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Wertschätzung, Struktur, Freiraum – so macht Jobcoaching Sinn

4,5
Empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung für dieses Unternehmen in Zürich gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

In unserem Team an unserem Standort herrscht ein Spirit, der seinesgleichen sucht. Wir halten zusammen, tauschen uns aus und lernen voneinander. Es geht nicht um Konkurrenz, sondern um gemeinsame Entwicklung.

Der einzige „Wettkampf“, den es gibt, ist ein inoffizieller Vergleich der Bewerbungszahlen – ein kleiner Motivationstreiber, an dem aber nicht alle mitmachen müssen.

Unsere Führungsperson nimmt sich bewusst Zeit für Führungsaufgaben – das spürt man. Ich selbst bin eine fordernde Persönlichkeit: Ich brauche einerseits klare Rahmenbedingungen, andererseits Freiraum in der Umsetzung, um mein volles Potenzial zu entfalten.

Beides wird mir hier ermöglicht.

Ich habe noch nie ein so starkes Gefühl von Loyalität, Dankbarkeit und Wertschätzung erlebt wie an diesem Arbeitsplatz.

Kommunikation

Innerhalb unseres Teams finden regelmässige Austauschrunden statt – sie sind effizient, fokussiert und verlieren sich nicht in Nebensächlichkeiten.

Zusätzlich steht uns ein hervorragendes LMS zur Verfügung, auf dem nicht nur Drehbücher, sondern auch aktuelle News geteilt werden. Die Plattform funktioniert zuverlässig auf allen Endgeräten und unterstützt die interne Kommunikation optimal.

Wenn ich einen Wunsch äussern dürfte: Der Austausch mit anderen Standorten ist bisher eher gering. Für meinen Arbeitsalltag ist das kein Problem, aber ich bin überzeugt, dass ein stärkerer standortübergreifender Dialog mein Zugehörigkeitsgefühl noch vertiefen und den Wissenstransfer bereichern würde.

Kollegenzusammenhalt

Ich durfte in der Vergangenheit bereits in starken Teams arbeiten – doch eine solche Form von Wertschätzung und Zugehörigkeit wie hier habe ich bisher noch nie erlebt.

Wir sind ein bunter Haufen unterschiedlichster Menschen, und genau das macht uns aus. Jeder gehört dazu, ganz selbstverständlich.

Vermeintliche Schwächen werden nicht bewertet, sondern als individuelle Stärken verstanden und geschätzt. Eine gewaltfreie, ehrliche Feedbackkultur wird aktiv gelebt – und das nicht nur auf dem Papier.

Für mich ist dieses Team in kurzer Zeit zu einer zweiten Familie geworden.

Work-Life-Balance

Für mich funktioniert die Work-Life-Balance perfekt. Ich arbeite aktuell im 80 %-Pensum und absolviere parallel eine Weiterbildung. Die Kurszeiten liegen bei 6.25 Stunden pro Tag (09:00–12:15 und 13:15–15:45) – das ist gut machbar und keineswegs eine Überlast.

Die Randzeiten variieren je nach Kursverlauf, Gruppenleistung und individuellem Bedarf, doch der Rahmen bleibt gut planbar. Als technisch versierter Jobcoach mit Erfahrung im Umgang mit KI habe ich nie das Gefühl, übermässig viel Zeit investieren zu müssen.

Die administrativen Aufgaben sind eigenverantwortlich zu erledigen – wann und wie bleibt jedem selbst überlassen. Entscheidend ist, dass am letzten Tag alles bereit ist. Wie mit Versäumnissen umgegangen wird, kann ich nicht beurteilen – es kam schlicht noch nie so weit.

Besonders hervorheben möchte ich unseren Standortleiter: Er achtet aktiv darauf, dass Pausen eingehalten werden, und fragt direkt nach, wenn jemand über die normale Zeit hinaus arbeitet – mit dem ehrlichen Angebot zur Unterstützung.

Vorgesetztenverhalten

Ich hatte das grosse Glück, bereits sehr gute Führungspersonen zu erleben – darunter auch eine, die mich über Monate hinweg gezielt gefördert hat. Trotzdem kann ich sagen: Unser aktueller Standortleiter ist die beste Führungskraft, mit der ich je zusammenarbeiten durfte.

Er wirkt wie ein Fels in der Brandung – ruhig, präsent, verlässlich. Gleichzeitig ist er feinfühlig und nimmt kleinste Veränderungen im Team wahr. Er fragt regelmässig nach, ob alles passt: fachlich, organisatorisch und emotional. Ob alle nötigen Werkzeuge vorhanden sind, ob Unterstützung gebraucht wird – er hat den ganzen Menschen im Blick.

Wenn es etwas zu optimieren gibt, fragt er zuerst, ob man es selbst angehen möchte (mit Blick auf den Lerneffekt) oder ob er es übernimmt (zur Entlastung). Fachlich halte ich ihn für höchst kompetent, menschlich sowieso.

