4 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,6 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.


Löwenfels Partner AG Bewertungen
Technologisch hinter dem Mond, schwerste Defizite in der Personalführung, Ungleichbehandlungen und Blaming-Kultur
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich habe erlebt, wie Aufträge überadministriert werden.
Ich habe erlebt, wie wegen 200 Franken für mehr RAM oder eine grössere Festplatte herumgegeizt wird, selbst wenn die Builds auf der eigenen Maschine nicht mehr richtig laufen und teilweise Stunden wegen solcher Probleme verbraten werden, die dann aber wiederum ungeniert dem Kunden in Rechnung gestellt werden.
Ich habe erlebt, wie Aufgaben, die viele andere IT-Firmen schon längst vollautomatisiert haben, bei Löwenfels noch immer in Handarbeit erledigt werden. Für die braucht es fast eine Vollzeitstelle, die aber natürlich auch dem Kunden in Rechnung gestellt wird. Dieser Zustand ist seit vielen vielen Jahren unverändert, und deren Verbesserungsbestrebungen nur Alibiübungen und heisse Luft.
Ich habe erlebt, wie JEDER, aber wirklich JEDER firmenübergreifende Vorstoss, etwas an der Qualität, Systematik oder Effizienz zu verbessern, letzten Endes abgeblockt wird oder auf mysteriöse Weise versandet.
Und wäre das nicht alles schon schlimm genug, drehen sie eines Tages den Spiess um und konstruieren irgendwelche Vorwürfe, wenn man nach jahrelangem Ignoriert-Werden einmal auf den Tisch haut oder in der fehlkonstruierten, chaotischen Umgebung nicht die Effizienz oder den Erfolg zeigen kann, den sie sich in der Theorie ausgemalt hatten.
Never ever again!
Verbesserungsvorschläge
"The culture of any organization is shaped by the worst behavior the leader is willing to tolerate."
Denkt mal darüber nach!
Arbeitsatmosphäre
- Wenn du damit zurechtkommst, dass der Code und die Vorgehensweisen ca. 15 Jahre im Rückstand sind und sich wohl auch nicht ändern werden,
- wenn du du dir auf die Zunge beissen kannst, um von den Resultaten allfälliger Eigeninitiative nicht bitter enttäuscht zu werden,
- wenn du dafür einen stabilen (wenn auch langweiligen) Job haben willst, wo die Stimmung zugegeben auch ganz cool ist,
==> dann go for it!
Aber achte darauf, dass du nur als Externer reinkommst (siehe Gehalt/Sozialleistungen).
Wenn dir aber Fortschritte (sowohl in der Firma als auch deine eigenen) am Herzen liegen, und du in der Informatik gerne das anwenden würdest, wofür du eigentlich auch studiert hast, dann such dir besser was anderes.
Image
Die Firma gibt sich nach aussen agil, ist aber veränderungsresistent bis ins Mark! In der Softwareentwicklung hängt letztendlich vieles vom Entscheid einer einzigen Person ab, die aber weder auf einen grossen akademischen noch beruflichen Erfahrungsschatz zurückgreifen kann. Diese Person sitzt in gefühlt jeder Gruppe mit ein und hat ganz klar ihre beliebten und unbeliebten Kollegen. Besagte Person kann auch Gruppen nach Belieben gründen und auflösen, Gruppen bei Themen, die ihr wichtig sind, mit "ihren" Personen besetzen, und Themen, die ihr persönlich unwichtig sind, einfach versanden lassen. Diese gehen dann "vergessen", es wird trotzdem einfach etwas anderes gemacht, oder es wird erst gar nicht besprochen.
Die ganzen Gremien, mit denen die Firma auf in ihren Marketingsblogs wirbt, sollen den Anschein wahren, dass man als Mitarbeiter etwas zu sagen hätte. Nach meiner Erfahrung sind sie aber reine Beschäftigungstherapie. Am Schluss wird ganz hierarchisch von Einzelpersonen entschieden, und wenn es dem Zweck dienlich ist, gerne auch grosszügig über Prozesse hinweggesehen. Denn diese gelten nur für die Einen, nicht aber für die Anderen.
