Unfaire Bevorzugungssysteme und systematisches Wegsehen der Führung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das grundsätzliche Image und der Auftritt des Unternehmens am Markt sind stark und positiv. Es ist bedauerlich, dass dieses gute Potenzial durch die internen, strukturellen Umstände und das Führungsverhalten im Alltag komplett zunichtegemacht wird.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Dass die Personalabteilung ihrer grundlegenden Fürsorgepflicht nicht nachkommt. Unangenehmen Problemen und Konflikten wird konsequent ausgewichen; Missstände werden lieber unter den Teppich gekehrt, anstatt sie offen anzugehen. Nach aussen hin verweist das Unternehmen auf offizielle Kanäle wie das „Teambarometer“ oder sucht den direkten Dialog. Nutzt man diese internen Wege jedoch tatsächlich, um sachliche Kritik zu äussern, wird man ignoriert oder unprofessionell abgewiesen. Diese mangelnde Integrität ist extrem enttäuschend.
Verbesserungsvorschläge
Es bedarf dringend einer umfassenden personellen und strukturellen Neuausrichtung in der Sales-Führung sowie auf der übergeordneten Führungsebene, um die nachweisbar hohe Fluktuation endlich nachhaltig zu senken. Das bewusste Dulden dieser Missstände schadet dem Unternehmen massiv. Zudem muss die Personalabteilung (HR) ihre Strategie der Schönrednerei grundlegend überdenken. Das Management ist sich der tiefgreifenden Problematik offensichtlich bewusst – anstatt kritische Themen zu ignorieren, müssen endlich Konsequenzen gezogen und eine unabhängige Compliance-Prüfung etabliert werden.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre im Team ist stark von Verunsicherung und Druck geprägt. Ein konzentriertes Arbeiten ist aufgrund des unberechenbaren Verhaltens der Führungsebene kaum möglich. Das HR agiert leider nicht als neutrale Anlaufstelle. Interne Beschwerden und Konflikte werden nicht ernst genommen. Nach mehrmaligen Versuchen, Probleme anzumahnen, wurde das Anliegen unprofessionell abgewiesen, anstatt eine Lösung zu suchen.
Image
Nach aussen hin legt das Unternehmen grossen Wert auf eine makellose Selbstdarstellung; auch das Service-Image ist auf dem Markt erfreulich gut. Der Schein trügt jedoch intern: Die Führungsebene, insbesondere die Geschäftsleitung (CEO), scheint die tiefgreifenden Probleme innerhalb der Sales-Abteilung nicht richtig zu analysieren oder schlichtweg zu übersehen, weshalb die Realität hinter der Fassade leider völlig anders aussieht.
Work-Life-Balance
Trotz der sehr schwierigen und belastenden Umstände im Arbeitsalltag war es möglich, die Work-Life-Balance gut zu halten und Privat- und Berufsleben sauber zu trennen.
Karriere/Weiterbildung
Aufstiegschancen und berufliche Weiterentwicklung hängen nicht von Leistung ab, sondern sind stark von strategischen Kontakten bis in die oberste Führungsebene (CEO, Verwaltungsrat) geprägt. Anders lässt sich kaum erklären, weshalb das Management der Sales-Abteilung trotz der anhaltenden Missstände und des unprofessionellen Umgangs mit den Versicherungsberatern weiterhin im Amt bleibt. Kritische Arbeitsbedingungen und das Fehlverhalten von Führungskräften werden von HR, CEO und VR bedauerlicherweise vollständig toleriert, anstatt faire und transparente Karrierewege für die Belegschaft zu schaffen.
Kollegenzusammenhalt
Untereinander ist das Verhältnis der Kollegen normal und gut. Leider wird der Zusammenhalt im Team massiv durch das Verhalten der Teamleitung (TL) und der Vorgesetzten VG beeinträchtigt, was zu einer spürbaren Verunsicherung führt.