Was ihn besonders macht: Er lebt eine Vorbildfunktion, die nicht auf Ego oder Druck basiert. Er weiss, dass wir als Team bessere Ergebnisse liefern, wenn wir selbst in einer starken Haltung sind – die daraus entstehende Motivation schliesst den Kreis.

Interessante Aufgaben

Wir arbeiten mit Menschen – das macht jede Situation einzigartig, selbst wenn sich Inhalte oder Abläufe wiederholen. Langeweile hatte ich in diesem Job bisher keine Sekunde.

Besonders spannend finde ich die Mischung aus zwischenmenschlicher Arbeit und strukturierter Dokumentation. Das Schreiben von Berichten ist vielleicht nicht jedermanns Sache – für mich ist es aber mehr als reine Pflicht.

Einerseits sehe ich darin die Challenge, es effizient und präzise umzusetzen. Andererseits betrachte ich die Berichte als wichtiges Instrument: Sie ermöglichen den RAV-Personalberatenden, die Teilnehmenden nach dem Kurs gezielter zu begleiten.

Genau dieser Sinn hinter der Aufgabe motiviert mich – auch abseits des direkten Coachings.

Gleichberechtigung

Die Löhne sind transparent offengelegt – innerhalb einer Funktion verdienen alle gleich. Das schafft Vertrauen und Klarheit.

Auffällig ist, dass ich aktuell mehr weibliche als männliche Standortleiter sehe. Wer Gleichberechtigung mit einer rein rechnerischen Balance verwechselt, könnte hier eine Imbalance vermuten.

Ich persönlich spüre jedoch etwas ganz anderes: Hier zählt der Mensch mit seinen Fähigkeiten – unabhängig von Geschlecht, Alter oder Hintergrund. Und genau das fühlt sich für mich nach echter Gleichberechtigung an.

Umgang mit älteren Kollegen

Ich darf (leider) miterleben, wie ein Kollege demnächst in den wohlverdienten Ruhestand geht. Sein Wissen ist Gold wert, seine Erfahrung unbezahlbar – und er gibt beides grosszügig an das Team weiter, insbesondere an neue Mitarbeitende.

Der Umgang mit ihm unterscheidet sich in keiner Weise von dem mit jüngeren Kolleg:innen – zumindest nehme ich keinerlei Unterschiede wahr. Das spricht für ein Team, in dem Alter keine Rolle spielt, sondern der Mensch zählt.

Arbeitsbedingungen

Besonders positiv hervorzuheben sind die modernen Laptops, die zumindest neuen Mitarbeitenden zur Verfügung gestellt werden. Auch die digitalen Whiteboards bieten – mit dem nötigen Know-how – eine tolle Basis für interaktive und lebendige Schulungen.

Das LMS mit seinen Kursinhalten und internen Informationen ist ebenfalls ein starkes Werkzeug, das den Arbeitsalltag spürbar erleichtert.

Optimierungspotenzial sehe ich bei den Geräten, die an unserem Standort für Teilnehmende bereitgestellt werden. Sie erfüllen zwar ihren Zweck und stellen keine Sicherheitsrisiken dar, sind aber zum Teil deutlich in die Jahre gekommen – hier ist Geduld gefragt.

Je nach Standort muss man ausserdem mit älteren Gebäuden rechnen. Auch die Parkplatzsituation kann, je nach Lage, zur Geduldsprobe werden – oder den Geldbeutel belasten.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Im Arbeitsalltag wird spürbar auf einen bewussten Umgang mit Ressourcen geachtet: Es wird nur gezielt gedruckt, Geräte werden bei Nichtgebrauch ausgeschaltet, und über das Wochenende nehmen wir sie sogar komplett vom Netz.

Abfall wird getrennt, und auch kleine Dinge wie das Ausschalten von Lichtern oder das Vermeiden unnötiger Wege gehören zum gelebten Alltag.

Für mich fühlt sich das nach einer stimmigen Balance an – zwischen Zweckmässigkeit, Sinnhaftigkeit und einem gesunden Gespür für das, was gesellschaftlich heute wichtig ist, ohne dogmatisch zu sein.

Gehalt/Benefits

ch mache diesen Job nicht des Geldes wegen, sondern weil ich ihn liebe. Der Transparenz halber bewerte ich diesen Bereich trotzdem mit drei Sternen – um deutlich zu machen: Wer hier reich werden möchte, ist vermutlich am falschen Ort.

Es gibt ein geregeltes Jahresgehalt, das auf zwölf Monatslöhne verteilt ist. Die Auszahlung erfolgt zuverlässig und pünktlich. Zusätzliche finanzielle Benefits wie Gewinnbeteiligungen sind – zumindest an meinem Standort – nicht vorgesehen.

Je nach Standort können hohe Parkplatzgebühren anfallen, was sich auf den Alltag auswirkt. Wer erweiterte Tools oder Software nutzt, um effizienter zu arbeiten (wie in meinem Fall), trägt die Kosten in der Regel selbst.

Für mich persönlich stimmt die Balance zwischen Gehalt, Workload und Lebensqualität perfekt. Ich sehe aber, dass dies individuell unterschiedlich empfunden werden kann.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.