Guter Rahmen, aber schlechte Nutzung der Mitarbeiter
Gut am Arbeitgeber finde ich
Work Life Balance. "Homeoffice".
Super für Menschen die 9to5 lieben und angst vor einem Burnout haben.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Weiterentwicklung ist schwierig. Eigeninitiative wird kaum belohnt, da zusätzliche Leistung weder erwartet noch vorgelebt wird. Entsprechend fehlt Motivation, die sprichwörtliche Extrameile zu gehen.
Aus meiner Sicht ist die Firma im Büro stark überbesetzt. Mit deutlich weniger Mitarbeitenden, klareren Zuständigkeiten und weniger Schnittstellen könnte das Unternehmen effizienter arbeiten. Die verbleibenden Mitarbeitenden wären sinnvoll ausgelastet und könnten entsprechend besser vergütet werden.
Verbesserungsvorschläge
Es braucht klare, verbindliche Entscheidungen auf Geschäftsleitungsebene sowie daraus abgeleitete, nachvollziehbare Ziele für die Mitarbeitenden. Aktuell fällt es der GL schwer, solche Entscheidungen zu treffen, unter anderem weil tiefgehende Branchenkenntnisse kaum vorhanden sind.
Eine gemeinsame Vision fehlt weitgehend. Der wirtschaftliche Erfolg der vergangenen Jahrzehnte basiert vor allem auf guter Ausgangslage und Standortverlagerungen ins Ausland, nicht auf nachhaltiger Weiterentwicklung oder Innovation. Statt auf dem Erreichten aufzubauen, wurde zu lange verwaltet. Die Rahmenbedingungen im Jahr 2026 unterscheiden sich jedoch grundlegend von denen im Jahr 2015.
Zudem sollte Homeoffice klar geregelt oder konsequent abgeschafft werden. Eine einheitliche Zeiterfassung für alle Mitarbeitenden wäre notwendig. Derzeit besteht ein Ungleichgewicht: Produktionsmitarbeitende erfassen ausschliesslich ihre tatsächliche Arbeitszeit, während in anderen Bereichen erhebliche Teile der Arbeitszeit unkontrolliert für private Pausen genutzt werden.
Arbeitsatmosphäre
Dauerhaft lockere Stimmung, oft ohne echten Leistungsanspruch.
Image
Das internationale Image hält sich noch, während es lokal durch häufige Entlassungen zunehmend Schaden nimmt.
Work-Life-Balance
Klassische 9-to-5-Arbeitszeiten mit vielen Pausen, aber wenig strukturierter Arbeitsorganisation.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen können eigeninitiativ besucht werden, echte Förderung oder strategische Entwicklung fehlt jedoch. Es mangelt an Vorbildern, klaren Karrierepfaden und anspruchsvollen Aufgaben. Entwicklung muss aktiv selbst gesucht werden, was das Arbeitsumfeld träge wirken lässt. Für risikoaverse Mitarbeitende angenehm, für ambitionierte jedoch stark begrenzend – auch finanziell.
Gehalt/Benefits
Die Gehaltsstruktur wirkt willkürlich. Es gibt Mitarbeitende mit deutlich über 150 k Jahresgehalt, während andere mit rund 100 k einen erheblich größeren Beitrag leisten. Eine transparente oder nachvollziehbare Linie ist nicht erkennbar; Gehaltsgespräche scheinen stark vom Einzelfall abzuhängen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach aussen wird ein grünes Image gepflegt, obwohl (oder gerade weil) das Produkt selbst stark problematisch ist (Mikroplastik). Man schmiert dann auch gerne noch mal eine Teflon (PFAS) Beschichtung drauf, solange es noch nicht verboten ist.
Kollegenzusammenhalt
Umgang ist kollegial, jedoch ohne gemeinsames Ziel.
Umgang mit älteren Kollegen
In der Produktion kann es auch kurz vor der Rente zu Kündigungen kommen. Ansonsten super Firma um in den letzten Jahren noch eine ruhige Kugel zu schieben.
Vorgesetztenverhalten
Kaum Druck, da Führung und klare Richtung weitgehend fehlen.
Arbeitsbedingungen
Die Ausstattung geht über das Notwendige hinaus, wirkt jedoch stellenweise überdimensioniert und wenig zielgerichtet.
Kommunikation
Kommunikation ist entspannt, aber wenig verbindlich; Erwartungen sind von allen Seiten gering.
Gleichberechtigung
Führungsebenen sind fast ausschliesslich männlich besetzt; Gleichberechtigung wir inzwischen in der schriftlichen Kommunikation umgesetzt.
Interessante Aufgaben
Aufgaben könnten deutlich interessanter sein, wenn es eine klare Vision und mehr Antrieb gäbe.