Rückblickend hätte ich auf die Kununu-Bewertungen hören sollen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ehrlich gesagt fällt es mir schwer, hier etwas zu nennen. Die Aufgaben hätten grundsätzlich Potenzial gehabt, wurden für mich jedoch vollständig von der Unternehmenskultur überschattet.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
* Kontrolle statt Vertrauen.
* Autoritärer Führungsstil.
* Fehlende Wertschätzung.
* Kaum oder keine moderne Büroorganisation.
* Extrem papierlastige Prozesse.
* Sanktionen statt konstruktiver Lösungen.
* Karenztage und finanzielle Konsequenzen bei Verspätungen.
* Fehlende Benefits.
* Fragwürdiger Umgang mit neuen Mitarbeitenden.
* Unangebrachte Frage nach meiner Familienplanung.
* Teilweise respektloser Umgangston.
Verbesserungsvorschläge
Das Unternehmen sollte seine gesamte Führungskultur überdenken. Mehr Vertrauen statt Kontrolle, mehr Respekt gegenüber Mitarbeitenden und eine professionelle Einarbeitung wären ein guter Anfang. Digitalisierung sollte selbstverständlich sein – E-Mails auszudrucken und papierbasiert zu bearbeiten ist aus meiner Sicht längst nicht mehr zeitgemäss. Fragen sollten als Interesse an Qualität verstanden werden und nicht als Unsicherheit. Mitarbeitende sind Menschen und keine Maschinen.
Arbeitsatmosphäre
Eine der unangenehmsten Arbeitsatmosphären, die ich bisher erlebt habe. Statt Vertrauen herrschten Kontrolle, Druck und Misstrauen. Wertschätzung oder Anerkennung habe ich praktisch nie erlebt. Man hatte ständig das Gefühl, beobachtet zu werden.
Image
Rückblickend kann ich die vielen kritischen Bewertungen auf Kununu gut nachvollziehen. Ich wollte mir bewusst ein eigenes Bild machen und habe mich trotz der zahlreichen negativen Erfahrungen anderer für dieses Unternehmen entschieden. Im Nachhinein muss ich sagen: Ich hätte auf die Bewertungen hören sollen.
Work-Life-Balance
Es zählt ausschliesslich Leistung. Selbst kurze Toilettengänge wurden kritisch beobachtet. Wer seine Arbeit schnell erledigt, wird nicht gelobt, sondern bekommt einfach noch mehr Arbeit.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Aufgrund der extrem papierlastigen Arbeitsweise hatte ich nicht den Eindruck, dass Nachhaltigkeit oder moderne Prozesse eine grosse Rolle spielen.
Kollegenzusammenhalt
Mein Eindruck war, dass eher eine Kultur des Gegeneinanders als des Miteinanders herrscht. Vertrauen untereinander habe ich kaum wahrgenommen.
Vorgesetztenverhalten
Der Führungsstil wirkte auf mich autoritär, befehlend und wenig wertschätzend. Ein respektvoller Umgang auf Augenhöhe war für mich nicht erkennbar.
Arbeitsbedingungen
Für mich wirkte das Unternehmen organisatorisch alles andere als modern. Selbst E-Mails werden ausgedruckt und auf Papier weiterbearbeitet. Eine derart papierlastige Administration habe ich noch nie erlebt. In der Produktion mag Papier teilweise nötig sein – im Büro ist diese Arbeitsweise im Jahr 2026 für mich schlicht nicht mehr zeitgemäss. Hinzu kommt eine Kultur der Sanktionen statt des Vertrauens.
Kommunikation
Offene Kommunikation war aus meiner Sicht nicht erwünscht. Nachfragen wurden eher als Unsicherheit interpretiert, anstatt als Interesse daran, die Arbeit korrekt auszuführen. Fehler oder Anliegen wurden nicht konstruktiv besprochen.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt empfand ich angesichts der Erwartungen als deutlich zu tief. Gleichzeitig gibt es praktisch keine Benefits. Der kostenlose Parkplatz war der einzige nennenswerte Vorteil. Hinzu kommen Karenztage im Krankheitsfall sowie finanzielle Sanktionen, beispielsweise bei Verspätungen. Für mich passt das nicht zu einem modernen Arbeitgeber.
Gleichberechtigung
Bereits beim ersten Kennenlernen fragte mich der Inhaber direkt nach meiner Familien- bzw. Kinderplanung. Für mich war das als neue Mitarbeiterin eine völlig unangebrachte Frage im beruflichen Kontext. Als Frau hatte ich zudem teilweise den Eindruck, dass einzelne Kollegen wenig Rücksicht nahmen. Unnötige Bemerkungen und Witze empfand ich als respektlos und fehl am Platz.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben hätten durchaus Potenzial gehabt. Leider wurde dieses durch die Unternehmenskultur und die fehlende Einarbeitung vollständig überschattet.