Wer die Produktion übergeht, verliert irgendwann die Menschen
Verbesserungsvorschläge
Veriset sollte genauer hinschauen, was in der Produktion passiert. Nach meiner Erfahrung ist die oberste Führung dort kaum präsent. Persönliche Anerkennung für die tägliche Arbeit erlebe ich selten. Bei mir entsteht der Eindruck, dass der Verkauf im Mittelpunkt steht, während von der Produktion vor allem erwartet wird, dass sie funktioniert.
Dieses Gefühl wird durch den Umgang mit den Mitarbeitenden verstärkt. Bei mehreren Führungskräften habe ich fehlende Unterstützung erlebt; Anliegen wurden aus meiner Sicht nicht ernst genug genommen. Veränderungen wurden angekündigt, doch im Arbeitsalltag erkenne ich davon bisher zu wenig. Die Unternehmensleitung sollte die Besetzung der Führungspositionen dringend überprüfen. Wer führt, muss für sein Team da sein, zuhören und Probleme angehen.
Hinzu kommen Unterschiede zwischen Büro und Produktion. Im Büro ist Kaffee kostenlos, Mitarbeitende in der Produktion müssen ihn selbst bezahlen. Auch den Umgang mit Krankmeldungen habe ich als unterschiedlich erlebt. Für mich hat sich dadurch eine Zweiklassengesellschaft entwickelt. Der Kaffee ist dabei nur ein sichtbares Beispiel. Entscheidend ist, dass ich die Behandlung in der Produktion als ungleich erlebe.
Im gesamten Betrieb beobachte ich ausserdem viele Personalwechsel. Auch langjährige Mitarbeitende haben Veriset verlassen. Mit ihnen geht Erfahrung verloren. Für die verbleibenden Teams bedeutet das, immer wieder neue Kolleginnen und Kollegen einzuarbeiten. Wer möchte, dass erfahrene Mitarbeitende bleiben, muss ihre Anliegen ernst nehmen und bei Führung und Arbeitsbedingungen anfangen.
Selbst die Parksituation sorgt für unnötigen Ärger. Für die Grösse des Betriebs gibt es aus meiner Sicht zu wenige Parkplätze. Ich habe dort immer wieder unübersichtliche Situationen erlebt, und mir sind Fälle beschädigter Fahrzeuge bekannt.
Mein Wunsch an die Unternehmensleitung ist klar: Kommt regelmässig in die Produktion, hört den Mitarbeitenden zu, überprüft die Führungskräfte und behandelt Büro und Produktion nach fairen Massstäben. Wertschätzung zeigt sich im Arbeitsalltag. Genau dort muss sich etwas ändern.