Zum Glück bin ich weg!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der Teamzusammenhalt
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Alles schon oben geschrieben.
Verbesserungsvorschläge
Der Umgang mit Kündigungen sollte deutlich respektvoller und professioneller gestaltet werden. Insbesondere wirkt es sehr unangebracht, wenn unmittelbar danach Mitarbeitende kontaktiert werden, ohne die Situation angemessen zu berücksichtigen. Dies wird als abwertend wahrgenommen.
Zudem besteht aus meiner Sicht Handlungsbedarf bei einzelnen Führungspersonen. Führung sollte stärker an Kompetenz, Verantwortung und Vorbildfunktion ausgerichtet sein.
Ein weiterer zentraler Punkt sind die Prozesse: Diese wirken teilweise veraltet und ineffizient. Dadurch entstehen unnötige Belastungen für die Mitarbeitenden, was sich negativ auf die Gesundheit und Work-Life-Balance
auswirkt.
Auf oberster Ebene wäre es sinnvoll, Führungsstrukturen und -qualität regelmässig zu reflektieren und weiterzuentwickeln.
Arbeitsatmosphäre
Das Vorgesetztenverhalten ist aus meiner Sicht sehr kritisch zu bewerten. Es fehlt deutlich an Führungskompetenz und vor allem an Soft Skills im Umgang mit Mitarbeitenden. Statt individuell auf Stärken und Fähigkeiten einzugehen, wird stark nach dem Prinzip „alle gleich“ geführt, ohne die tatsächlichen körperlichen oder fachlichen Voraussetzungen zu berücksichtigen.
Ein Beispiel dafür ist die Erwartung, dass alle Mitarbeitenden unabhängig von ihrer körperlichen Konstitution gleich schwere Aufgaben übernehmen müssen, was in der Praxis nicht immer sinnvoll oder angemessen ist.
Zudem entsteht der Eindruck, dass viel gesprochen, aber wenig umgesetzt wird. Positiv hervorzuheben ist jedoch das Team selbst – der Zusammenhalt unter den Mitarbeitenden war sehr gut.
Kommunikation
Die Kommunikation ist zwar vorhanden, aber inhaltlich oft unzureichend und wenig zielführend. Häufig werden falsche Prioritäten gesetzt, wodurch wichtige Themen untergehen, während Unwichtiges unnötig viel Raum einnimmt. Insgesamt wirkt die Kommunikation teilweise chaotisch und ineffizient.
Selbst bei flachen Hierarchien gelingt es nicht, klare Strukturen oder eine funktionierende Informationsweitergabe sicherzustellen.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt war durchweg sehr gut. Die Mitarbeitenden waren hilfsbereit, unterstützten sich gegenseitig und es herrschte ein angenehmer, freundschaftlicher Umgang. Das Team war klar der stärkste positive Aspekt und hat den Arbeitsalltag deutlich angenehmer gemacht.
Work-Life-Balance
Die im Vorstellungsgespräch vermittelte Work-Life-Balance entspricht in
der Praxis nicht der Realität.
Aufgrund ineffizienter Prozesse kommt es regelmäßig zu unnötigen Überstunden.
Zudem entsteht der Eindruck, dass sich die Teamleitung nicht ausreichend in operative Aufgaben einbringt, wodurch Mehrarbeit auf das Team verlagert wird. Insgesamt wirkt die Arbeitsverteilung unausgewogen und führt zu vermeidbar langen Arbeitstagen.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten gehört aus meiner Sicht zu den schwächsten Aspekten. In meiner langjährigen Berufserfahrung habe ich selten eine derart wenig strukturierte und fachlich wenig überzeugende Führung erlebt. Fachliche Kompetenzen werden nicht ausreichend berücksichtigt, wodurch vorhandenes Know-how kaum genutzt wird.
Die bestehenden Prozesse wirken ineffizient und führen zu einer erhöhten Arbeitsbelastung. Gleichzeitig entsteht der Eindruck, dass an bestehenden Abläufen festgehalten wird, ohne diese kritisch zu hinterfragen oder zu verbessern.
Auch im Umgang mit Mitarbeitenden besteht aus meiner Sicht Verbesserungspotenzial, insbesondere in Bezug auf Kommunikation und Feedback. Entscheidungen wirken teilweise wenig transparent und nicht nachvollziehbar.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind insgesamt wenig abwechslungsreich und eher standardisiert. Das ist jedoch grundsätzlich erwartbar und wird bereits im Vorfeld so kommuniziert. Wer weiss, worauf er sich einlässt, wird hier keine grossen Überraschungen erleben.
Gleichberechtigung
Aufgrund meiner kurzen Betriebszugehörigkeit konnte ich mir hierzu kein abschliessendes eigenes Bild machen.
Umgang mit älteren Kollegen
Aus meiner Wahrnehmung heraus besteht hier deutlicher Verbesserungsbedarf. Erfahrung und Alter werden nur begrenzt wertgeschätzt – insbesondere dann, wenn man Missstände anspricht oder sich aktiv einbringt. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass kritische Stimmen eher unerwünscht sind.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen habe ich als sehr problematisch wahrgenommen. Es bestanden aus meiner Sicht sicherheitsrelevante Mängel, beispielsweise bei der Stabilität von Hochregalen sowie beim Zustand der eingesetzten Flurförderzeuge.
Teilweise waren Arbeitsmittel technisch nicht einwandfrei, was im Arbeitsalltag zu Unsicherheiten führte. Zudem fehlten aus meiner Sicht notwendige Schutzvorrichtungen, wodurch zusätzliche Risiken im Umgang mit Regalen und gelagerten Waren entstanden.
Insgesamt hatte ich nicht den Eindruck, dass die Arbeitssicherheit nicht durchgehend gewährleistet war.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Kann ich nicht viel dazu sagen.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt empfand ich im Verhältnis zur Arbeitsbelastung und den geleisteten Stunden als eher niedrig. Zusätzliche Benefits oder attraktive Sozialleistungen für Logistikmitarbeitende waren aus meiner Sicht nicht vorhanden.
Image
Nach aussen wirkt das Unternehmen insgesamt positiv und professionell. Aus meiner Sicht stimmt dieser Eindruck jedoch nicht vollständig mit den internen Gegebenheiten überein.
Karriere/Weiterbildung
Aufgrund meiner kurzen Zeit im Unternehmen konnte ich hierzu keine fundierte eigene Erfahrung sammeln. Mein Eindruck war jedoch eher zurückhaltend, und es entstand kein klares Bild von strukturierten Entwicklungs- oder Weiterbildungsmöglichkeiten.