Gute Ansätze in der Westschweiz, enttäuschende Erfahrung in Zürich
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Kolleg*innen und die offene, menschliche Unternehmenskultur in der Westschweiz (Bussigny). Dort war echtes Teamgefühl und Wertschätzung spürbar – das war eine wohltuende Ausnahme.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
-Respektloses und chaotisches Führungsverhalten in Zürich.
-Überforderung durch unrealistische Aufgabenverteilung.
-Schlechte Kommunikation und destruktives Feedback.
-Kein Raum für Mitgestaltung, Entwicklung oder Entlastung.
-Ungerechte Belastung und fehlende Transparenz.
Verbesserungsvorschläge
-Führungskultur in Zürich dringend überdenken – Respekt, Kommunikation auf Augenhöhe und professionelle Feedbackkultur einführen.
-Klare Prozesse schaffen, Aufgaben realistisch verteilen.
-Transparente Kommunikation und strukturierte Einarbeitung ermöglichen.
-Weiterbildungsmöglichkeiten schaffen und Mitarbeitende ernst nehmen.
-Die positive Kultur aus der Westschweiz als Vorbild nehmen – dort funktioniert es sichtbar besser.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre war stark abhängig vom Standort. In der Westschweiz (Bussigny) habe ich eine respektvolle, offene Kultur erlebt – man begegnete sich auf Augenhöhe, und das Miteinander war herzlich. In Zürich hingegen war die Stimmung oft angespannt, geprägt von Misstrauen und Druck. Wertschätzung für Mitarbeitende war kaum spürbar.
Image
Das Image nach aussen wirkt besser als die Realität im Alltag – insbesondere, was Führung, Kommunikation und Arbeitsbedingungen betrifft.
Work-Life-Balance
Ich selbst musste keine Überstunden machen, habe aber miterlebt, dass viele Kolleg*innen regelmässig stark belastet waren und lange Arbeitstage hatten. Insgesamt war es ein ständiges Hin und Her zwischen Phasen mit zu viel Arbeit und solchen, in denen kaum etwas zu tun war – was zusätzlich für Verunsicherung und Unruhe sorgte. Eine gesunde Balance wirkte insgesamt wenig geplant oder gesteuert.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Thema Nachhaltigkeit oder soziales Engagement wurde nicht sichtbar kommuniziert oder gelebt. Es schien kein fester Bestandteil der Unternehmenskultur zu sein.
Karriere/Weiterbildung
Es gab keine erkennbare Möglichkeit zur beruflichen Entwicklung oder Weiterbildung. Das Thema schien keinerlei Priorität zu haben.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kolleg*innen war stark abhängig vom Team. Teilweise gab es einzelne gute, unterstützende Personen, aber insgesamt war das Arbeitsklima eher distanziert und unangenehm. Besonders in Zürich fehlte es an echter Teamarbeit oder gegenseitiger Unterstützung.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Vorgesetzten war insgesamt wenig professionell und respektvoll. Wichtige Informationen wurden häufig entweder nicht kommuniziert oder erst viel zu spät. In einer schwierigen Phase, in der Transparenz und Unterstützung gefragt gewesen wären, gab es keinerlei proaktive Kommunikation. Besonders enttäuschend war, dass während einer Krankheitsphase eine Entscheidung getroffen wurde, die mich ohne vorherige Kommunikation oder Klärung direkt betraf. Dies zeigte eine klare Missachtung der persönlichen Umstände und eine mangelnde Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren klar verbesserungswürdig. Strukturen fehlten, Arbeitsmittel waren teilweise unzureichend, und die Erwartungshaltung war nicht mit den Ressourcen abgestimmt. Das führte zu konstantem Stress und Frust.
Kommunikation
Die Kommunikation war insgesamt sehr schwach – ausser es ging um Zahlen. In diesem Bereich wurde klar und strukturiert kommuniziert, vermutlich weil es dort direkt messbare Ergebnisse gab. Alles andere wurde oft unklar, widersprüchlich oder gar nicht kommuniziert. Ausserhalb von Meetings war der Ton teilweise unnötig und respektlos – weder professionell noch zielführend. Offene, ehrliche Gespräche auf Augenhöhe waren selten.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war in Ordnung, aber keineswegs angemessen für die Arbeitsbelastung. Es entsprach nicht dem, was man für die ständig wechselnden Anforderungen und den Druck erwarten würde. Sozialleistungen waren vorhanden, aber insgesamt nicht ausreichend, um die Anforderungen an die Arbeitsbedingungen auszugleichen.
Gleichberechtigung
Es gab kein sichtbares Engagement für Diversität oder Gleichberechtigung. Besonders deutlich wurde das beim Umzug ins neue Büro, das nicht barrierefrei war – obwohl eine Person mit Behinderung im Team war. Dieses grundlegende Bedürfnis wurde schlicht übersehen. Das zeigt, dass Inklusion kein Thema ist, das aktiv mitgedacht oder umgesetzt wird. Eine klare, inklusive Haltung wäre hier dringend notwendig gewesen.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben selbst hätten interessant sein können – allerdings wurden sie durch Überforderung, fehlende Ressourcen und Chaos in der Umsetzung zur Belastung. Was theoretisch spannend war, wurde in der Praxis durch ständige Improvisation und Druck entwertet.