Belastende Arbeitsatmosphäre, hoher Druck und spürbare Ausgrenzung – meine persönliche Erfahrung
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Meine Zeit bei Stadler Rail in Bussnang war für mich persönlich eine der belastendsten beruflichen Erfahrungen.
Die Einarbeitung empfand ich als unzureichend. Gleichzeitig waren die Erwartungen und die übertragene Verantwortung von Beginn an extrem hoch. Ich hatte oft das Gefühl, weitgehend auf mich allein gestellt zu sein und mich permanent beweisen zu müssen.
In den ersten Wochen musste ich mehrfach bis 23 Uhr alleine im Büro bestimmte Dokumente bis zum nächsten Tag fertigstellen. Aus meiner Sicht entstand dadurch ein erheblicher Leistungsdruck. Ich hatte den Eindruck, dass lange Arbeitszeiten als selbstverständlich galten und Überstunden nicht transparent thematisiert oder anerkannt wurden. Hin und wieder wurde ich sonntags vom Vorgesetzten plötzlich angerufen und natürlich ging es um die To Dos. Reine Tortur. Die Führungskultur nahm ich als stark hierarchisch und kontrollierend wahr. Die Atmosphäre empfand ich als angespannt. Bemerkungen wie «bleib unterm Radar» oder «dein Rucksack ist zu klein» hörte ich mehrfach. Ich fühlte mich dadurch bewusst klein gemacht und hatte den Eindruck, dass man eher dazu gebracht werden sollte, sich anzupassen oder zu gehen.
Besonders belastend war für mich der Umgang mit Herkunft. Aus meiner persönlichen Wahrnehmung wurden Schweizer Mitarbeitende klar bevorzugt. Dies ist ausschliesslich meine subjektive Erfahrung und muss nicht für andere Bereiche des Unternehmens gelten.
Wertschätzung für den hohen persönlichen Einsatz habe ich kaum erlebt. Stattdessen hatte ich den Eindruck, dass stetig mehr verlangt wurde, ohne entsprechende Anerkennung oder klare Entwicklungsperspektiven. Am Ende fühlte ich mich ausgelaugt und ohne echte Unterstützung.
Verbesserungsvorschläge
Wer langfristig gute und motivierte Mitarbeitende halten will, sollte diese Punkte ernsthaft angehen.

