Ihr Unternehmen?

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Maison 
Mollerus 
AG
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Traurige Erfahrung und leider absolut keine Empfehlung

2,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Marketing / Produktmanagement bei Maison Mollerus AG in Erlenbach ZH gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Optisch ansprechende Büroräume, faire Mitarbeitendenrabatte und grundsätzlich kurze Entscheidungswege aufgrund der kleinen Unternehmensgrösse.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Meiner Meinung nach stehen die auffallend guten Bewertungen hier bei Kununu vielfach in genauso auffallendem Widerspruch zu den internen Erfahrungen vieler (ehemaliger) Mitarbeitender. Das sehe ich äusserst kritisch.

Einseitig positive Bewertungen oder stark beschönigende/relativierende Antworten auf ehrliche Bewertungen überdecken aus meiner Sicht keine problematische Arbeitskultur.

Besonders missstände-aufzeigend sehe ich auch den Ton und Inhalt in der Bewertung mit dem Titel „…im Job leider aussortiert. Eine echte Bewertung" vom März 2025. Sie wurde offen als konfrontatives Statement des Unternehmens in Bezug auf (ehemalige) Mitarbeitende gemacht und wirkt äusserst abwertend und zeigt die nach meinem Erleben oft verworren-schädliche Unternehmenskultur auf.

Verbesserungsvorschläge

Aus meiner Sicht wäre eine stärkere Professionalisierung der Führungs- und Organisationsstruktur sinnvoll. Dazu könnte gehören, operative Verantwortung stärker an eine erfahrene Geschäftsleitung mit klaren Entscheidungs- und Führungsverantwortlichkeiten zu übertragen sowie ein professionelles HR-Management mit entsprechenden Kompetenzen aufzubauen.

Eine klarere Trennung zwischen strategischer Inhaberschaft und operativer Führung könnte aus meiner Sicht zu mehr Stabilität, Transparenz und Verlässlichkeit im Arbeitsalltag beitragen.

Arbeitsatmosphäre

Während meiner Anstellung habe ich eine sehr hohe Fluktuation erlebt. Von einem Team mit etwa 8 bis 10 Mitarbeitenden waren lediglich eine Person seit rund 5 Jahren und eine weitere seit etwa 3 Jahren im Unternehmen. Die Anstellungsdauer aller übrigen Teammitglieder lag nach meiner Erfahrung meist unter sechs Monaten.

Die Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung wechselte nach meiner Erfahrung bei mehreren Mitarbeitenden, und auch bei mir selbst, von anfänglicher, teils überschwänglicher Euphorie und grosser Wertschätzung zu plötzlicher Distanzierung und deutlich geringerer Beachtung. Auf diese Phase folgte nach meiner Beobachtung in mehreren Fällen kurze Zeit später eine Kündigung. Diese wirkten auf mich häufig sehr überraschend und standen aus meiner Sicht oft in keinem Zusammenhang mit dem gezeigten Potential. Die Arbeitsatmosphäre wirkte oft hektisch, befangen und sehr bedrückt.

Den Umgang einer einzeln älteren Personen aus dem familiären Umfeld der Chefin mit dem Team empfand ich teilweise als sehr herrisch, respektlos und persönlich verletzend. Ich hatte nicht den Eindruck, dass die Geschäftsleitung hier ausreichend schützend eingegriffen hat.

Image

Das nach aussen vermittelte Luxus-Image deckte sich aus meiner Sicht nur wenig mit meinen Erfahrungen im Arbeitsalltag. Während die Produkte selbst qualitativ hochwertig sind und das damit verbundene gute Markenimage aus meiner Sicht nachvollziehbar ist, empfand ich eine deutliche Diskrepanz zu der internen Arbeitskultur.

Auch ausserhalb des Unternehmens erhielt ich vereinzelt Rückmeldungen, die meine eigenen kritischen Erfahrungen als Arbeitnehmer bestätigten.

Work-Life-Balance

Es werden die gesetzlich minimal vorgeschriebenen vier Wochen Ferien gewährt, wobei eine Woche zwingend als feste Betriebsferien zwischen Weihnachten und Neujahr vorgegeben ist. Im Vergleich zu vielen Schweizer Arbeitgebern empfand ich dieses Ferienangebot als wenig attraktiv. Gerade bei qualifizierten Fachkräften sind fünf Wochen Ferien in der Schweiz bei vielen Arbeitgebern ein verbreiteter Standard.

Homeoffice oder flexible Arbeitszeiten waren nicht vorgesehen. Dies vermittelte mir den Eindruck eines starken Kontrollbedürfnisses seitens der Führung.

Die Mittagspause ist auf 30 Minuten begrenzt. Obwohl ein schöner Konferenztisch vorhanden ist, gibt es keinen eigentlichen Pausenraum, weshalb im spärlichen Foyer des Gewerbegebäudes nebenan gegessen wird. (Ausser im Sommer, wo es einen schönen Pausenplatz am See gibt.)

Ich erlebte, dass nur sehr wenige Teammitglieder einen eigenen Büroschlüssel haben durften. Dadurch war ein pünktlicher Feierabend zwingend einzuhalten, ohne dass Mitarbeitende ihre Arbeitszeit eigenständig an die jeweilige Arbeitsbelastung anpassen konnten.

