Viel Potenzial, das durch fehlende Führung und Strukturen ausgebremst wird
Gut am Arbeitgeber finde ich
Viele Mitarbeitende sind engagiert, übernehmen Verantwortung und möchten das Unternehmen wirklich voranbringen und nachhaltig verbessern. Es gibt gute und kompetente Leute, die trotz schwieriger Rahmenbedingungen versuchen, ihre Arbeit bestmöglich im Sinne des Unternehmens zu erledigen.
Leider fehlt aus meiner Sicht häufig die notwendige Unterstützung und Offenheit auf Führungsebene, damit dieses Engagement tatsächlich genutzt und Verbesserungen umgesetzt werden können.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der grösste Kritikpunkt ist für mich klar die Führung. Es fehlt aus meiner Sicht an Führungskompetenz, Erfahrung, klaren Strukturen und einer langfristigen Strategie. Teilweise fehlt auch der Bezug dazu, womit sich die eigenen Mitarbeitenden im Arbeitsalltag tatsächlich beschäftigen und welche Verantwortung sie übernehmen.
Wertschätzung für gute Leistungen und Eigeninitiative ist nicht vorhanden. Gleichzeitig entsteht der Eindruck, dass persönliche Sympathien bei Entscheidungen und Entwicklungsmöglichkeiten teilweise eine grössere Rolle spielen als Leistung und fachliche Kompetenz.
Im Unternehmen fehlen vielerorts klar definierte Arbeitsprozesse. Besonders problematisch ist, dass bestehende Regeln und Vorgaben von der Führung selbst nicht eingehalten werden. Von den Mitarbeitenden wird hingegen erwartet, dass diese genau befolgt werden.
Die Kommunikation ist ebenfalls stark verbesserungswürdig. Kritik wird emotional aufgenommen, anstatt sie sachlich zu hinterfragen. Probleme sollten direkt mit den betroffenen Mitarbeitenden besprochen werden. Probleme mit Mitarbeitenden werden nicht mit den Betroffenen angesprochen. Stattdessen wird über die jeweiligen Personen gelästert, anstatt das direkte Gespräch zu suchen und Probleme konstruktiv zu lösen.
Auch die Fehlerkultur empfinde ich als problematisch. Die Verantwortung für Schwierigkeiten wird schnell bei Mitarbeitenden gesucht, während Entscheidungen der Führung aus meiner Sicht zu wenig selbstkritisch hinterfragt werden.
Hinzu kommen wenig Vertrauen, starke Kontrolle, kaum Benefits sowie grosser Nachholbedarf bei Digitalisierung, Systemen und modernen Arbeitsweisen.
Dass auch erfahrene und für das Unternehmen wichtige Mitarbeitende das Unternehmen verlassen, sollte meiner Meinung nach ein deutliches Signal sein, die aktuelle Situation selbstkritisch zu analysieren.
Verbesserungsvorschläge
Die Führungskultur muss sich grundlegend verändern. Es braucht mehr Führungskompetenz, klare Verantwortlichkeiten, nachvollziehbare und wirtschaftlich durchdachte Entscheidungen sowie eine langfristige Strategie.
Bestehende Baustellen sollten zuerst konsequent gelöst werden, bevor ständig neue eröffnet werden. Klare Arbeitsprozesse und Regeln müssen geschaffen und insbesondere von der Geschäftsleitung selbst eingehalten und vorgelebt werden.
Kritik sollte sachlich und professionell aufgenommen werden. Probleme mit Mitarbeitenden müssen direkt mit den Betroffenen besprochen werden, anstatt über sie zu sprechen. Führungskräfte sollten zudem bereit sein, eigene Entscheidungen und Fehler selbstkritisch zu hinterfragen.
Leistung, Kompetenz und Verantwortungsbereitschaft sollten stärker zählen als persönliche Sympathien. Engagierte Mitarbeitende brauchen Wertschätzung, Vertrauen und echte Entwicklungsmöglichkeiten.