Karriere/Weiterbildung
Fachlich weiterbilden kannst du dich im Rahmen des (in der Tat) grosszügigen Schulungsbudgets. Das beruht aber voll auf Eigeninitiative. In der Firma wirst du wahrscheinlich technisch nichts dazulernen. Ausser den Grossteil des Tages in chaotischem und undokumentiertem Code herumzuwühlen. Der Code ist ein Sammelsurium an Anti-Patterns: genau so, wie man es NICHT machen soll.
Du bist ein Experte in einem IT-Spezialgebiet und erwartest, dass du darin etwas zu sagen hättest oder man dich dann fragt? Vergiss es! Egal wo du deine Talente hast, die Firma wird dich höchstwahrscheinlich übergehen. Die (vielen fragwürdigen) Entscheidungen werden von einem Klüngel vorbereitet oder gefällt, deren Legitimation einzig auf Status, aber ganz sicher nicht auf sachlicher Fachkenntnis beruht.
Du wirst in der Firma wahrscheinlich nicht aufsteigen, ausser, du wirst gleich von Anfang an in einer "höheren" Position eingestellt. Wobei in den letzten Jahren viele solcher Personen nach jeweils 1,5 Jahren den Bettel hingeworfen haben, obwohl sie vielversprechende Positionen hatten, aber dann zu oft herumgereicht wurden, letzten Endes doch nirgendwo was zu melden hatten oder böse aufgelaufen sind.
Vorgesetztenverhalten
In einem sonnenklaren Konfliktfall wurde der HR-Leiter eingeweiht, über Wochen mehrfach erinnert, aber passiert ist: NICHTS! Löwenfels hat ganz offensichtlich seine Mitarbeiter, die sich alles erlauben dürfen und gleichzeitig unantastbar sind, während anderen Mitarbeitern jede Kleinigkeit sofort angekreidet wird. Die "Fehlerkultur", die sie in ihren Marketingblogs und auch hier auf kununu beschreiben, ist fernab der Realität.
Der Vorgesetzte liess das (jährliche) Mitarbeitergespräch erst nach zwei Jahren stattfinden, weil er davor "keine Zeit" hatte. Soviel vorab zum Stellenwert der Personalführung.
Das Gespräch war ein Musterbeispiel, wie Mitarbeitergespräche NICHT ablaufen sollten. Lediglich in einem Halbsatz fiel die Aussage, dass "dein Team ja offenbar ganz zufrieden mit dir und deiner Arbeit ist" – also das, was 98% meiner Arbeit ausmacht. Aber das war nicht weiter der Rede wert, vielmehr wurde auf den anderen 2% herumgeritten, die offiziell nicht mal Teil meiner Arbeit sind.
[Fortsetzung unten]
Gehalt/Benefits
Löwenfels hat einen sehr hohen Anteil an externen Mitarbeitern. Dass man diese beauftragt, um Spitzen abzudecken, ist natürlich legitim. Nicht legitim ist es, diese über JAHRE zu engagieren, auch wenn sie keine speziellere Aufgabe als die internen Softwareentwickler machen. Dafür zahlt die Firma für sie das 2 bis 2,5-fache.
Hinzu kommen willkürliche bzw. ausbleibende Gehaltserhöhungen unter fadenscheinigen Floskeln als "Begründungen". Wenn die Internen schon weniger als die Hälfte wie Externe kosten, dann geizt bei ihnen zumindest nicht an einem Teuerungsausgleich herum. Aber nein, nicht mal den gibt es. Mehrere Jahre in Folge keine Lohnerhöhung. Dann wundert euch nicht, wenn die Mitarbeiter gehen!
Einmal gab es sogar einen Jahresbonus. 1000 Franken. Wow, wie grosszügig. Nicht.
