Die Pantex hatte früher einen guten Ruf, heute hat sie noch einen Ruf.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die meisten Einsatzorte sind von Basel aus mit dem ÖV erreichbar. In speziellen Fällen, bietet die Einsatzzentrale an, einen zu Hause abzuholen und zum Einsatzort zu fahren.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Personalchefin hat sich innerhalb eines knappen Jahres zu einer grauen Eminenz gemacht und redet den jeweiligen Bereichsleitern in ihre Belange rein. Sie entscheidet auch quasi im Alleingang, wer wie und wo eingesetzt werden darf oder soll, egal was die Meinung des Linienvorgesetzten dazu ist.
Es gibt zwar eine Betriebskommission, welche sich für die Belange der MA einsetzen und, gemäss GAV, von diesen auch gewählt werden sollte. Die Mitglieder dieser Betriebskommission scheinen bei der Pantex aber einfach installiert zu werden, ohne Wahl durch die MA.
Es wird auch gerne gegen den GAV verstossen, indem MA keinen A-Vertrag (Anstellung mit fixem Monatslohn) erhalten, obwohl diese sämtliche Anforderungen dazu erfüllen.
Verbesserungsvorschläge
Die interne Ausbildung muss verbessert werden. Eine ISO-Zertifizierung alleine garantiert keine Qualität.
Arbeitsatmosphäre
Nicht selten erlebt man eine Atmosphäre der Missgunst.
Kommunikation
Es kommt häufig vor, dass essentielle Dinge nicht kommuniziert werden, was nicht selten zu verminderter Auftragserfüllung führt. Es geschieht auch, dass wichtige Dinge, die man kommuniziert, einfach ignoriert werden.
Kollegenzusammenhalt
Es kommt auf die Kollegen an. Manche würden jederzeit für einen einstehen, während andere nur auf die Gelegenheit warten, einen bei Vorgesetzten anzuschwärzen.
Work-Life-Balance
Es ist die Sicherheitsbranche. Man arbeitet sehr viele Stunden rund um die Uhr, wobei für geregelte Freizeitaktivitäten kaum Zeit bleibt, solange man Vollzeit arbeitet.
Vorgesetztenverhalten
Mit etwas Glück hat man einen Vorgesetzten, der einen achtet und auch fördert. Eher hat man aber einen, dem man mindestens egal ist oder, im schlimmeren Falle, gar als Sündenbock für seine eigenen Verfehlungen herhalten muss. Kritisiert wird man von Vorgesetzten, welche einen noch nie im Einsatz erlebt haben. Qualifikationsgespräche, so sie denn stattfinden, basieren ganz auf Hörensagen. Die Kommunikation von Vorgesetzten geschieht meist einseitig und von oben herab.
Interessante Aufgaben
Die gibt es, sind in dieser Firma aber sehr selten und sehr begehrt.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung gibt es auf dem Papier. Meistens sind Frauen und die, welche in der Gunst der Personalchefin stehen, etwas gleicher berechtigt als andere.
Umgang mit älteren Kollegen
Teilweise unterstes Niveau. Kollegen, welche langsam das Pensionsalter erreichen, werden schamlos ausgenutzt. Einem wurden z.B. seine Schichten so eingeteilt, dass er (inkl. Arbeitsweg) zwischen Feierabend und neuem Schichtbeginn, gerade mal zwei Stunden zu Hause sein konnte, um zu schlafen.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen variieren mit dem Einsatzort, was in der Sicherheitsbranche üblich ist. Manchmal steht man viele Stunden, ohne Pause, im strömenden Regen, manchmal sitzt man, ein Buch lesend, die ganze Schicht durch.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Die Firma bemüht sich um ein umweltfreundliches Image, manchmal mit Erfolg. Ein tatsächliches Sozialbewusstsein lässt sich nur erahnen.
Gehalt/Benefits
Man bekommt den Mindestlohn nach dem GAV. Als Benefits kann man den Service von Pick-e-Bike gratis, auch privat, nutzen und darf sich den schwarzen Anzug, den man für bestimmte Einsätze tragen muss, bei einem Basler Herrenausstatter für 250.- Franken statt über 800.- Franken kaufen.
Image
Der Ruf der Firma ist im Sinkflug, wie ich aus Gesprächen mit Leuten, welche die Pantex von aussen wahrnehmen, erfahren durfte.
Karriere/Weiterbildung
Eine eventuelle Karriere hängt mit dem Glück, den richtigen Chef zu haben zusammen und ob die Personalchefin einen mag (was selten genug vorkommt). Talent, Fleiss, Leistung und Eignung alleine, reichen bei Weitem nicht.
Es gibt zwar eine interne Ausbildung, welcher es aber an Struktur und Qualität fehlt.