Umgang mit älteren Kollegen
In diesem Bereich gibt es keine Auffälligkeiten. Der Umgang mit älteren Kollegen unterscheidet sich nicht vom allgemeinen Umgang im Unternehmen und verhält sich neutral.
Vorgesetztenverhalten
Die Führungskultur ist extrem destruktiv. Die Kommunikation der Vorgesetzten (VG) bewegt sich auf einem unprofessionellen Niveau, das von unberechtigten Unterstellungen, Einschüchterungsversuchen und massivem psychischen Druck geprägt ist. Mitarbeiter werden explizit dazu gedrängt, Fehlverhalten einzuräumen, das gar nicht stattgefunden hat. Die Teamleitung (TL) agiert hierbei rein weisungsgebunden, ohne das eigene Team zu schützen. Zudem findet eine unfaire Bevorzugung statt: Attraktive Leads werden gezielt an die TL vergeben, um den Erfolg der Abteilung künstlich darzustellen, während andere Mitarbeiter dadurch aktiv benachteiligt werden.
Personalabteilung (HR)
Das Verhalten der Personalabteilung setzt dem Ganzen die Krone auf. HR agiert in keiner Weise als neutrale oder schützende Instanz. Schriftliche Beschwerden über die unhaltbaren Zustände in der Abteilung wurden wochenlang komplett ignoriert. Erst nach mehrfachem, nachdrücklichem Anmahnen erfolgte überhaupt eine Reaktion, bei der die vorgetragenen Missstände nicht ernst genommen, sondern unprofessionell abgewiesen und ins Lächerliche gezogen wurden. Ein absolut inakzeptables Krisenmanagement.
Arbeitsbedingungen
Die Rahmenbedingungen sind äusserst kritisch. Die Struktur wird von Führungskräften und HR primär genutzt, um eine reine Machtposition auszuspielen, was sich in anhaltendem psychischen Druck und herabsetzendem Verhalten äussert. Auch organisatorisch gibt es schwere Mängel: Provisionsreklamationen werden intern schlichtweg nicht weitergeleitet. Zudem wird der Datenschutz massiv verletzt – sensible Dokumente wie die Provisionsabrechnungen einzelner Mitarbeiter liegen für alle Teammitglieder frei einsehbar im Gruppenordner. Hinweise an das HR bezüglich dieser Datenschutzverstösse werden komplett ignoriert und ins Lächerliche gezogen.
Kommunikation
Der Informationsaustausch und die normale Kommunikation zwischen den einzelnen Abteilungen funktionieren gut und laufen auf einer sachlichen Ebene ab.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt liegt unter den Erwartungen. Das zugrundeliegende Gehaltssystem ist unnötig kompliziert und intransparent gestaltet. Erschwerend kommt hinzu, dass das Modell bereits im Einstellungsgespräch von der Vorgesetzten fehlerhaft und falsch erklärt wurde, sodass man mit völlig falschen Voraussetzungen startet.
Gleichberechtigung
Eine faire und objektive Gleichbehandlung findet nicht statt. Entscheidungen, Beförderungen und die interne Bewertung von Mitarbeitern basieren gefühlt rein auf dem Sympathieprinzip. Leistung ist Nebensache: Sogenannte „Low Performer“ werden bei persönlicher Sympathie bevorzugt behandelt, während tatsächliche Leistung und Performance nicht objektiv anerkannt werden.
Interessante Aufgaben
Das zugrundeliegende System und die Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern sind grundsätzlich gut durchdacht und bieten Potenzial. Leider wird dieses durch die Vorgesetzte massiv entwertet. Durch unstrukturiertes Arbeiten und unkorrekte Aussagen gegenüber den Partnern entsteht ein unprofessionelles Bild nach aussen, das uns als Versicherungsberater im Alltag blamiert. Sogar vonseiten der Kooperationspartner wird das unprofessionelle Auftreten der Führungskraft bereits negativ zurückgespiegelt.

