Enttäuschende Erfahrung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Events waren super und die jährliche Firmenreise ist grosszügig und top organisiert. Man kann viel lernen und einige Mitarbeitende sind mir ans Herz gewachsen. Es steckt viel Talent in der Firma.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Druck bei der Wertschöpfung der Firma ist zu hoch. Wenn hier die tragenden Säulen wegfallen würden steht die Firma vor einem gewaltigen Problem. Bei der aktuellen Struktur können keine neuen Personen eingestellt werden. Man redet von Skalierung, die aktuelle Struktur gibt dies jedoch gar nicht her.
Verbesserungsvorschläge
Organisation innerhalb Online muss zwingend verbessert werden - Interner Overhead ist aktuell zu gross. Im Consulting sind die Mitarbeitenden die wertvollste Ressource. Wenn man sie Ausquetscht bis zum Anschlag dann ist irgendwann kein Saft mehr im Tank.
Arbeitsatmosphäre
Es wird viel druck von oben auf die Mitarbeitenden ausgeübt. Als neue Person in der Firma wird man ins kalte Wasser geworfen und muss dann selber schauen. Gemäss Aussagen des Vorgesetzten macht er dies bewusst, um die Mitarbeitenden unter Drucksituationen zu testen. Ziemlich altmodisch und nicht mehr zeitgemäss. Lobende Worte waren leider kaum zu hören, Kritik leider zu oft. Wirkte alles in allem toxisch und nicht mehr zeitgerecht.
Image
Image grundsätzlich gut gegen extern aber nicht wirklich bekannt ausserhalb der Ostschweiz. Das interne Image ist ebenfalls durchwachsen. Vielleicht kann der neue CEO dies wieder richten.
Work-Life-Balance
Extrem hohe Arbeitsbelastung und gefühlt ständige Peaks. Kommt ganz nach Projekt und Abteilung an aber vor allem der Consulting Bereich fordert einem viel ab. Ich wurde leider auch vermehrt vom Vorgesetzten nach den "normalen" Arbeitszeiten oder am Wochenende auf meinem privaten Natel angeschrieben oder angerufen. Ist ein absoluten No-Go und leider habe ich von anderen Personen gehört, dass dies bei ihnen ebenfalls der Fall war. Wer gerne neben der Arbeit noch Hobbies oder Umfeld pflegen möchte, muss sich gut organisieren oder einfach abschalten können.
Karriere/Weiterbildung
Wird grundsätzlich unterstützt. Mit hohem Arbeitspensum geht es jedoch sehr an die Substanz.
Gehalt/Benefits
Für das was gefordert wird definitiv zu wenig. Man argumentiert dass die Löhne an St. Gallen angeglichen sind und man keine "Zürich-Löhne" zahlen könne. Jedoch hat man geringere Mietkosten und verlangt die gleichen Stundensätze wie die Konkurrenz aus Zürich. Erfolgsbeteiligungsmodell wirkt attraktiv auf den ersten Blick, birgt aber gefahren da hier das Risiko der Firma auf eigene Kosten mitgetragen wird.
Kollegenzusammenhalt
Ganz unterschiedlich. Da die Verrechenbarkeit gemessen wird und dies dann schlussendlich auch als Grundlage für Lohn und Bonus dient, gibt es kaum Unterstützung ohne das gleich auf das entsprechende Projekt gebucht wird. Somit wird man eigentlich bestraft, wenn man intern nach Hilfe fragt, da man dann bei den bereits knapp bemessenen Projekten ins Hintertreffen kommt. Hier müsste ein Mechanismus gefunden werden, um neue Mitarbeitende besser zu unterstützen.
Vorgesetztenverhalten
Hat gut gestartet wurde jedoch zunehmend schlechter. Anfangs war alles tiptop aber dann hat relativ schnell die Stossrichtung geändert. Vor allem in stressigen Zeiten wurde sich im Ton vergriffen und die Stimmung wurde giftiger. Das Verhältnis war geprägt von ständiger Kontrolle und Missgunst. Neben der Arbeit war das Verhältnis gut und dann hat man sich gut verstanden - die Zusammenarbeit gestaltete sich eher schwierig.
Arbeitsbedingungen
Gebäude in Wil ist alt aber hat gewissen Charme. Im Winter zieht es und aus irgendeinem Grund gibt es gefühlt hunderte Fliegen im Gebäude.
In den Doppelbüros kann es schon laut werden wenn zu zweit telefoniert wird. Technik auf dem neusten Stand. Man könnte sich überlegen in ein kleineres Office zu ziehen.
Kommunikation
Regelmässige Quartalsinformationen zeigten den aktuellen Stand auf wodurch man immer den groben Überblick über das aktuelle Geschehen hatte. Wenn man jedoch die Kommunikation im Projekt Business anschaut, gibt es noch einiges an Verbesserungspotenzial. Die Projekte werden zu tiefen Preisen verkauft um auf Krampf die Projekte zu erhalten und ohne genau die Anforderungen geklärt zu haben. Die Projekte werden dann einfach an den Mitarbeitenden weitergegeben und dann muss dieser schauen wie er das Projekt durchbringt. Dokumentation ist so gut wie nicht vorhanden und dadurch dass alle immer beschäftigt sind bleiben wichtige Infos oft auf der Strecke.
Interessante Aufgaben
Sind grundsätzlich vorhanden aber als neuer Mitarbeiter kriegt man einfach das was sonst niemand machen will. Man wird mit unzähligen klein Projekten mit immensem Overhead überhäuft. Die spannenden Projekte werden meist an die eingesessenen Mitarbeitenden vergeben.