Karriere/Weiterbildung

Eine gezielte Personalentwicklung oder systematische Förderung habe ich nicht erlebt. Aufgrund der kurzen Anstellungsdauern vieler Mitarbeitender, der Organisationsstruktur und des hohen Anteils an jungen, teilweise noch unerfahrenen Praktikantinnen erschien mir eine nachhaltige berufliche Entwicklung für Arbeitnehmende kaum möglich.

Zudem entstand bei mir der Eindruck, dass operative Entscheidungen und zentrale Arbeitsprozesse stark bei der Geschäftsleitung gebündelt blieben. Dadurch gab es aus meiner Sicht wenig Raum für erfahrene Mitarbeitende, eigenständig Verantwortung zu übernehmen, Prozesse weiterzuentwickeln oder sich fachlich und organisatorisch weiterzuentwickeln.

Gehalt/Benefits

Besondere Benefits gibt es kaum. Positiv fand ich den fairen Mitarbeitendenrabatt auf das Taschen-Sortiment. Das Ferienkontingent empfand ich im Vergleich zum Schweizer Markt als sehr wenig konkurrenzfähig.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Mein Eindruck war, dass Nachhaltigkeit im Arbeitsalltag nur eine untergeordnete Rolle spielte. Abgesehen von Karton wurde Müll nicht getrennt. Kaffe gab es ausschliesslich anhand von Kaffee-Kapseln und meinem Erleben nach keine Bemühungen für nachhaltigere Lösungen.

Kollegenzusammenhalt

Der Umgang ansich ist sehr nett kollegial. Aber ein stabiler Teamgeist konnte sich aus meiner Sicht aufgrund der hohen Fluktuation kaum entwickeln. Wenn Mitarbeitende häufig wechseln, fehlt die notwendige Kontinuität, um Vertrauen, Zusammenarbeit und gemeinsame Prozesse nachhaltig aufzubauen.
Dadurch entstand bei mir teilweise das Gefühl, dass man sich im Team nicht langfristig aufeinander verlassen konnte.

Die langjährige Sonderrolle einer einzelnen HR-verantwortlichen Person empfand ich gegenüber neuen und frisch-gekündigten Mitarbeitenden teilweise als herablassend und ausgrenzend.

Umgang mit älteren Kollegen

Während meiner Anstellung waren im Team zwei ältere, erfahrene Mitarbeitende vertreten. Aber abermals eher nur kurzfristig.

Vorgesetztenverhalten

Eines ist wichtig über die Chefin zu verstehen: In Interviews wird sie oft gefragt, was ihre Besonderheiten als Unternehmerin sind und sie antwortet dann meistens mit „mein Bauchgefühl“. Das klingt charmant. Aber aus meiner Sicht wurden Entscheidungen der Geschäftsleitung häufig stark vom persönlichen Eindruck und spontanen Einschätzungen geprägt. Ich empfand das im Arbeitsalltag weniger als strategische Stärke, sondern als Ursache für eine teilweise schwer vorhersehbare Führung.

Für uns Mitarbeitende war dadurch oft nicht nachvollziehbar, nach welchen Kriterien Entscheidungen/Kündigungen getroffen wurden oder weshalb Abmachungen kurzfristig geändert wurden. Dies führte aus meiner Erfahrung zu viel Unsicherheit und erschwerte eine langfristige Planung der eigenen Arbeit.

Bereits getroffene Absprachen und Einschätzungen konnten sich teilweise kurzfristig ändern, was die Verbindlichkeit in der Zusammenarbeit beeinträchtigte.

Arbeitsbedingungen

Die Verkaufs- und Büroräume sind schön und ansprechend gestaltet. Wasser, Kaffee und Süssigkeiten werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Die sanitären Anlagen im Büro sind eventl. nicht vollständig barrierefrei.

Kommunikation

Während meiner gesamten Anstellung habe ich keine interne Kommunikation der Geschäftsleitung erlebt, in der transparent über Unternehmensziele, Erfolge, Meilensteine, Projekte oder Visionen informiert wurde.
Auch motivierende Mails/Ansprachen, Anerkennung oder ein gemeinsames Gefühl von Stolz für das Unternehmen habe ich im Arbeitsalltag vermisst. Für mich entstand dadurch wenig Vertrauen oder die Chance auf Identifikation mit dem Unternehmen.

Interessante Aufgaben

Ein grosser Teil der operativen Arbeit wurde meiner Wahrnehmung nach von häufig wechselnden, jungen Praktikantinnen und auf Order der Unternehmensleitung abgearbeitet. Diese leisteten viel und waren sehr engagiert, konnten aber aufgrund ihrer Rolle und Erfahrung nicht die gleiche fachliche oder strategische Entwicklung vorantreiben wie erfahrene Fachkräfte.

Aus meiner Sicht blieb dadurch wenig Raum für erfahrene Mitarbeitende, ihre eigentliche Verantwortung wahrzunehmen, Prozesse weiterzuentwickeln oder aktiv Verbesserungen umzusetzen. Veränderungen und neue Ansätze waren im Arbeitsalltag teilweise schwierig einzubringen.

Einige Abläufe wirkten auf mich wenig strukturiert und führten regelmässig zu vermeidbarem Mehraufwand. Dadurch floss viel Energie in die Bewältigung von Problemen und das kurzfristige Beheben von Fehlern, anstatt in nachhaltige Weiterentwicklung, Wachstum und Optimierung.


Gleichberechtigung

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Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.