Abwechslungsreicher Job mit grossem Potenzial – leider an der Führungskultur gescheitert
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich hätte diese Stelle gerne behalten – trotz aller Schwächen war es ein abwechslungsreicher Job in dem ich mich fachlich weiterentwickeln konnte. Leider war es aufgrund des Verhaltens des Gruppenleiters nicht möglich. Einschüchterung, fehlende Einarbeitung, ungleiche Informationsweitergabe und unprofessionelle Ausraster haben mir die Freude an der Arbeit genommen. Schade – denn das Potenzial wäre da gewesen.
Verbesserungsvorschläge
Führungskräfte sollten regelmässig auf ihre sozialen und kommunikativen Kompetenzen geschult werden – nicht nur auf fachliche Leistung. Beförderungen sollten nicht allein aufgrund von Fachkompetenz erfolgen, sondern auch Führungsqualitäten berücksichtigen.
Neue Mitarbeiter sollten von Anfang an strukturiert eingearbeitet und gleichermassen mit relevanten Informationen versorgt werden – unabhängig von persönlichen Sympathien.
Gleitzeit sollte nicht nur auf dem Papier existieren, sondern auch tatsächlich gelebt werden.
Das Lager und die Ausrüstung sollten trotz vorhandenem Budget auf einen zeitgemässen Standard gebracht werden – ein modernes Gebäude verdient auch eine entsprechende Infrastruktur.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war sehr bedrückend. Wer die Erwartungen nicht erfüllte, wurde von Vorgesetzten (z.B. Gruppenleiter) regelrecht ignoriert – kein Augenkontakt, kein Gespräch. Man wurde behandelt als wäre man Luft. Untereinander, also wenn es keine Leistungsprobleme gab, war der Umgang normal.
Work-Life-Balance
Kurzfristige Urlaubstage oder Notfalltage waren kein Problem und wurden unkompliziert genehmigt. Was mich jedoch störte: Obwohl Gleitzeit offiziell angeboten wurde, konnte ich diese in der Praxis nie wirklich nutzen – letztendlich entschied der Vorgesetzte darüber. Gleitzeit stand zwar auf dem Papier, war aber leider kaum gelebte Realität.
Kollegenzusammenhalt
Der Umgang war grundsätzlich freundlich und höflich. Als neuer Mitarbeiter merkte man jedoch schnell, dass wichtige Informationen nicht immer weitergegeben wurden. Man hatte das Gefühl, dass Kollegen lieber einen Wissensvorsprung behielten um sich beim Vorgesetzten besser zu positionieren – echter Teamgeist fehlte leider.
Vorgesetztenverhalten
Mein Teamleiter (bis Ende 2025) war für mich einer der besten Vorgesetzten die ich je hatte – empathisch, respektvoll und fachlich kompetent. Genau der richtige Mann für diese Position.
Leider war meine Erfahrung mit dem Gruppenleiter eine andere. Die Behandlung hing stark davon ab wie gut man seine Erwartungen erfüllte. Bei Kritik oder Fehlern reagierte er sehr laut und einschüchternd – bis hin zu Aussagen dass man unfähig sei und nicht mehr erwünscht wäre. Einarbeitung oder Erklärungen gab es kaum. Ein klassisches Beispiel des Peter-Prinzips: Befördert aufgrund guter Leistung, jedoch fehlte die Führungskompetenz für die neue Rolle.
Arbeitsbedingungen
Obwohl das Gebäude modern und neu gebaut ist, liess die Qualität der Ausrüstung und des Lagers zu wünschen übrig. Das Lager war unordentlich – obwohl das Budget vorhanden gewesen wäre um es in einen guten Zustand zu bringen. Das Nötigste war zwar vorhanden, aber mehr leider nicht.
Kommunikation
Die Kommunikation mit Vorgesetzten war ausbaufähig. Informationen für die tägliche Arbeit musste ich oft selbst einfordern. Kollegen auf derselben Ebene schienen besser informiert zu werden – hier wäre mehr Gleichbehandlung wünschenswert gewesen.
Interessante Aufgaben
Die Arbeit selbst hat mir sehr gut gefallen. Durch die Grösse des Gebäudes war kein Tag wie der andere – jede Woche gab es neue Herausforderungen in verschiedenen Bereichen. Das hat mir ermöglicht meine fachliche Kompetenz kontinuierlich weiterzuentwickeln. Wer Abwechslung schätzt, ist hier genau richtig.