Kündigungsfristen, Nebenbeschäftigungsverbote und Konkurrenzklauseln gelten für die Einen, nicht aber für die Anderen. Das ganze in einem Umfeld von krasser, ungerechtfertigter Lohnungleichbehandlung (weiterer Vorteil als Externer: nur ein Monat Kündigungsfrist), ausbleibenden Lohnrunden und lächerlichen, knausrigen Bonuszahlungen.
Braucht es dazu noch weitere Erklärungen?
Interessante Aufgaben
[Fortsetzung]
Als ich später das Protokoll zur Unterschrift bekam, enthielt es NUR die Aussagen des Vorgesetzten und kam einer regelrechten Klageschrift gleich. Ich habe das dann ausführlich mit meinen Aussagen und Klarstellungen aus dem Gespräch ergänzt und per E-Mail retourniert. Nach einer Woche kam der Vorgesetze in mein Büro und meinte, er "wolle das Protokoll kompakt halten". Darum will er meine Aussagen nicht mit ins Protokoll aufnehmen. "Und überhaupt, wo kommen wir denn hin, wenn wir jetzt hier noch anfangen, mit Beweisen zu hantieren?"
Alles klar: Fabrizierte, unbelegte Aussagen des Vorgesetzten gelten als die ultimative Wahrheit, und wenn man das ganze objektivieren, mit Gegendarstellungen versehen oder gar beweisen (oder bewiesen haben) will, dann stellt man sich quer.
Mit solchen Menschen und Unternehmen will ich nichts zu tun haben! Am nächsten Morgen lag meine Kündigung auf dem Tisch. Löwenfels hat trotzdem auf der dreimonatigen Kündigungsfrist bestanden, obwohl sie selbst die Kündigung veranlasst haben. Schlechte Verlierer sind sie also noch.
2,5 Jahre als externer Mitarbeiter bei Löwenfels - Mein Fazit: Arbeitgeber empfehlenswert
Gut am Arbeitgeber finde ich
Wertschätzung jedes einzelnen Mitarbeiters
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich kann zum Arbeitgeber nichts schlechtes sagen. Macht seine Sachen tip top.
Verbesserungsvorschläge
So bleiben.
Arbeitsatmosphäre
Auch den externen Mitarbeitern schenkt man viel Aufmerksamkeit, so dass man fast das Gefühl bekommt ein interner Angestellter zu sein. Prozesse sind klar definiert und haben Struktur. Dank kollegialem Umgang miteinander fühlt man sich schnell wohl bei diesem Arbeitgeber.
Image
Arbeitgeber der das hochkomplexe System für die Schweizer-Ausgleichskassen erfolgreich entwickelt. Das kann sich sehen lassen.
Work-Life-Balance
Man kann sich seinen Tagesablauf selber gestalten solange man die Meetings und die Abgabetermine einhält. Beispielsweise kann man über den verlängerten Mittag Sport treiben oder etwas früher am Morgen beginnen, sodass man am Nachmittag früher Feierabend machen kann. Topp dass dieser Arbeitgeber seinen Mitarbeitern soviel Eigenverantwortung aber auch Vertrauen schenkt.
Karriere/Weiterbildung
Ich konnte einige positive Changes miterleben, aber da ich externer Mitarbeiter war, kann ich das nicht bewerten, deshalb gibt es eine neutrale 4 Sterne Bewertung.
Gehalt/Benefits
Als ein externer Mitarbeiter kann zu diesem Punkt keine Bewertung abgeben, deshalb gibt es eine neutrale 4 Sterne Bewertung.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Vieles wird digital geführt und ist für jeden zugänglich. Kann hier nichts Schlechtes dazu sagen.
Kollegenzusammenhalt
Da kann ich nur ein Lob aussprechen. Man hilft sich gegenseitig wo man nur kann. Ich war in einem Team, in welchem das Alter der Kollegen nicht unterschiedlicher sein könnte und trotzdem hat die Kommunikation perfekt funktioniert, da man mit grossem Respekt miteinander umgeht.
Umgang mit älteren Kollegen
Während meinen 2,5 Jahren, die ich tätig war bei diesem Arbeitgeber hatte ich nie Probleme solcher Art. Ganz im Gegenteil, man kann auch als junger MA viel von den älteren Kollegen lernen und sie sind auch stets hilfsbereit. In unserem Team war ich eher einer der jüngeren Mitarbeiter.
