahrung der Fristen sicher, egal, was bis dahin besprochen wurde. Generell besteht ein grosser Geltungsdrang, sich gegenüber der Konkurrenz im Baselbiet (v.a. Rettung Basel-Stadt) zu behaupten, wodurch fortlaufend versucht wird, sich ständig weiterzuentwickeln, was grundsätzlich gut ist, jedoch dennoch nicht zur Folge haben darf, dass Prozesse / Abläufe nicht grundlegend gut geplant sind, sodass zu viele Änderungen, Anpassungen oder Rücknahme von Prozessen notwendig sind, die die Mitarbeitenden ermüden
Arbeitsbedingungen
die Fahrzeuge, das Equipment und Material sind sehr hochwertig und auch die Rettungswache sind auf einem inzwischen hochwertigen Stand oder Neubauten
Kommunikation
die Kommunikation bei Eintritt, Lohnformalitäten usw. mit dem HR sind überwiegend direkt, eigeninitiativ, freundlich und vor allem schriftlich, wodurch die Vorgänge in der Regel nachvollziehbar und somit belegbar sind, während beim Austritt relevante Informationen wie Umgang mit Arbeitszeitkonto usw. bis zum Austritt nicht konkret beantwortet wurden; in meiner Abteilung Rettungsdienst wurden seitens der Rettungsdienstleitung und den Teamleitenden überwiegend mündliche Absprachen in Sitzungen, Telefonaten oder Flurgesprächen getroffen, die leider nicht verlässlich sind; vor allem kritisch sehe ich die Betonung der "familiären" Struktur und der generellen Bereitschaftsbekundung, alles für das eigene Team gegenüber dem fast schon "Feind", dem Mutterhaus KSBL und dem HR, unternehmen zu wollen und es aber letztlich doch nicht machen, sondern sich der Vorzüge dieser Verbindung zum KSBL bedienen (z.B. sehr diskrete, weitestgehend kontaktlose Kündigung) und die Verantwortung an diese Abteilungen abschieben, wobei sie in den Personalentscheidungen zentral mit eingebunden sind; gleichzeitig haben sie auch nur wenig Entscheidungsgewalt gegenüber den vorgesetzten Abteilungen
Gleichberechtigung
Frauen verdienen meist weniger als Männer, obwohl die Frauenquote in diesem Rettungsdienst sehr hoch ist
Interessante Aufgaben
der Rettungsdienst selbst ist durch die Freigaben, übersichtlichen Algorithmen und flachen Hierarchien + Anästhesie-RS + Standorte in städtischer und ländlicher Umgebung sehr spannend