Basierend auf von Mitarbeiter:innen seit November 2025. Alle Informationen findest du hier.
Zuletzt aktualisiert am 1.6.2026
Die Psychiatrie St.Gallen erhält von ihren Mitarbeiter:innen eine gemischte Bewertung. Besonders positiv stechen die abwechslungsreichen und interessanten Aufgaben hervor, die von vielen als Stärke des Unternehmens genannt werden. Der Kollegenzusammenhalt innerhalb der einzelnen Stationen wird ebenfalls gelobt, schwächt sich jedoch über Standorte hinweg ab. Die Work-Life-Balance gilt als akzeptabel, mit flexibler Dienstplanung – wenngleich Unterbesetzung das Gleichgewicht belasten kann.
Deutlich kritischer äussern sich die Bewertungen zur Kommunikation: Entscheidungen werden ohne Einbezug der Mitarbeiter:innen getroffen, Informationen kommen kurzfristig oder widersprüchlich an, und der Informationsfluss von oben nach unten wird als mangelhaft empfunden – ein Muster, das sich seit der Fusion verstärkt hat. Das Verha...
Zusammenfassung nach Kategorie
Die Kommunikation bei Psychiatrie St.Gallen wird von den Nutzer:innen mehrheitlich negativ bewertet. Einige bemängeln fehlende Transparenz seitens der Führungsebene: Entscheidungen werden ohne Einbezug der Mitarbeiter:innen getroffen, Informationen kommen zu kurzfristig oder widersprechen sich, und Rückmeldungen aus der Basis gelangen kaum nach oben. Seit einer Fusion sollen Zuständigkeiten unklar geblieben sein, und trotz zahlreicher Mitarbeitendenbefragungen fehlt es an strukturierter Kommunikation von oben nach unten. Einige Nutzer:innen berichten zudem, dass gemachte Zusagen nicht mit dem Arbeitsalltag übereinstimmen und teils falsche Informationen zu Anstellungsbedingungen kursieren. Positiv hervorgehoben werden die Kommunikation via E-Mail und SharePoint sowie die öffentliche Anerkennung von Leistungen einzelner Mitarbeiter:innen. Die Kommunikation innerhalb einzelner Stationen wird von wenigen als gut beschrieben, jedoch steht dies im Kontrast zur als mangelhaft empfundenen übergeordneten Informationsweitergabe.
Die Work-Life-Balance bei Psychiatrie St.Gallen wird von den Nutzer:innen gemischt bewertet. Positiv hervorgehoben werden die Flexibilität bei der Urlaubsplanung und kurzfristigen Abwesenheiten sowie die Möglichkeit, den Arbeitsalltag weitgehend eigenständig zu gestalten. Familienfreundliche Arbeitszeiten und die Bereitschaft von Vorgesetzten, Einsätze flexibel umzuplanen, werden ebenfalls positiv erwähnt. Einige Nutzer:innen berichten zudem von einer verbesserten Work-Life-Balance durch Anpassungen der Arbeitszeiten.
Auf der anderen Seite äußern wenige Nutzer:innen Bedenken hinsichtlich gestiegener Bereitschaftsdienste, die sich negativ auf die Balance zwischen Berufs- und Privatleben auswirken. Auch veraltete Personalschlüssel und daraus resultierende Unterbesetzung werden kritisch angesprochen. Vereinzelt sorgen neue Vorgesetzte für Unsicherheit. Insgesamt spiegelt sich in den Bewertungen ein ausgewogenes Bild wider, das sowohl Stärken als auch Verbesserungspotenzial aufzeigt.
Die Arbeitsatmosphäre bei Psychiatrie St.Gallen wird von den Nutzer:innen gemischt bewertet. Auf der stationsinternen oder lokalen Ebene erleben viele Mitarbeiter:innen ein positives Miteinander – einige beschreiben den Zusammenhalt sogar als familiär. Standortübergreifende Zusammenarbeit gestaltet sich jedoch schwieriger, da der Kontakt zwischen den Standorten begrenzt ist.
Kritischer fallen die Rückmeldungen zur Führungsebene aus: Entscheidungen übergeordneter Vorgesetzter erzeugen Verunsicherung und Unverständnis in den Teams. Mehrere Nutzer:innen empfinden die Atmosphäre als von oben bestimmt, wobei Einwände aus der Belegschaft häufig keine Berücksichtigung finden. Hinzu kommen wahrgenommene Machtverschiebungen durch den Zusammenschluss, der einzelne Kliniken in eine weniger einflussreiche Position gebracht haben soll. Allgemeiner Stress und eine zunehmende Unpersönlichkeit im Arbeitsalltag werden ebenfalls erwähnt.
Das Vorgesetztenverhalten bei Psychiatrie St.Gallen wird von den Nutzer:innen gemischt bewertet. Einige beschreiben die Zusammenarbeit mit direkten Vorgesetzten als wertschätzend und vertrauensvoll – die Vorgesetzten seien ansprechbar, nehmen sich Zeit und zeigen echtes Interesse an den Mitarbeiter:innen.
Dem stehen jedoch deutlich kritischere Stimmen gegenüber. Wenige Nutzer:innen bemängeln, dass Mitarbeiter:innen kaum in Entscheidungen einbezogen werden, und beschreiben die Kommunikation als häufig unklar. Besonders auf der oberen Führungsebene fällt das Bild negativ aus: Eine hohe Führungsfluktuation nach einer Fusion sowie fehlende Erfahrung im Gesundheitswesen sollen zu ständig wechselnden Prozessen geführt haben. Zudem empfinden einige Mitarbeiter:innen die Haltung des Managements als herablassend und wirtschaftlich geprägt, mit wenig Fokus auf Fehlerkultur und Wohlbefinden der Belegschaft.
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