Vorgesetztenverhalten
Die Vorgesetzten stehen hinter ihren Mitarbeitern und dass habe ich sehr geschätzt. Es kann aber auch manchmal zu Missverständnissen kommen, was ganz normal ist. Das kommt auch bei den besten Arbeitgebern mal vor. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass der Mitarbeiter auch sehr ernst genommen wird und sich das Missverständnis in der Regel von allein auflöst. Vielleicht würden gewisse Massnahmen dazu verhelfen, dass es erst gar nicht zu solchen Missverständnissen kommen kann. Beispielsweise die Kommunikationspfade optimieren.
Arbeitsbedingungen
Man hat alles was man für die Arbeit benötigt und falls nicht, kann man es einfordern. Es sind viele Prozesse klar definiert und trotzdem hat man grosse Entscheidungsfreiheit innerhalb des Teams.
Kommunikation
Es gibt in jedem Unternehmen Potential Luft nach oben, so auch bei diesem Arbeitgeber. Jedoch versickern diese Anliegen nicht im Treibsand, sondern werden an den entsprechenden Meetings angesprochen und an die richtigen Stellen adressiert. Die Hirarchie ist sehr flach gestaltet, was aus meiner Sicht zur besseren Kommunikation führt.
Gleichberechtigung
Alt oder jung, Mann oder Frau, interner oder externer Mitarbeiter ich konnte keine Unterschiede im Umgang feststellen. Man geht mit viel Respekt miteinander um und es wird niemand speziell gut oder schlecht behandelt. Es kommt jeder zu Wort und es wird einem zugehört.
Interessante Aufgaben
Nach 2,5 Jahren durfte ich an einigen interessanten Arbeiten mitwirken, jedoch gibt es auch Tasks, die weniger Spass machen und teilweise mühsam sein können. Man ist dann froh, wenn solche Tasks fertig werden und man sie erfolgreich abschliessen kann. Denke das ist bei allen Arbeitgebern so.
Wirklich agile SW-Entwicklung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Team im AHV Bereich: Leute, Werte, Einsatz, Skills
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die zwei verschiedene Geschäftsbereiche (AHV / ECM) mit unterschiedlichen Werten und Kulturen erlebe ich wie zwei verschiedene Firmen im gleichen Gebäude: Praktisch keine gemeinsamen Aktivitäten, keine Synergien, wenig gegenseitige Sympathie.
Die Firma hat eine Hierarchie-Stufe zu viel, der CEO ist weit weit weg von seinen Mitarbeitern.
Work-Life-Balance
Flexible Teilzeit-Lösungen möglich
Karriere/Weiterbildung
Jedes Jahr "5 Tage Zeit + 5000.-- Franken" für Weiterbildung + zusätzliche Seminare nach Bedarf sind meiner Meinung nach überdurschnittlich
Arbeitsatmosphäre
Image
Gehalt/Benefits
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Kollegenzusammenhalt
Umgang mit älteren Kollegen
Vorgesetztenverhalten
Arbeitsbedingungen
Kommunikation
Gleichberechtigung
Interessante Aufgaben
Arbeiten bei der Löpa
Gut am Arbeitgeber finde ich
Starke, kollegiale Atmosphäre. Jeder kann viel bewegen. Unkomplizierte Umsetzung von Verbesserungvorschlägen. Agilität nicht nur auf dem Papier. Aktuelle Tools kommen zum Einsatz. Weiterbildung wird gefördert. Kollektiver Code-Ownership. Hohes Qualitätsbewusstsein.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Technische Altlasten sind nur langsam abzubauen. Eigenes Java Framework. Limitierte Kundenbasis. Eher niedrige Löhne, da Zentralschweiz als Standort.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Mitbestimmung aller Mitarbeiter. Klare Vision und Strategie definieren und kommunizieren. Bessere Abstimmung der beiden Firmenhälften.