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Langer Zivildienst-Einsatz – als stiller Held der Spülmaschine mit sozialpädagogischem Flair

4,3
Empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 für dieses Unternehmen in Alvaneu Dorf gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

+Viel Eigenverantwortung
Ich war eigenständig für die Organisation und Umsetzung der Mahlzeiten zuständig – vom Einkaufen bis zum täglichen Kochen, wobei ich in der Küche weitgehend freie Hand hatte.

Verbesserungsvorschläge

Supervision, Teamreflexion und Fortbildung: Mehr gezielte Angebote zur fachlichen Weiterbildung und Reflexion würden helfen, die pädagogischen Kompetenzen zu stärken und das Team insgesamt weiterzuentwickeln.

Konfliktmanagement stärken: Konflikte früh erkennen und lösungsorientiert bearbeiten, um das Arbeitsklima zu verbessern.

Digitalisierung und Prozessoptimierung: Der Betrieb könnte durch modernere digitale Tools Abläufe effizienter gestalten, beispielsweise bei Dokumentation oder Kommunikation. Datenschutz ist gut berücksichtigt; wichtig ist, auch in Zukunft Sicherheitsrisiken und Herausforderungen zu vermeiden.

Unterkunft und Kosten: Die Unterkunft ist schlicht und einfach, aber Teil des authentischen Berglebens. Sie bietet die notwendige Grundausstattung, jedoch keinen Luxus wie einen Geschirrspüler. Die Isolierung im Winter ist eher ausbaufähig, sodass warme Decken sehr willkommen sind. Dennoch wäre es wünschenswert, die Mietkosten für die Praktikanten etwas fairer zu gestalten, um sie ein wenig zu entlasten.

Arbeitsatmosphäre

Manche Diskussionen wirkten rückblickend weniger arbeitsrelevant als persönlich motiviert. Einzelne Kolleg:innen wirkten Konfliktsuchender als lösungsorientiert.

Work-Life-Balance

Das Leben in den Bergen bringt seine spezifischen Herausforderungen mit sich, bietet zugleich aber eine besondere Ruhe und eine inspirierende Umgebung abseits des Alltags. Trotz der Belastungen durch die Schichtarbeit gelang es mir, regelmäßig Zeit in der Natur zu verbringen und so einen wertvollen Ausgleich zum beruflichen Alltag zu schaffen.

Kollegenzusammenhalt

Den Kollegialitätsgeist unter Praktikanten habe ich sehr geschätzt. Das gegenseitige Unterstützen und kollektive Bewältigen der Aufgaben hat das Arbeitsumfeld spürbar bereichert.

Vorgesetztenverhalten

Der Heimleiter verkörpert alles, was man sich von einer Führungskraft wünschen kann: Er nimmt sich Zeit für sein Team, hat ein offenes Ohr, begegnet einem mit Respekt und auf Augenhöhe. Für mich ein echtes Vorbild.

Gleichberechtigung

Der Betrieb legt grossen Wert auf Diversität und Gleichberechtigung. Mitarbeitende aus verschiedenen Kantonen und mit vielfältigen Hintergründen arbeiten hier zusammen. Gendergerechtigkeit und ein respektvoller Umgang sind fest verankert – Inklusion und progressive Werte werden hier konsequent gelebt.

Interessante Aufgaben

Zu Beginn meines Einsatzes wurde ich leider stigmatisiert, was sich signifikant und nachhaltig auf die Qualität und Tiefe meines gesamten Tätigkeitsfeldes auswirkte. Dieses vorgefasste Urteil führte dazu, dass mir der Zugang zur partizipativen Mitwirkung im sozialpädagogischen Kernbereich konsequent verwehrt blieb. Stattdessen wurde ich im Rahmen der internen Einsatzplanung primär mit hauswirtschaftlichen Basisaufgaben wie Reinigungs- und Ordnungsarbeiten betraut, Tätigkeiten, die innerhalb der Einrichtung klar am Rand verortet und oftmals als periphere Notwendigkeiten marginalisiert wurden.


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Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umgang mit älteren Kollegen

Arbeitsbedingungen

Kommunikation

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